Commentaria in Aristotelem Graeca et Byzantina

Vorstufe

Beschreibung Laur. 87,25

Nachweis: Italien, Florenz, Biblioteca Medicea Laurenziana, Plutei, Laur. 87,25
Datierung:

13. Jh. 2. H.

Beschreibstoff: Pergament
Format: 173 × 133 mm
Folienzahl: ff. 284

Inhalt

  • (ff. 180V) An.
    (ff. 80V81) Scholion mit Inhaltsangabe zu An., inc. ἰστέον ὅτι ὁ ἀριστοτέλης ἐν τρισὶ λόγοις τὸν περί ψυχῆς ἐξέθετο λόγον, des. οὕτω καὶ ἐνταῦθα πεποίηκεν.
  • (ff. 82283V) Themistios, In An. paraphrasis (CAG V 3).
  • (ff. 283V284) 〈Palladas, Elegisches Tetrastichon〉 Tit.: τοῦ αὐτοῦ θεμιστίου στίχοι εἰς ἑαυτὸν ὅτε ἔπαρχον αὐτὸν ἐποίησεν ὁ β(ασιλεὺς) ἰουλιανός (cf. A. Cameron, Notes on Palladas, in: CQ 15, 1965, S. 221).
  • Leer

    ff. 81V, 284V.

Physische Beschaffenheit

Beschreibstoff

Pergament

Format

173 × 133 mm

Folienzahl

ff. 284

Lagen

FHHF.

2 × 8 (16), 1 × 8 - 1 (23, Bl. 7 fehlt), 7 × 8 (79), 1 × 2 (81), 5 × 8 (121), 1 × 6 (127), 1 × 8 (135), 1 × 8 - 1 (142, Bl. 4 fehlt), 12 × 8 (238), 1 × 8 - 3 (243, Bl. 3, 5 und 7 fehlen), 5 × 8 (283).

Die Lagen 7, 12, 13, 14, 29 sind als Quaternionen durch Herausschneiden von je 2 oder 4 Folien zustandegekommen, so Lage 7 (ff. 4855) aus 1 × 12 - 4 (Bl. 2, 5, 7, 10 herausgeschnitten), Lage 12 (ff. 8289) aus 1 × 12 - 4 (Bl. 2, 8, 11, 12 entfernt); entsprechend Lage 13, 14, 29 aus 1 × 10 - 2.

Griechische Kustoden

Griechische Kustoden auf dem 1. Recto oben rechts, z. T. stark verblaßt, am ehesten sichtbar f. 17 (γ) und f. 40 (ϛ) vom Kopisten.

Lagensignierung

Neueinsatz mit Themistios (f. 82): erhalten nur f. 90 (β), f. 98 (γ) und f. 175 (ιγ), vom Kopisten A; ab f. 183 (ιδ) vom Kopisten B, fast immer vorhanden (außer f. 207), zuletzt f. 276 (κϛ).

Westliche Ziffern auf dem 1. Recto unten rechts von f. 9 (2) bis f. 80 (11), auf dem letzten Verso nur f. 8V unten rechts (1).

Anzahl der Linien

Lin. 17–21 (ff. 1175), 19–21 (ff. 176284)

Liniierung

Lake I, 2 b. Ab f. 122 verlaufen die äußeren begrenzenden Senkrechten des Liniierungssystems in der Mitte der Folien, so daß die Linien, nur auf der inneren Hälfte der Folien vorhanden, in der Bindung verschwinden. In anderen Fällen (z. B. f. 176) verlaufen die gezogenen Linien vom oberen Rand bis zur Mitte, fehlen dagegen auf dem unteren Folienteil.

Kopist

A. ff. 1175. Flüchtige Schrift mit feinen Buchstaben, teils klein, teils senkrecht in die Höhe oder waagerecht in die Breite gestreckt. Zahlreiche Kürzel.

B. ff. 175V284. Schöne Schrift mit runden, im Vergleich zur 1. Hand dickeren Buchstaben. Kürzel selten.

Die Identität des Beschreibstoffes, Liniierungssystems und Schriftspiegels (mm 140/135 × 90) weist auf die Gleichzeitigkeit der beiden Hände. Schlußworte der 1. Hand f. 175: ἀναγκαῖον διορίσασθαι πρῶτον (= CAG V 3, S. 51, 27–28).

Ergänzungen zum Textbestand

Zu An. Korrekturen, einige Lesarten, Scholien und Lemmata vom Kopisten; wenige Interventionen von späterer Hand (ff. 14, 48). Spätere Paragraphenzählung.

Einband

Der übliche Einband der Medici-Bibliothek. Erneuerter hohler Rücken mit vier erhabenen echten Bünden; ursprünglich Bindung auf vier eingelassene Bünde. Erneuerte Schließen. Vorn und hinten je ein fliegendes Blatt (Pergament).

Geschichte

Datierung

13. Jh. 2. H.

Provenienz

Unbekannt, f. I V lat. Pinax; darüber 5 Zeilen getilgt. f. 284 unter den Themistiosversen: βλέπε ἂν ἔχει ἄλλα ἀριστοτελικὰ ὃ τὶ θέλει εἰς τοῦτο. Darunter griech.-lat. Glossar in 2 Kolumnen.

Reproduktionen und Digitalisate

  • Laur. 87, 25 (Vollständiges Digitalisat der Biblioteca Laurenziana)

Bibliographie

Kat.

  • A. M. Bandini, III, Sp. 409–410.

Text.

  • A. Förster, ed. An., 1912, S. XV (nur erwähnt, für den Text nicht herangezogen).
  • P. Siwek, Mss. An., S. 12, 96, 174 (Sigel Ec; Abhängigkeit, wenigstens indirekt, von C [= Coisl. 386]; Vorlage für Xd [= Mon. 330]).
  • P. Siwek, ed. An., 1965 (S. 23, 25sq.: Sigel Ec. Gehört zur Familie ξ, innerhalb derer sich das Ms. mit Xd Pd Hd [= Mon. 330; Utin. 4; Ambr. A 174 sup.] „a communi stirpite‟ herleitet).
  • A. Jannone, ed. An., 1966, S. XXVII („C’est une bonne copie de C‟ [= Coisl. 386]).
  • Themistios: ed. R. Heinze (CAG V 3), S. V, VIII (Sigel Q. Gehört zu derselben Hss.-Gruppe wie Coisl. 386. Zwei Korrektoren: Q2 etwa gleichzeitig mit dem Schreiber, Q3 aus dem 15. Jh.; letzterer benutzte den Text einer anderen Textgruppe).

Quelle

  • Aristoteles Graecus, S. 327–329 (Wiesner, Autopsie Juni 1970 (mit Ergänzungen)).