Commentaria in Aristotelem Graeca et Byzantina

Vorstufe

Beschreibung Ricc. 13

Nachweis: Italien, Florenz, Biblioteca Riccardiana, Ricc. 13
Datierung:

um J. 1470

Beschreibstoff: Papier
Format: 330 × 235 mm
Folienzahl: ff. I, 191 ( 112 a, 112 b), I'

Inhalt

Physische Beschaffenheit

Beschreibstoff

Papier

Wasserzeichen

  • ff. I, I': Buchstaben FS, Br. und Hea. ohne Beleg. ff. 1191: Horn, sehr ähnlich Br. 7834 (Rom 1470), = Ha., huchet 25 (Ioannes Rhosos in Rom 1471), = Wz. im Ambr. A 174 sup.

Format

330 × 235 mm

Folienzahl

ff. I, 191 ( 112 a, 112 b), I'

Lagen

9 × 10 (90), 1 × 10 -1 (99, Bl. 4 fehlt ohne Textverlust), 1 × 10 (109), 1 × 4 (112 a), 8 × 10 (191).

Reklamanten

Reklamanten vom Kopisten auf dem letzten Verso unten rechts waagrecht; Bifolienzählung von anderer Hand auf den ersten Rectoseiten jeder Lage unten rechts: a1–5, b1 usw. bis t5 (f. 176); jedes sechste Blatt ist mit dem Zeichen × markiert.

Anzahl der Linien

Lin. 39

Kopist

〈Manuel〉, Schüler des Konstantinos Laskaris. Nach Vitelli stammen Ricc. 13, Ricc. 14 und Ricc. 44, ff. 27191 von ein und derselben Hand; er irrt jedoch im Falle von Ricc. 14 (vgl. die folgende Beschreibung). Die Marginal-Hand ist wahrscheinlich die des 〈Demetrios Chalkondyles〉; hin und wieder am Rand auch andere Hände, z. B. f. 2 (vielleicht 〈Konstantinos Laskaris〉 und f. 3V (Speranzi 2012: Ianos Laskaris ). In Hist. An. und Gener. An. prachtvoll ornamentierte Buchinitialen in Gold auf blauem Grund mit grünem, rotem und weißem Zierwerk; unziale Titel in Rot. Danach ist die Illumination nicht mehr ausgeführt.

Ergänzungen zum Textbestand

Im ganzen Kodex Marginalien (meist Korrekturen) einer zweiten Hand.

Einband

Pergament über Pappe; hohler, flacher, gerader Rücken, darauf: Aristot/de/Anim/histor. (schwer zu erkennen); auf dem Längsschnitt: ΑΡ. ΠΕΡΙ ΖΩΩΝ.

Geschichte

Datierung

um J. 1470

Provenienz

Die Hs. ist vermutlich um 1470 in Rom geschrieben worden, wo nicht nur Manuel, der Kopist, laut Subskription im Matr. 4636 bezeugt ist, sondern wo auch auf gleicher Papiersorte Ioannes Rhosos im Jahre 1471 zwei Hss. (Laur. 55, 9 und Par. 1910) fertigte; eine vierte Hs. des gleichen Papiers (Ambr. A 174 sup.) haben Rhosos und Manuel gemeinsam hergestellt (vgl. auch die Rubrik Wasserzeichen). Die entstehungsgeschichtliche und kodikologische Zusammengehörigkeit von Ricc. und Ambr. zeigt sich darüber hinaus auch an gleichem Format, gleicher Zeilenzahl, gleichem Liniierungsschema (ähnlich Lake I, 2 b) und entsprechender Zierornamentik der Initialen. Beide Kodizes gingen, nach den Marginalien zu urteilen, durch die Hände des Demetrios Chalkondyles. f. 1 unten: Raphaelis Columbanii κτῆμα. Raffaele Colombani (floruit 16. Jh. E.), der auch den Ricc. 14 (vgl. dort) besaß, ist als Longos-Editor bezeugt (vgl. M. E. Cosenza, Ital. Humanists, II, S. 1052).

Die Titel von Long., Juv. und Spir. sind von einer jungen Hand nachgetragen, die auch den Titel auf f. 61 im Ricc. 86 geschrieben hat.

Ältere Signatur: K. I. 21.

Bibliographie

Kat.

Kod.

  • D. Harlfinger, Textgeschichte Lin., S. 273 Anm. 3, 410, 414.
  • Ha., Indizes.

Text.

  • L. Dittmeyer, ed. Hist. An., 1907, S. XVI (Sigel Ob. „Is [= Ricc. 13] Laurentiani 87, 1 frater geminus habendus est; namque ut e codice Da [= Vat. 262] descriptus adhibito codice P correctus est, ita et ipse versione Gazae hic illic emendatus est … et libros aeque atque in illa versione ordinatos exhibet.‟ ) .
  • G. Rudberg, Textstudien zur Tiergeschichte des Aristoteles, Upsala 1908, S. 6. P. Louis, ed. Hist. An., I, 1964, S. XLVII, LI (Sigel Ob; Ambr. I 56 sup., Laur. 87, 1 und Ricc. 13 gehen eng mit Vat. 262 zusammen; „mais les deux derniers, qui sont presque identiques, donnent les livres dans l’ordre actuel …, ils n’ont pas le dixième livre et ils présentent en marge et en interligne des variantes empruntées au Vat. 1339 [P].‟) .
  • K. E. Bitterauf, Schlußteil Biologie, S. 14–15, 25, 28–29 (Sigel Ob; „aus einer ähnlichen Vorlage wie γ [= Ambr. E 6 sup.] abgeschrieben‟) .
  • P. Louis, ed. Gener. An., 1961, S. XXII (Sigel Ob; „de la fin du XIVe siècle‟) .
  • H. J. Drossaart Lulofs, ed. Gener. An., 1965, S. VII–VIII, XVII–XVIII (Sigel Oc; Datierung: 14. Jh. Die Hs. gehört zu den 6 griechischen Textzeugen „qui ad textum constituendum aliquid valere videantur‟; mit ihr ist der Vat. 258 [N] eng verwandt.) .

Quelle

  • Aristoteles Graecus, S. 353–354 (Harlfinger, Autopsie Juli 1970).