Commentaria in Aristotelem Graeca et Byzantina

Vorstufe

Beschreibung Laur. 87,24

Nachweis: Italien, Florenz, Biblioteca Medicea Laurenziana, Plutei, Laur. 87,24
Datierung:

13. Jh. M.

Beschreibstoff: Pergament
Format: 145 × 110 mm
Folienzahl: ff. 179

Inhalt

  • (ff. 1178) Phys. VI–VIII. Buch VII in der zweiten Rezension.
  • Leer

    f. 75 RV (nach Schluß von Buch VII).

Physische Beschaffenheit

Beschreibstoff

Pergament

Format

145 × 110 mm

Folienzahl

ff. 179

Lagen

FHHF.

1 × 8 - 1 (7, Bl. 6 fehlt), 1 × 8 (15), 1 × 10 (25), 6 × 8 (73), 1 × 2 (75), 13 × 8 (179). Die Lagen 2, 3, 5, 6, 9, 13, 15, 17 durch Herausschneiden von je 2 Folien zustandegekommen, z. B. Lage 2 aus 1 × 10 - 2 (Bl. 4 und 8 herausgeschnitten), Lage 3 aus 1 × 12 - 2 (Bl. 4 und 9 herausgeschnitten) etc.

Lagensignierung mit westlichen Ziffern auf dem 1. Recto unten Mitte von f. 1 (1) bis f. 172 (23).

Anzahl der Linien

Lin. 14 (ff. 199), 12 (ff. 100178)

Liniierung

Lake I, 2 b.

Kopist

Sehr saubere, schöne Schrift. Weinrote Titel und Initialen; zum Teil auch die Scholien in Rot. Schriftspiegel: mm 105 × 75 (ff. 199V), mm 90 × 65 (ff. 100178) entsprechend 14 bzw. 12 Zeilen (vgl. oben). Beobachtung der Eigenheiten der Schrift weist in die Zeit des Übergangs zur 3. Minuskelperiode (um Mitte des 13. Jh.): bei allen Buchstaben Nebeneinander von Majuskel- und Minuskelform, Majuskel schon vielfach assimiliert. Überdimensionalität einzelner Buchstaben (Alpha, Kappa, Lambda). Auch im einzelnen (Doppel-Tau in der Form, daß das zweite als überdimensional an ein kleineres Tau angehängt wird; mehrfach Hochschreiben von Schluß-Alpha; teilweise Appendix nach links bei der Unterhasta von Phi, Tau, Kappa) Auftreten von Eigenheiten, die um 1250 häufig werden.

Ergänzungen zum Textbestand

Zu Phys. VI einige Rand- und Interlinearscholien sowie Schemata vom Kopisten und einige Textergänzungen von späterer Hand (ff. 14, 31V, 35V etc.). Phys. VIII mit zahlreichen Interlinear- und Randscholien sowie Randglossen von einer Hand des 15. Jh.

Einband

Der übliche Einband der Medici-Bibliothek. Im Vorsatz vorn und hinten je ein fliegendes Blatt (Pergament).

Geschichte

Datierung

13. Jh. M.

Provenienz

Vorbesitzer Theodosius Princeps f. 178V ganzseitig und f. 179 oben ein zweites Mal in kleinerer Schrift (von derselben Hand) Bücherfluch: ὅστις ἂν ἀφέληται τὸ παρὸν βιβλίον φυσικὴ ἀκρόασις ἀπὸ τοῦ τόπου, ἔνθα κεῖται ταπεινὸν σῶμα ἐμοῦ Θεοδοσίου τοῦ Πρίγκιπος ἔστω ἀφορισμῷ ἀλύτῳ καθυποβεβλημένος ἀπὸ π(ατ)ρ(ὸ)ς, υἱοῦ, καὶ ᾳγίου πν(εύματο)ς καὶ ἡ μερὶς αὐτοῦ μετὰ Ἰούδα τοῦ προδότου.

Reproduktionen und Digitalisate

  • Laur. 87, 24 (Vollständiges Digitalisat der Biblioteca Laurenziana)

Bibliographie

Kat.

  • A. M. Bandini, III, Sp. 408–409.

Kod.

  • G. Mercati, Origine antiochena di due codici greci del XI, Analecta Bollandiana 68, 1950, S. 210-223 (S. 221: Laur. ist deutlich älter als das 12. [lies: 13.?] Jh., wenn Bandini recht hat, dass der Bücherfluch viel jünger als der von ihm auf das 13. Jh. taxierte Kodex ist).

Text.

  • Überall Sigel K.
  • I. Bekker, ed. Phys., 1831.
  • H. Carteron, ed. Phys. V–VIII, 1931.
  • W. D. Ross, ed. Phys., 1936 (S. 111: Specimina. K nicht von großer Bedeutung, wenn es allein eine Lesart hat; jedoch die Tatsache, daß K offensichtlich von E [= Par. 1853] und FGHIJ [= Laur. 87, 7; Laur. 87, 6; Vat. 1027; Vat. 241; Vind. Phil. 100] unabhängig sei, gebe ihm Gewicht, wenn es entweder mit E oder aber mit FGHIJ übereinstimmt).
  • W. D. Ross, ed. Phys., 1950, Praefatio (Drei Hss.-Familien E, FGHIJ und K; dabei stimmt K in Buch VI mehr mit FHIJ, in VII–VIII mit E zusammen. K berührt sich von allen Hss. am meisten mit dem Text der Kommentatoren [Alex., Philop., Simpl., Them.]).
  • A. Mansion, Le Texte d’Aristote Phys. H 1–3 dans les versions arabo-latines, in: JHS 77, 1957, S. 81–86 (Beziehungen der Hss. EFHIJK zu den lat. Übersetzungen aus dem Arabischen).

Quelle

  • Aristoteles Graecus, S. 326–327 (Wiesner, Autopsie Juni 1970).