Commentaria in Aristotelem Graeca et Byzantina

Vorstufe

Beschreibung Laur. 72,19

Nachweis: Italien, Florenz, Biblioteca Medicea Laurenziana, Plutei, Laur. 72,19
Datierung:

14. Jh. A. (außer ff. 6065: 16. Jh.)

Beschreibstoff: Papier
Format: 219 × 145 mm
Folienzahl: ff. I, 65, I'

Inhalt

  • (ff. 117V) Anal. Pr. I bis 7, 29 b 28. Mit Schemata, Diagrammen, Interlinearien und anfangs besonders umfangreichen Marginalscholien.
    (ff. 1865) Ioannes Philoponos, In Anal. Pr. comm. bis I 6, S. 111, 29 in Auszügen und mit gewissen Abweichungen gegenüber dem Text in CAG XIII 2 (so etwa Textabfolge nach dem Prooimion: S. 9, 21–10, 4 λέγων, daran unmittelbar anschließend: περιπατητικὸς ὤνἀποδεικνῦναι [= fast wörtlich CAG XIII 2, S. XVI unten, Zeile 1–6, aus dem Reg. 116], sodann Fortsetzung mit S. 10, 26–10, 31; 11, 19 … etc.).
  • Leer

    f. 65V.

Physische Beschaffenheit

Beschreibstoff

Papier

Wasserzeichen

  • f. I: Teil einer Sonne, vielleicht ähnlich Br. 13953 (Pisa 1576).
  • ff. 159: Buchstabenkombination, ähnlich Br. 9510 (Bologna 1305, mit Varianten Italien 1304–1307) und Br. 9513 (Bologna 1303–1313, mit Varianten Italien 1307–1311).
  • ff. 6065: Wappen mit Einhorn, ähnlich Br. 1883 (Florenz 1529), ähnlich Zo. 1771 (Fabriano 1589), fast identisch Wz. im Laur. 72, 10, f. 197 .

Format

219 × 145 mm

Folienzahl

ff. I, 65, I'

Lagen

2 × 8 (16), 1 × 1 (17), 2 × 8 (33), 1 × 10 (43), 2 × 8 (59), 1 × 6 (65).

Lagensignierung mit westlichen Ziffern auf dem ersten Recto unten rechts: 6 (f. 18)–10 (f. 52).

Anzahl der Linien

Lin. 16 (ff. 117), 26–32 (ff. 1859V), 21 (ff. 6064V)

Liniierung

Einfacher Schriftspiegelrahmen (im alten Teil der Hs.).

Kopist

A. ff. 159V: eine einzige italo-griechische Hand.

B. ff. 6065: 〈Camillus Venetus〉 im Auftrag der Medici (ab CAG XIII 2, S. 107, 35 καὶ τὸ ἀνάπαλιν).

f. 55V Rest einer zoomorphen Initiale.

Einband

Der übliche Einband der Medici-Bibliothek, 1966 restauriert.

Geschichte

Datierung

14. Jh. A. (außer ff. 6065: 16. Jh.)

Entstehung

Die Hs. war vermutlich von vornherein in der vorliegenden Form, nämlich Originaltext bis I 7 (dahinter: τέλος σὺν θ(ε)ῷ τῶν σχημάτων ; anschließend Freiraum auf f. 17V) und daran anschließend das dazugehörige Kommentarstück, angelegt. Ob nach f. 59V mehr Text verlorengegangen ist als nur der Schluß dieses von der jüngeren Hand unvollständig ergänzten Kommentarteils, bleibt dahingestellt.

Der Kodex Oxford, Magdalen College 15 (Int. mit dem Kommentar des Michael Psellos) gehörte nach Ausweis von Schreiber, Dimension und mise en page mit Laur. zu einer ‘Bibliotheksausgabe’ des Organon (Arnesano 2006).

Provenienz

Süditalienische Herkunft aufgrund des Duktus.

Reproduktionen und Digitalisate

  • Laur. 72, 19 (vollständiges Digitalisat der Biblioteca Laurenziana)

Bibliographie

Kat.

  • A. M. Bandini, III, Sp. 37–38.

Kod.

  • D. Harlfinger, Textgeschichte Lin., S. 60 Anm. 1 und 410.
  • Arnesano 2006, 149–190 (hier 162–163).
  • Arnesano 2008, 91 (Nr. 59).

Text.

  • Th. Waitz, ed. Organen, I, 1844, S. 7. W. D. Ross, ed. Anal., 1949, S. 93 (nur erwähnt).

Quelle

  • Aristoteles Graecus, S. 252–253 (Harlfinger, Autopsie August 1970).