Commentaria in Aristotelem Graeca et Byzantina

Beschreibung Lips. 16

Vorstufe
Nachweis: Deutschland, Leipzig, Universitätsbibliothek, Lips. gr. 16
Datierung:

13. Jh. E.–14. Jh. A. (außer ff. 86149V: 12.–13. Jh., ff. 150247V: 10. Jh. A., ff. 248285: 11. Jh. , f. 285RV: 13. Jh.)

Beschreibstoff: Pergament
Format: 330 × 240 mm
Folienzahl: ff. 327

Inhalt

  • (ff. 185V) Theophylaktos Von Achrida, Kommentar zu den Paulusbriefen: (ff. 151) In Epistulam ad Romanos (PG 124, Sp. 336–560). (test)
  • (ff. 5162V) In Epist. I ad Corinthos, bis Kap. V, Vers 3 παρὼν δὲ τῷ πνεύματι [… (PG 124, Sp. 560–621 C). (ff. 6378V) In Epist. ad Galatas (PG 124, Sp. 952–1032). (ff. 7985V) In Epist. ad Ephesios, bis οἰκειωθέντες τῷ θεῷ ἰδοὺ [… (PG 124, Sp. 1032–1065 A).
  • (ff. 86149V) Katene zum Johannesevangelium (sog. Corderius-Katene), bis ἐπιτιθέασι τὸ ὀνόματα ἀλλ᾽ ἢ εἰς [… (ed. B. Corderius, Catena patrum graecorum in S. Ioannem, Antwerpen 1630, S. Isqq.).
  • (ff. 150247V) Vetus testamentum, mit Randscholien: (ff. 150160) Exodus 32, 17 …] τὴν φωνὴν τοῦ λαοῦ κραζόντων bis Schluß.
  • (ff. 160196) Leviticus.
  • (ff. 196247) Numeri. (f. 247V) Deuteronomium, bis 1, 13 ἄνδρας σοφούς.
  • (ff. 248285) Genesios, Kaisergeschichte (ed. C. Lachmann, Bonn 1834). Einige Scholien (vgl. H. Wäschke, Genesios [vgl. Bibliographie], S. 260–262). Auf f. 285RV anschließend die bei Lachmann S. IV abgedruckten Jamben, wobei nach dem Vierzeiler Λιμῷ τακήσῃ – ἐξεφάνισας einzufügen ist: Zwei iambische Tristichen auf den Hl. Kosmas von Maiuma, inc. Ὦ κόσμε Κοσμᾶ, des. τῆς ἄνω μελῳδίας (gedruckt in: G. S. Mercati, Nota sul Codex Havniensis 1343 [vgl. Bibliographie], S. 115).
  • (ff. 286298) Kleomedes, De motu circulari corporum caelestium (ed. H. Ziegler, Leipzig 1891). Lücke: S. 102, 11 ἐξοχάς […] 184, 28 ἐπειδὴ μεγίστη (= Verlust einer Lage zwischen ff. 293294).
  • (ff. 299303) MXG. (ff. 304310) Mu.
  • (ff. 310311V) Virt.
  • (ff. 312317V) Phys. I 9, 192 a 32 …] εἴτε φθείρεται – II 8, 199 a 30 καὶ οὖ [… . Mit einigen Scholien, inc. ἐν ἄλλοις: ἔσχατον (zu 192 a 33, wo das Wort im Ms. fehlt), τῶν γὰρ φύσει οὐ μόνον φθαρτὰ εἰ δὴ ἀρχαὶ κτλ. (zu 192 b 1).
  • (ff. 318321V) Phys. IV 3, 210 b 19 …] ἔσται αὐτός – IV 8, 216 b 9 ἴσῳ αὑτῷ [… Mit einigen Scholien, inc. αὐτὸ ἐν ἑαυτῷ κατὰ συμβεβηκὸς λέγεται εἶναι (zu 210 b 19).
  • (ff. 322327V) Vetus testamentum: (ff. 322323V) Esdra 11, 29 …] τὸ ἅρμα – 3, 6 βυσσίνην […
  • (ff. 324325V) Esdra I 4, 60 …] ἔδωκας – 5, 69 γῆς ἐπικοιμώμενα τοῖς […
  • (ff. 326327V) Tobias 4, 9 …] θησαυρίζεις – 7, 14/15 ἐσθίειν. καὶ ἐκάλεσεν [… Leer: ff. 298V, 303V.

Physische Beschaffenheit

Beschreibstoff

Pergament

Format

330 × 240 mm

Folienzahl

ff. 327

Lagen

1 × 6 (6), 8 × 8 (70), 1 × 8 - 1 (77, Bl. 4 fehlt ohne Textverlust), 9 × 8 (149), 1 × 6 (155), 11 × 8 (243), 1 × 4 (247), 4 × 8 (279), 1 × 6 (285), 1 × 8 (293), 1 × 8 - 3 (298, der größte Teil von f. 298 sowie Bl. 6–8 fehlen ohne Textverlust), 1 × 8 - 3 (303, Bl. 4–6 fehlen ohne Textverlust), 1 × 8 (311), 1 × 6 (317), 1 × 6 - 2 (321, Bl. 5–6 fehlen mit Textverlust), 1 × 4 (325), 1 × 4 - 2 (327, Bl. 3–4 fehlen mit Textverlust).

Lagensignierung

Lagensignierung mit lateinischen Buchstaben auf dem 1. Recto unten links oder Mitte, seltener (ff. 196248) unten rechts: mit Majuskeln A–Z von ff. 1172, mit Minuskeln a–x von ff. 180326.

Griechische Kustoden

Griechische Kustoden, in den einzelnen Teilen des Ms. jeweils neu einsetzend:

(1) ff. 185: auf dem 1. Recto oben rechts von f. 7 (β) bis 55 (η), vom Kopisten; unten Mitte fortgeführt von f. 63 (B) bis 78 (ια), wobei diese letzteren Zeichen neben oder anstatt einer älteren Zählung (offenbar ιε bis ιζ, vgl. unten) erscheinen. Daneben Neueinsatz auf dem 1. Recto oben rechts von f. 63 (α) bis f. 78 (γ).

(2) ff. 86149: auf dem 1. Recto unten rechts, erhalten nur auf ff. 102 (Rest) und 118 (ε).

(3) ff. 150247: auf dem 1. Recto unten rechts, erhalten nur auf f. 172 (δ).

(4) ff. 248285: auf dem 1. Recto und letzten Verso unten rechts von f. 255V (α), 256 (β) bis 285V (ε).

(5) ff. 286321: auf dem 1. Recto unten links vom Kopisten auf ff. 286 (α) und 294 (γ); außerdem ff. 286 (γ), 294 (δ). Auf dem letzten Verso unten rechts nur f. 293V (β).

(6) ff. 322327: auf f. 322 unten rechts zweimal α, f. 326 unten Mitte β.

Anzahl der Linien

Lin. 27–36 (Aristoteles)

Kopist

A. ff. 185V, 286327V: 〈Ioannikios〉, der Kopist von zehn Laurentiani, darunter mehrere Aristoteles-Hss. (vgl. oben zu Laur. 87, 4; 87, 7; Laur. CS 192).

B. ff. 86149V.

C. ff. 150247V („in prächtiger Minuskel der besten Zeit‟, Gardthausen).

D. ff. 248285 (zur Charakteristik der Hand H. Wäschke [vgl. Bibliographie], S. 258–259). Die Verse f. 285RV von einer jüngeren, verschnörkelten Hand. Hand D in rotbrauner Tinte, die von der sonstigen schmucklosen Ausführung der ganzen Hs. absticht.

Die Identifizierung von Hand A mit Ioannikios wird dadurch gesichert, daß sich im Lipsiensis wie in den von ihm subskribierten Laur. 74, 18 und 75, 5 feststellen lassen: (1) dieselben Formen der oben oder (und) unten rechts gesetzten Kustoden, über denen Bögen oder (und) Zeichen von der Art eines Accent circonflexe häufig sind. (2) Dieselben einfachen Zierleisten, z. B. Lips. 16, f. 312 = Laur. 75, 5, f. 50V und f. 96. Ioannikios hat z. T. palimpsestiertes Pergament verwendet. Auf ff. 35, 51, 75V, 80V85V, 311V und besonders 321V sind Reste der alten Unziale des 9. Jh. durch Säure sichtbar gemacht worden.

(Es handelt sich bei dem Kopisten A nicht um Ioannikios; vgl. Wilson; Classical Review 28, 1978, 336.)

Einband

Holzdeckel mit Pergamentüberzug und Pergamentrücken, größer (mm 350 × 245) als der Buchblock. Fester Rücken mit fünf erhabenen echten Bünden. Kapital unecht, ohne Verbindung zum Buchblock, ragt über Buchblock hinaus und ist breiter als der Rücken. Holzdeckel auf allen drei Seiten nach innen abgeschrägt. Lagen nicht beschnitten. Zwei Schließen am Längsschnitt; am Vorderdeckel noch zwei Metallösen vorhanden, am Hinterdeckel kurze (3 cm) einteilige Lederriemchen, an denen (nach Grünspanspuren) Metallschließen befestigt waren. Am Hinterdeckel oben Mitte Durchbohrung und Spuren der Kettenöse erkennbar, an der das Buch befestigt war.

Deckelmuster: Der Deckel ist in konzentrische, durch Fileten getrennte Rechteckfelder gegliedert. Im Zentralfeld 7 Reihen mit je 2 Lilienstempeln. In dem um das Zentralfeld verlaufenden Streifen sog. Tugendrolle mit der Abfolge: Charitas (sic)–Ornament–Spes–Ornament–Fides. Im anschließenden Streifen Stempelrolle mit Medaillons und Wappenfiguren in der Abfolge: Medaillon „Divus Julius‟–sächsische Raute–Medaillon „Cicero‟–sächsische Schwerter–Medaillon „Ovidius Naso‟–Reichsadler–Medaillon „Virgilius Maro‟. Im dritten Streifen um das Zentralfeld Blatt- und Rosettenornamente. Zwischen diesem (3.) und dem nächsten (4.) Streifen nur in der Waagerechten oben und unten zwei Leerfelder, die bei anderen Deckeln dieser Art zur Aufnahme des Einbanddatums dienten (vgl. unten). An den dritten Streifen senkrecht und die Leerfelder oben und unten waagerecht anschließend der vierte Streifen mit Stempelrolle, die Bilder von Heiligen sowie Aufschriften auf darunter befindlichen Plättchen zeigend: (a) David mit Harfe: De Fructu/Ventuipo. (b) Jesaias mit Banderole: Puer Natus Est Nobis, darunter: Ecce Virgo/Concipiet Pa. (c) Paulus: Apparuit BE/Nigni ET HU. (d) Maria mit dem Kind: hebräischer Text.

Der äußerste Streifen des Einbandes zeigt in der Senkrechten auf beiden Seiten Einzelstempel mit Blütenmotiven (Lilie, vielleicht Distel?) wie im Zentralfeld; in der Waagerechten oben und unten ähnliche, durch Ranken verbundene Blüten (sog. Kranzrolle).

Gardthausen (vgl. unten Bibliographie), S. V–VI versucht die Zuweisung des Einbandes an den Dresdner Hofbuchbinder Jakob Krause (ca. 1532–1585) oder dessen Nachfolger Caspar Meuser. In der Tat erinnert manches an Krauses Dresdner Arbeiten: der Aufbau des Einbandes, die Verwendung der Kranzrolle im Randstreifen, ähnliche Preßbilder von Heiligen und Evangelisten mit Inschriftplättchen bzw. runde Medaillons in den folgenden Streifen sowie die für Datum und Besitzvermerk vorgesehenen waagerechten breiten Querstreifen oben und unten, die die Abfolge der konzentrischen Streifen unterbrechen (vgl. den bei I. Schunke, Leben und Werk Jakob Krauses, Leipzig 1943, Taf. 15 abgebildeten „einfachen Fürsteneinband‟). Gliederung und Figurenschmuck sind aber nicht allein der Krause-Werkstatt eigen, sondern treten seit den Anhaltiner Fürsteneinbänden auf, aus denen Krause selbst seine Einbände entwickelte (Schunke, S. 57 sqq. und Taf. 10), und sind über diese hinaus als allgemeines Kunstgut nachweisbar (vgl. z. B. H. A. Lier, Bucheinbände aus dem Bücherschatze der Kgl. öffentl. Bibliothek zu Dresden, Leipzig o. J., Taf. 15 und 54 sowie Ch. Schmidt, Jakob Krause, Ein kursächsischer Hofbuchbinder des 16. Jh., Leipzig 1923, Abb. 10). Auch K. Berling, Der kursächsische Hofbuchbinder Jakob Krause, Dresden 1897, auf den sich Gardthausen bezieht, weist S. 11–12, 15 zu einem solchen Einband (Taf. 1) mit den Initialen I(akob) K(rause) darauf hin, daß letztere sich wohl allein auf den Buchbinder beziehen und die Rollenverzierung auch in Verbindung mit anderen Monogrammen erscheint. Speziell spricht gegen die Zuweisung des Lipsiensis an Krause, daß dessen Bände die in der sächsischen Tradition häufigere sog. Paulus-Johannes-Christus-Petrus-Rolle oder Christus-Johannes-David-Paulus-Rolle bieten, so daß Übereinstimmungen mit den Rollenstempeln unserer Hs. nur in zwei Figuren bestehen. Vor allem hat Krause korrekte Inschriftplättchen („Apparuit Benignitas ET‟, „De Fructu Ventris Tui‟ usw.) statt der obengenannten verballhornten Formen auf dem Leipziger Einband. Alle diese Gründe sprechen gegen Gardthausens Zuweisung; man wird über die Feststellung nicht hinausgehen dürfen, daß es sich um einen sächsischen Einband aus der 2. Hälfte des 16. Jh. handelt. Wasserzeichen im Vorsatz: Vorderes Deckblatt Turm, = Pi. II 311 (München1446), sehr ähnlich Br. 15870 (Udine1445, mit Varianten Venedig1445, Gurck1448). Im Vorsatz hinten: Ochsenkopf mit Blume, sehr ähnlich Pi. XII 182 (Augsburg, Höchstädt1475–1476).

Erhaltungszustand

Darauf bezüglicher Vermerk auf dem vorderen Innendeckel: „Constat foliis 321 [korrigiert zu 325, dann 327] sed folia 35. 56. 81. 83. 220. 223 aliquantum male habita et folii 298 non nisi particula adest‟.

Geschichte

Datierung

13. Jh. E.–14. Jh. A. (außer ff. 86149V: 12.–13. Jh., ff. 150247V: 10. Jh. A., ff. 248285: 11. Jh. , f. 285RV: 13. Jh.)

Ursprünglicher Zustand

Das heutige Volumen ist ein Konglomerat verschiedener Teile, wobei zwischen einen Anfangs- und Schlußteil von derselben Hand drei Teile verschiedenen Alters (ff. 86149, ff. 150247, ff. 248285) gelangten. Nach der Vereinigung ist zu der separaten Kustodensignierung der einzelnen Teile, die im Anfangs- und Schlußteil mehrmals neu einsetzte (vgl. oben Lagen), die durchgehende lat. Zählung erfolgt, als für nahezu alle Teile bereits meist erhebliche Verluste bestanden. Den Textausfall nach f. 62V (Lagenende) zeigt schon der in eine ursprünglich anderslautende Signierung erfolgte Eingriff: auf f. 63 unten Mitte findet sich außer θ wie auf ff. 71, 78 eine Angabe mit τετράδιον, ganz offenbar ιε (jetzt ausgestrichen); auf ff. 71, 78 ist τετράδιον ιϛ, ιζ zu τετράδιον ι, ια geändert worden, was deren merkwürdige Formen erklärt. Es fehlen also die ursprünglichen Lagen 3 bis 18 mit dem restlichen Theophylaktoskommentar zu Cor. I und, wegen des für sechs Quaternionen zu geringen Umfangs dieses Textes, zu Cor. II. Nach f. 85V sind mindestens zwei Quaternionen (= Umfang des fehlenden Teils des Ephesierkommentars), höchstwahrscheinlich aber weitere acht mit den übrigen Kommentaren zu den Paulusbriefen verloren (vgl. den Titel auf f. 1: ἐξήγησις εἰς τὰς … παύλου ἐπιστολάς …). Noch höher müssen die Verluste für die Pentateuchbücher (ff. 150247V) angesetzt werden: von ihnen fehlen die ganze Genesis, ein Großteil des Exodus und bis auf den Beginn das Deuteronomium, d. h. rund drei Fünftel des gesamten Textes. Auch am Schluß der Hs. sind bei Phys., Esdra und dem apokryphen Tobiasbuch nurmehr Fragmente aus einem ursprünglich weitaus größeren Zusammenhang erhalten.

Provenienz

Unbekannt. Die Wasserzeichen im Vorsatz (vgl. oben Rubrik Einband) lassen vielleicht die Annahme zu, daß die Teile der Hs. in der Mitte oder im 3. Viertel des 15. Jh. vereinigt wurden, bevor diese, ebenso wie die Lips. 15 und 37, den oben beschriebenen Einband in der 2. Hälfte des 16. Jh. erhielt. Erste Erwähnung in den alten Katalogen von J. Feller: in dessen Oratio de Bibliotheca Academiae Lipsiensis, Leipzig 1676, Catal. I (membran.) aufgeführt als „Pulp. IV 29: Theophylacti Comment. in epist. Paulinas et aliorum Graecorum Patrum scripta miscellanea‟; im Catalogus codicum mssctorum Bibliothecae Paulinae in Academia Lipsiensi concinnatus a L. Joachimo Fellero, Leipzig 1686, S. 104–105 unter Nr. 8. Aus beiden Erwähnungen erhellt, daß die Hs. zur alten Bibliotheca Paulina gehörte, die neben den Bibliotheken des großen und des kleinen Fürstenkollegs sowie der philosophischen Fakultät den Bestand der Universität ausmachte: denn der Katalog von 1676 nennt allein Kodizes der alten Paulina, mit der dann 1680 die anderen bisher zwar in gemeinsamen Räumen, aber gesondert aufgestellten drei Bibliotheken vereinigt wurden. Auch führt der nach dieser Vereinigung nun für die erweiterte Paulina veröffentlichte Katalog Fellers von 1686 die Hss. der alten Bibliothek noch zusammen auf S. 62–372 auf (Zu Geschichte und Beständen der Paulina und deren Herkunft vornehmlich aus sächsischen Klöstern vgl. R. Helssig, Katalog der lateinischen und deutschen Hss. der Univ.-Bibl. Leipzig, III. Die juristischen Hss., Leipzig 1905, S. XII–XXIV). Feller, seit 1676 Leiter der Paulina, beseitigte nach der Vereinigung die Ketten, mit denen die Hss. der alten Bibliothek auf Pulten (vgl. oben Pulp. IV 29, die alte Angabe des pulpitum und der Nummer, unter der die Hs. lief) befestigt waren, und führte eine durchgehende Hss.-Zählung ein. Frühere Signatur unserer Hs. in der Paulina: „361‟, auf dem Pergamentrücken oben das noch ältere „250‟. Gardthausen hat die griechischen Hss. aus dem Bestand der Paulina gesondert gestellt und für sich numeriert.

Etliche Benutzernotizen in der Hs.: zu Kleomedes die Seitenzahlen der Ausgabe von J. Bake, Leiden 1820; zu Mu. Kapitelzählung etc.

Bibliographie

Kat.

  • V. Gardthausen, Hss. Univ.-Bibl. Leipzig, S. 17–22.

Kod.

  • Ch. D. Beck, Varietas lectionum libellorum Aristotelicorum e codice Lipsiensi diligenter enotata, Leipzig 1793, S. 4–7 (Aristoteles) : 13. Jh.).
  • H. Wäschke, Genesios, in: Philologus 37, 1877, S. 255–275, dort S. 256–257.
  • V. Gardthausen (vgl. oben), S. V–VI.
  • H. Diels, ed. MXG, Berlin 1900, S. 3–7, 14 (Aristoteles: 14. Jh. A.) .
  • A. Wartelle, S. 54 Nr. 771 (Aristoteles: 9.–10. Jh. Zur Entstehung des Irrtums vgl. J. Wiesner, S. 341–342) .
  • J. Wiesner, Ps.-Aristoteles MXG, S. 341–343, 347–348.

Text.

  • G. Olearius in: I. A. Fabricius, Bibl. Gr. III 6, 23, Hamburg 1718, S. 139–143 (Kollation des Lips. für MXG) .
  • Ch. D. Beck, Varietas lectionum … (vgl. oben), S. 7–23 (Kollationen) .
  • I. Bekker, ed. MXG, 1831 (Sigel Lps.) .
  • F. G. A. Mullach, ed. MXG, in: FPG I, Paris 1883, S. 277 sqq. (Sigel L) .
  • O. Apelt, ed. MXG, 1888 (Sigel Lps.) .
  • H. Diels, ed. MXG, Berlin 1900 (Sigel L) .
  • J. Wiesner, Ps.-Aristoteles MXG, S. 349–350 (Corrigenda zu Diels) .
  • W. L. Lorimer, Text Tradition Mu., S. 4, 121 (Sigel Lips.) .
  • W. L. Lorimer, Some Notes, S. 7, 8, 26, 32, 45, 82, 94, 113, 120 (Sigel Lips.) .
  • W. L. Lorimer, ed. Mu., 1933 (S. 3, 10, 13: Sigel Lp. Gehört zu Klasse III) . Aristoteles, Über die Tugend, übers. von E. A. Schmidt, 1965, S. 13–14.
  • D. Harlfinger–J. Wiesner, Hss. Aristoteles, S. 252.
  • AT: J. F. Fischer, Exodi particula atque Leviticus graece ed. e cod. ms. bibliothecae collegii Paullini Lipsiensis, Leipzig 1767.
  • J. F. Fischer, Numeri atque particula Deuteronomii ed. …, Leipzig 1768.
  • A. Rahlfs, Verzeichnis der griech. Hss. des AT für das Septuaginta-Unternehmen, Berlin 1914, S. 98 (nur erwähnt) .
  • Genesios: S. Bergler, Editio princeps, Venedig 1733 (der Lips. einzige bekannte Genesios-Hs.) .
  • C. Lachmann, ed. Genesios, in: Corpus Scriptorum Historiae Byzantinae (CSHB), Bonn 1834 (Sigel L) . PG 109, Sp. 992–1156 (Sigel L. Text nach Lachmann) .
  • F. Hirsch, Byzantinische Studien, Leipzig 1876, S. 116–117 (nur erwähnt) .
  • H. Wäschke, Genesios (vgl. oben Kod.), S. 255–275.
  • F. Steinmann, in: Viz. Vremennik 21, 1914, S. 15–44.
  • Kosmas-Verse: F. Steinmann (vgl. oben), S. 23 sqq.
  • G. S. Mercati, Nota sul Codex Havniensis 1343, in: Class. et Mediaev. 17, 1956 (= Melanges Høeg), S. 109–116, dort S. 115–116.
  • Kleomedes: H. Ziegler, De vita et scriptis Cleomedis, Diss. Meißen 1878, S. 28–33, und ed. Cleomedes, Leipzig 1891 (Sigel L. Mit dem Laur. gr. 69, 13, dem ältesten Textzeugen aus dem 12. Jh., eng verwandt: „cum autem in utroque libro etiam inveniantur quaedam mendose scripta quae librariorum debentur neglegentiae, et bis uterque eosdem lacunarum hiatus ostendat, et Mediceum et Lipsiensem ex eodem archetypo descriptos esse veri est simillimum‟) .

Faks.

  • F. Steinmann (vgl. oben), Taf. 1–4 nach S. 44.

Quelle

  • Wiesner, Autopsie August 1966