Commentaria in Aristotelem Graeca et Byzantina

Vorstufe

Beschreibung Laur. 81,07

Nachweis: Italien, Florenz, Biblioteca Medicea Laurenziana, Plutei, Laur. 81,07
Datierung:

J. 1475

Beschreibstoff: Papier
Format: 277 × 205 mm
Folienzahl: ff. II, 122, I'

Inhalt

  • (ff. 1122) EN.

Physische Beschaffenheit

Beschreibstoff

Papier

Wasserzeichen

  • ff. 1122: Vogel, entfernt ähnlich Br. 12147 (Rom 1479–1481).

Format

277 × 205 mm

Folienzahl

ff. II, 122, I'

Lagen

14 × 8 (112), 1 × 10 (122).

Griechische Kustoden

Griechische Kustoden auf dem ersten Recto und auf dem letzten Verso unten Mitte von α (f. 1) bis ιε (f. 113), vom Kopisten.

Reklamanten

Reklamanten auf dem letzten Verso unten rechts waagerecht, vom Kopisten.

Anzahl der Linien

Lin. 30

Kopist

〈Ioannes Rhosos〉 (Bandini). Die Hs. wurde am 31. 8. 1475 im Kloster Grottaferrata vollendet; Subskription f. 122: ἐγράφησαν εἱς τὴν ἀβαδίαν (von der Marginalhand korrigiert zu ἐν τῆ ἀβαδία) τῆς ὑπεραγίας/θ(εοτό)κον/τῆς κρυπτοφερέτας μηνὸς/αὐγούστου λαʹ. αωυω/ἑβδομηκοστῶ εω. Rotbraune Zierleisten und Initialen.

Ergänzungen zum Textbestand

Zahlreiche Scholien (einige wenige auch lateinisch) und Korrekturen. f. II V Pinax (vgl. unten Provenienz). Auf f. 53 vom Kopisten in Rot: περισσόν ἐστι τὸ παρὸν φύλλον διότι λάθος γάρ (schwarz gestrichen, darüber μοι) ἐγένετο.

Einband

Der übliche Einband der Medici-Bibliothek.

Geschichte

Datierung

J. 1475

Provenienz

Wie das Ms. in die Laurenziana kam, ist unbekannt. Nach der Vertreibung des Piero de’Medici (1494) muß es infolge der innenpolitischen Wirren aus der Bibliothek geraubt worden sein (vgl. oben S. 187); f. II V findet sich die Bemerkung: Ethica ar(istote)lis/habita a syndicis rebellium die 18 Januarij 1497 (die Worte habita – 1497 gestrichen). Zu diesem Zeitpunkt kehrte es also in die Sammlung der Laurenziana zurück, die sich seit 1494 im Dominikaner-Kloster S. Marco befand. Dort arbeitete es 1504 Zenobio Acciaioli durch; von seiner Hand stammen die oben angeführten Scholien und Korrekturen, der Pinax f. II V sowie zwei Agathon-Verse auf f. 122V (Nauck2, S. 764), die Aristoteles EN VI 2, 1139 b 10–11 zitiert. Zenobio schrieb f. 122 eine entsprechende Eintragung: Absolui huius voluminis emendationem et lectionem die 22 ap(ri)lis 1504/ego Fr(ater) Zenobius acciaiolus ord(inis) pred(icat)orum in conventu s(anc)ti marcj Florentie. Ältere Signatur f. II V oben links: n 555.

Reproduktionen und Digitalisate

  • Laur. 81, 07 (Vollständiges Digitalisat der Biblioteca Laurenziana)

Bibliographie

Kat.

  • A. M. Bandini, III, Sp. 224.

Kod.

  • D. Harlfinger, Textgeschichte Lin., S. 410 (Marginalhand = Demetrios Chalkondyles, doch vgl. Anm. 2).

Quelle

  • Aristoteles Graecus, S. 263–264 (Nickel, Autopsie Oktober 1969).