Commentaria in Aristotelem Graeca et Byzantina

Vorstufe

Beschreibung Laur. Acqu. 068

Nachweis: Italien, Florenz, Biblioteca Medicea Laurenziana, Acquisti e Doni, Laur. Acqu. 068
Datierung:

15. Jh. 3. Viertel

Beschreibstoff: Papier
Format: 296 × 220 mm
Folienzahl: ff. 88

Inhalt

  • (ff. 221V, 6271V, 4251V, 3241V, 5261V, 2231V, 7288) Gener. An.
  • Leer

    f. 88V.

Physische Beschaffenheit

Beschreibstoff

Papier

Wasserzeichen

  • ff. 288: Dreiberg mit Kreuz, ähnlich Br. 11694 (Laak 1423) und Br. 11702 ( Pisa 1440), ähnlich Wz. in Par. 1865, Urb. 39 , Urb. 44 (Aristoteles-Hss.) und Urb. 117 (ff. 188, 169236), von denen letzterer 1464 datiert ist (vgl. Ha., monts 51).

Format

296 × 220 mm

Folienzahl

ff. 88

Lagen

8 × 10 (281), 1 × 8 -1 (88, Bl. 8 fehlt).

Griechische Kustoden

Griechische Kustoden auf dem ersten Recto unten Mitte vom Kopisten: 〈α〉 (f. 2), β (f. 12), ζ (f. 22), ε (f. 32), δ (f. 42), ϛ (f. 52), γ (f. 62), η (f. 72), θ (f. 82); die Lagen sind also heute vertauscht, ihre ursprüngliche Reihenfolge ist anhand der Kustoden leicht wiederherstellbar. Bifolienzählung vom Kopisten auf den 5 ersten Rectoseiten einer Lage oben rechts: α–ε, meist nur Reste erhalten.

Anzahl der Linien

Lin. 31

Kopist

〈Michael Lygizos〉. Zierwerk, Titel, Initialen und Schlußformel in verblaßtem Rot vom Kopisten.

Einband

Wie Acqu. 65; auf dem Rücken in Goldlettern (waagrecht): Aristotelis/DE Animalium/Generation, unten: Acquisti/E Doni/68. Dazugehörig vorn und hinten je ein modernes Schutzblatt (gezählt als I und II') und mit eingebunden die weichen Pappdeckel eines früheren Einbandes (gezählt als II und I'); auf dem vorderen (recto) von oben nach unten aufgeklebt der alte Rücken (= Pappstreifen), darauf mit Tinte: De/[A]nimal/Generat ../Aristot., darunter von anderer Hand: 85.

Erhaltungszustand

Stark wasserfleckig mit Schlammresten, Lesbarkeit jedoch kaum beeinträchtigt, dazu del Furia, IV, f. 541RV: „… aliquantum madore atque exundantibus Arni aquis, quod antiquis temporibus saepius nostra in urbe contigisse memoriae proditum est, nonnihil passim aculatus.‟

Geschichte

Datierung

15. Jh. 3. Viertel

Provenienz

Die in der Rubrik Wasserzeichen herangezogenen Aristoteles-Hss. zeigen eine enge Verbindung mit Michael Apostolios bzw. seinem kretischen Skriptorium, desgleichen wohl auch der Urb. 117, an welchem neben 〈Georgios Tzangaropulos〉 (ff. 164V, 159168V), 〈Georgios Tribizias〉 (ff. 237264), Andreas Protonotarios (ff. 169234V, laut Subskription im J. 1464 in Chandax auf Kreta geschrieben) und anderen auch unser Kopist 〈Michael Lygizos〉 (ff. 6570V, 71V112V) beteiligt war.

Vorbesitzer: Familie Castiglione aus Florenz (vgl. zu Acqu. 43), deren Wappen auf dem Frontispiz f. 1 unten, darüber: ΑΡΙΣΤΟΤΕΛΟΙΣ Περὶ/ζωων γενεσεως/hoc est/Aristotelis de/Animalium Generatione, darunter (durch Überklebung jetzt getilgt) Residuum partis seu libri quarti et/libri quinti pars. Für die Laurenziana am 16. 1. 1815 von del Furia bei dem libraio G. B. Paperini erworben.

Bibliographie

Kat.

  • F. Del Furia, IV, f. 541RV.
  • E. Rostagno–N. Festa, S. 202, Nachdruck 1961, S. 43* (Beschreibung von N. Festa) .

Kod.

  • D. Harlfinger, Textgeschichte Lin., S. 414.
  • J. Wiesner – U. Victor, Griech. Schreiber, S. 59.

Quelle

  • Aristoteles Graecus, S. 337–338 (Harlfinger, Autopsie August 1970).