Commentaria in Aristotelem Graeca et Byzantina

Vorstufe

Beschreibung Ricc. 55

Nachweis: Italien, Florenz, Biblioteca Riccardiana, Ricc. 55
Datierung:

13. Jh.

Beschreibstoff: Bombyzin (?)
Format: 185 × 142 (außer ff. 3449: mm 175 × 142)
Folienzahl: ff. I, 96, II'

Inhalt

  • (f. 1) 〈Philoponos, In Cat. comm.〉 (CAG XIII 1), bricht ab S. 1, 15 τὰ μὲν οὖν [… Direkt anschließend (ff. 12) ein in engster wörtlicher Anlehnung an David, In Porphyrii Isagogen comm., πρᾶξις α' (CAG XVIII 2, S. 80, 5–83, 6) formulierter Text über die 8 κεφάλαια, inc. Πρὸ παντὸς μαθήματος καὶ παντὸς λόγου τῶν φιλοσόφων ζητεῖται ὀκτὼ κεφάλαια, des. ἐκ τούτων εἰς ποῖον μέρος ἀνάγεται ἡ διδασκαλία τοῦ φιλοσόφου. τέλος τῶν ζητουμένων ὀκτὼ κεφαλαίων.
  • (ff. 214V, 1639) Ammonios, In Porphyrii Isagogen comm. (CAG IV 3) mit einigen Marginalien und Schemata.
  • (f. 15V) Schemata ( τὰ ὄντα). (ff. 3940) Schemata ( φωναί, κατηγορούμενον).
  • (ff. 4045V) Porphyrios, Isagoge (CAG IV 1), mit Marginalien und Schemata.
  • (f. 46) Schemata und Diaireseis.
  • (ff. 4657V) Cat., mit einigen Marginalien (Lemmata), Schemata und wenigen Interlinearien.
  • (ff. 57V89V) Ammonios, In Cat. comm. (CAG IV 4), des. ἵνα ἦ μὲν τὸ τετράγωνον τοῦτο (vgl. Apparat zu S. 106, 1–7).
  • (f. 89V) Diagramme und Schemata.
  • (ff. 9096V) Int., mit einigen Scholien, die zum Teil Exzerpte aus Ammonios, In Int. comm. (CAG IV 5) darstellen (z. B. f. 90 ziemlich oben = S. 20, 1–2).
  • Leer

    ff. 7V (ohne Textauslassung), 15.

Physische Beschaffenheit

Beschreibstoff

Bombyzin (?)

Anmerkungen zum Beschreibstoff

Der Abstand für 20 Ripplinien beträgt mm 39, was nach J. Irigoin, in: Script. 4, 1950, S. 196–198 zum westlichen Papier paßt und beim orientalischen Papier nur für das größte Blattformat bezeugt ist. Die Ripplinien verlaufen mitunter schräg. Kettlinien kaum zu erkennen.

Format

185 × 142 (außer ff. 3449: mm 175 × 142)

Folienzahl

ff. I, 96, II'

Foliierung

Maßgeblich die Stempel-Zahlung unten rechts; eine ältere Foliierung oben rechts (Tinte) berücksichtigt das zusätzliche f. 15 nicht und bleibt also fortan um eine Ziffer zurück.

Lagen

1 × 8 (8), 1 × 8 -1 (17, f. 15 nachträglich an f. 14 angeklebt), 10 × 8 (96, I').

Griechische Kustoden

Griechische Kustoden vom Kopisten auf dem ersten Recto unten Mitte: α (f. 1)–ιβ (f. 90); α und β auch auf dem letzten Verso unten Mitte. Außerdem eine Lagensignierung von jüngerer Hand mit lateinischen Buchstaben und zusätzlicher Bifolienzählung (zum Teil abgeschnitten): 〈a1〉 (f. 1), bl (f. 9)–n4 (f. 93).

Anzahl der Linien

Lin. ungefähr 30

Liniierung

Einfacher Außenrahmen.

Kopist

Eine kompendiöse, vielleicht italogriechische Hand, schwer datierbar. Die Schemata f. 15V (dieses Bl. zusätzlich eingefügt und kleiner im Format) sowie verschiedene Marginalien, z. B. ff. 1V, 2V etc., stammen von einer ähnlichen, aber vielleicht doch jüngeren Hand.

Ab f. 39 Zierwerk in Karminrot.

Einband

Pergament über Pappe; hohler Rücken, darauf ursprünglich ein Kurztitel, heute nicht mehr zu erkennen. Wasserzeichen f. II': Horn im Kreis, Br. und Hea. ohne Beleg.

Erhaltungszustand

f. 39 lädiert mit Textverlust.

Geschichte

Datierung

13. Jh.

Provenienz

Bisweilen (Rand-)Notizen einer Hand wohl des 15. Jh. 1. H., z. B. f. 1, 2, 48V.

Ältere Signatur: K. I. 17.

Bibliographie

Kat.

  • G. Vitelli, S. 171 (14. Jh.) .

Text.

  • Th. Waitz, ed. Organon, I, 1844, S. 11.

Quelle

  • Aristoteles Graecus, S. 360–362 (Harlfinger, Autopsie Juli 1970).