Commentaria in Aristotelem Graeca et Byzantina

Vorstufe

Beschreibung Laur. 81,17

Nachweis: Italien, Florenz, Biblioteca Medicea Laurenziana, Plutei, Laur. 81,17
Datierung:

15. Jh. 1. Viertel

Beschreibstoff: Pergament
Format: 211 × 148 mm
Folienzahl: ff. II, 96

Inhalt

  • (ff. 194V) EN.
  • Leer

    ff. 9596V.

Physische Beschaffenheit

Beschreibstoff

Pergament

Format

211 × 148 mm

Folienzahl

ff. II, 96

Lagen

FHHF.

9 × 10 (90), 1 × 6 (96).

Reklamanten

Reklamanten auf dem letzten Verso unten rechts waagerecht, vom Kopisten.

Anzahl der Linien

Lin. 30

Kopist

Sozomeno (Zomino) da Pistoia〉 (Harlfinger).

Titel in blassem Weinrot; kleine violette Zierinitiale. Laufende Buchnumerierung am oberen Seitenrand in blassem Rot.

Ergänzungen zum Textbestand

Am Rand Korrekturen, Lemmata und variae lectiones vom Kopisten.

Einband

Der übliche Einband der Medici-Bibliothek.

Geschichte

Datierung

15. Jh. 1. Viertel

Provenienz

Zomino da Pistoia (vgl. G. Voigt, Wiederbelebung I, S. 236; M. E. Cosenza, Ital. Humanists IV, S. 3298–3299) hat die Handschrift für seine eigene Bibliothek geschrieben; f. 94V hat er zwischen dem Ende des Textes und der Schlußformel Ἀριστοτέλους ἠθικῶν νικομαχείων τὰ δέκα/ἈΓΑΘΗ ΤΥΧΗ mit etwas dunklerer Tinte eingefügt: ἡ βίβλος τοῦ σωζομένου ἱεροῦ. Da der Titel κανονικός in der Subskription hier nicht auftaucht (vgl. V.–G., S. 411), darf man wohl schließen, daß er die Hs. noch als einfacher Priester vor seiner Berufung zum Kanonikus an der Kathedrale von Pistoia (1418), wahrscheinlich während seines Studienaufenthaltes in Florenz, geschrieben hat. Nach seinem Tode (1458) kam die Hs. zusammen mit der übrigen Bibliothek an die Opera di S. Jacopo in Pistoia (die Mss. wurden im heutigen Palazzo Communale aufgestellt); daher trägt sie, wie es bei den Mss. der Sammlung des Zomino durchgehend der Fall ist (vgl. R. Piattoli, S. 276) Eintragungen von Francesco di Luca, Notarius an der Opera di S. Jacopo (f. 94V unten: Ego franciscus luce(nsis) not(arius) epi(scopi) scripsi) und von Bartolomeo da Forlí, Cancelliere del Comune (f. 1 unten: Ego Bartholomeus can(onicus) pist(oriensis) scripsi). Die Mss. dieser Bibliothek konnten ausgeliehen werden, in gewissen Ausnahmefällen auch außerhalb des Stadtgebietes von Pistoia. So ersuchte Lorenzo Medici im Jahre 1490 die Kommune von Pistoia um die „Etica d’Aristotile, scripta per mano di messer Zombino‟, und er erhielt daraufhin unser Ms. zusammen mit einem anderen, das eine lateinische Übersetzung der EN enthielt, am 20. Oktober 1490 übersandt (vgl. R. Piattoli, S. 278; 301–302 = Documento IV 6). Das ursprünglich nur geliehene Ms. verblieb dann in der Laurenziana. Ältere Signaturen f. I V: 329; f. II V: nro. 103. Aristotelis ph(ilosoph)y ethicorum ad Nicomachum Lib(ri) X.

Reproduktionen und Digitalisate

  • Laur. 81, 17 (Vollständiges Digitalisat der Biblioteca Laurenziana)

Bibliographie

Kat.

  • A. M. Bandini, III, Sp. 229.

Kod.

  • R. Piattoli, Ricerche intorno alla biblioteca dell’umanista Sozomeno, in: La Bibliofilia 36, 1934, S. 261–308.
  • D. Harlfinger, Textgeschichte Lin., S. 416.

Quelle

  • Aristoteles Graecus, S. 271–272 (Nickel, Autopsie September 1969).