Commentaria in Aristotelem Graeca et Byzantina

Vorstufe

Beschreibung Magl. II X 59

Nachweis: Italien, Florenz, Biblioteca Nazionale Centrale, Magliabechiani, Magl. II X 59
Datierung:

15. Jh. 3. Viertel

Beschreibstoff: Pergament
Format: 166 × 116 mm
Folienzahl: ff. I, 188, I'

Inhalt

  • ff. 140: obere Schrift eines Palimpsestes
  • (ff. 1125) Rhet.
  • (ff. 125V188) Rhet. Al.

Physische Beschaffenheit

Beschreibstoff

Pergament

Format

166 × 116 mm

Folienzahl

ff. I, 188, I'

Lagen

FHHF.

4 × 10 (40), 1 × 8 (48), 14 × 10 (188).

Reklamanten

Reklamanten vom Kopisten auf dem letzten Verso unten rechts senkrecht ab f. 68V.

Anzahl der Linien

Lin. 21

Kopist

Hand eines Lateiners (Anonymus 14 bei Harlfinger), der auch Laur. 72, 12, ff. 145150 schrieb.

Zierwerk, Titel und Initialen in Rot.

Ergänzungen zum Textbestand

Marginalien, meist Lemmata, vom Kopisten; bisweilen (z. B. ff. 58, 69V) Randnotizen einer fremden Hand.

Einband

Pergament über Holz; hohler runder Rücken; seitlich zwei Schließen (Leder und Metall) vom vorderen zum hinteren Deckel führend. Vorn und hinten je zwei fliegende Papierblätter.

Geschichte

Datierung

15. Jh. 3. Viertel

Entstehung

Die untere Schrift der palimpsestierten ff. 140, die, sorgfältig getilgt, als solche noch ff. 6, 14, 29V, 36 am besten erkennbar ist und senkrecht zur oberen verläuft, ist lateinisch. f. 29V z. B. liest man (UV-Licht): Datum in Arce Civitatis Beneventi, weiter unten: Pontificatus. Diese Textreste und die Tatsache, daß die heutigen Blätter unregelmäßige Falze (z. B. zweimal waagrecht oder einmal waagrecht, einmal senkrecht usw.) aufweisen, zeigen, daß das wiederverwendete Pergament nicht aus einem Kodex, sondern wohl aus urkundlichen Dokumenten stammt.

Provenienz

f. 1 oben eine Rasur; ob ursprünglich ein Ex libris? f. 1 unten ein getilgtes Wappen (?); darauf jetzt ein (neues) Wappen, das sich gliedert in 7 schmale senkrechte Felder in folgenden Farben: hellorange in der Mitte, daran nach rechts und links anschließend je ein Feld dunkler orange, grau, dunkler orange; etwas oberhalb der Mitte zwei nebeneinander liegende Sterne in Orange.

Die marginale Fremdhand stammt aus dem 16. Jh. und ist vielleicht identisch mit Magl. II III 40 (Vitelli Nr. 2), ff. 41176V. f. 188V von der Hand des Follini: Emit hunc Codicem pro Publica Imp. Bibliotheca Malliabechiana Vincentius Follinius ejusdem Praefectus ab Aloysia Silvestria, Nicolai filia et haerede XI Kalend. Augusti MDCCCX (zu Vincenzo Follini [1759 bis 1836] vgl. M. E. Cosenza, Ital. Humanists, II, S. 1442; V, S. 190). Auf dem ersten fliegenden Blatt (vorn) Aufkleber (vom Jahre 1896) mit der heutigen Signatur und der Angabe: Provenienza Acquisto (a. 1810).

Auf dem Spiegel von der Hand des Follini: Codex Membranaceus scriptus iuxta Cl: Montfauconium seculo XIV quam elegantissime in 8.vo; danach Angaben zum Inhalt.

Bibliographie

Kat.

  • G. Vitelli, S. 549 Nr. 10.
  • G. Mazzatinti, XII, S. 48.

Kod.

  • D. Harlfinger, Textgeschichte Lin., S. 147, 418.

Text.

  • R. Kassel, Textgeschichte Rhet., S. 6, 41 sqq. (Apographon des Laur. 60, 18 und spätestens ab I 13, 1373 b 31 des Vat. 2384) .
  • M. Fuhrmann, Textgeschichte Rhet. Al., S. 16, 73–74 (Apographon des Vat. 2384) .
  • M. Fuhrmann, ed. Rhet. Al., 1966, S. IX, XXIV.

Quelle

  • Aristoteles Graecus, S. 345–347 (Harlfinger, Autopsie Juli 1970).