Commentaria in Aristotelem Graeca et Byzantina

Vorstufe

Beschreibung Esc. Υ. III. 18

Nachweis: Spanien, Escorial, Real Biblioteca de El Escorial, Esc. Υ. III. 18
Datierung:

13. Jh. 1. H.

Beschreibstoff: Bombyzin (außer ff. IIII, I'III': Papier)
Format: 219 × 166 mm
Folienzahl: ff. IV, 184 (+ 44 a, 71 a, 110 a, 136 a, 146 a), III'

Inhalt

  • (ff. 1184V) Metaph.
    Am Rand und zwischen den Zeilen Scholien und Glossen unterschiedlichen Ursprungs, und zwar (ff. 114) vom Kopisten selbst Scholien zu Buch A, die sich in umfangreicherer Form auch im Par. 1853 finden (aus dem Par. in wenigen Auszügen publiziert von Chr. A. Brandis in Aristotelis opera IV, S. 518–833 passim [vgl. dort S. XLII–XLIII] und von W. Jaeger, ed. Metaph., 1957, S. VII, kurz charakterisiert) und (ff. IV V, 177V [= Buch Z Anfang]) Scholien, Interlinearien und Diagramme von 3 verschiedenen Fremdhänden, die nur zum Teil als Exzerpte aus Asklepios, In Metaph. comm. (z. B. auf f. 15: CAG VI 2, S. 60, 6–12 von zweiter und CAG VI 2, S. 60, 16–24 von erster Fremdhand) identifiziert werden konnten.

Physische Beschaffenheit

Beschreibstoff

Bombyzin (außer ff. IIII, I'III': Papier)

Wasserzeichen

  • Wasserzeichen: ff. IIII, I'III': Buchstaben JL mit Lilie, ähnlich Br. 9484 (Provence 1565, mit Variante Genf 1574).

Format

219 × 166 mm

Folienzahl

ff. IV, 184 (+ 44 a, 71 a, 110 a, 136 a, 146 a), III'

Lagen

23 × 8 (IVV, 1178), 1 × 8 - 2 (184, Bl. 7 und 8 fehlen).

Griechische Kustoden

Griechische Kustoden vom Kopisten auf dem ersten Recto unten rechts: β (f. 8), γ (f. 24)–ιη (f. 140); Lage ff. 1623 ist in der Zählung übersprungen.

Anzahl der Linien

Lin. 24

Kopist

Für den Grundtext und einen Teil der Scholien (vgl. oben) eine einzige Hand, die ziemliche Ähnlichkeit mit der des Demetrios im Vat. 103 (J. 1226) (vgl. A. Turyn, Codd. Gr. Vat., Taf. 5) aufweist. Die drei fremden Scholienhände, vielleicht etwas jünger als der Hauptkopist, sind im großen und ganzen so verteilt, daß die erste f. IV V und vor allem im ersten Teil der ff. 177V, die zweite vor allem im zweiten Teil und die dritte, die dem Hauptschreiber in gewissen Schriftzügen ähnelt, auf ff. 51V, 54V, 57V, 58 geschrieben haben.

Die meisten Titel und Initalien in Karminrot.

Einband

Escorial-Einband. Auf dem vergoldeten Schnitt: 18. Ο. ΑΡΙΣΤΟΤ. 9.

Erhaltungszustand

Der Kodex ist am Anfang an den Außenrändern lädiert. Durch Wassereinwirkung hat vor allem der hintere Teil gelitten, so daß ab etwa f. 90 die Schrift auf den obersten zwei Zeilen nachgezogen worden ist.

Geschichte

Datierung

13. Jh. 1. H.

Provenienz

Für die Ansicht S. Bernardinellos, Eliminatio Metaph., S. 223: „è con ogni probabilità di origine italica, forse meridionale, per la natura del materiale scrittorio stesso‟, sehe ich keine hinreichenden Anhaltspunkte, ff. 31, 71V und 92 am oberen Rand von einer ungelenken und unorthographischen Hand des 15.–16. Jh. + τὰς ἑσπερινὰς ἡμῶν εὐχὰς πρόσδεξε ἅγιε κ(ύρι)ε κτλ. – Die Hs. gelangte über die Bibliothek des D. Diego Hurtado de Mendoza – f. 1 unten sein Ex libris: D. Dio. de Ma. – in den Escorial (vgl. oben S. 142/3).

Alte Signaturen, Inhaltsverzeichnisse und Sonstiges: Spiegel oben links: 18/Ο Αριστοτ., f. I: IV. K. 14/IIII. Δ. 9 (gestrichen)/O/Aristotelis metaphysica/von 〈Nicolas de la Torre〉 (G. de Andrés): ἀριστοτέλους μετὰ τὰ φυσικὰ μετὰ/σχολίων ἐν τῷ κρασπέδῳ, f. I V (Rest eines alten Foliums: mm 144 × 90): No 45, daneben eine unleserliche Notiz (kaum mit G. de Andrés als locus 104 zu entziffern), f. 2 (sic; nicht wie üblich auf f. 1, denn dort ist oben ein Streifen von ca. mm 25–30 abgeschnitten) oben: O/Arist.

Bibliographie

Kat.

  • E. Miller, S. 257 ( 14. Jh. A. ) .
  • G. de Andrés, II, S. 169 Nr. 288 ( 12. Jh. A. ) .

Kod.

  • Ch. Graux, Escurial, S. 260.
  • Documentos Escorial VII, S. 267 Nr. 397.

Text.

  • S. Bernardinello, Eliminatio Metaph., S. 223 (Datierung: 13. Jh.; Sigel Es. „Una certa affinità di lezioni si può indicare solo con Eb [= Marc. 211]. Non è comunque tale da giustificare la formazione di una famiglia con il codice Marciano.‟) .
  • D. Harlfinger, Überlieferungsgeschichte Metaph. (Gehört zu den etwa 5 ältesten Hss. der Metaph.; von anderen erhaltenen Hss. unabhängig, ist der Esc. Nachfahr des Hyparchetypus α mindestens im 5. Glied; geht mit einer als gemeinsamer Vorfahr von Eb [= Marc. 211], N [= Neap. III D 34] und H [= Matr. 4684] zu bestimmenden Hs. p und anderen auf eine gemeinsame Quelle [ξ] zurück.) .

Quelle

  • Aristoteles Graecus, S. 175-176 (Harlfinger, Autopsie April 1967).