Commentaria in Aristotelem Graeca et Byzantina

Vorstufe

Beschreibung Alex. 087

Nachweis: Ägypten, Alexandrien, Βιβλιοθήκη τοῦ Πατριαρχείου, Alex. 087
Datierung:

15. Jh. 2. H. (1484/1485)

Beschreibstoff: Papier
Format: 290 × 200 mm
Folienzahl: ff. 333

Inhalt

Physische Beschaffenheit

Beschreibstoff

Papier

Format

290 × 200 mm

Folienzahl

ff. 333

Lagen

Meist Quaternionen und Quinionen, soweit aus vorhandenem Film und Lagenzählung ersichtlich: 7 × 8 (257), dann vermutlich 3 × 8 und 1 × 10 (91, Reihenfolge unsicher), 1 × 8 (99), 5 × 10 (149), wahrscheinlich 1 × 8 und 1 × 10 (167, Reihenfolge unsicher), 1 × 10 (177), 1 × 8–1 (184), 1 × 10 (194), danach unsicher bis f. 239, 6 × 10 (299), 1 × 12 (311), 2 × 8 (327), 1 × 6 (333).

Griechische Kustoden

Griechische Kustoden auf dem 1. Recto unten Mitte, festgestellt von f. 2 (α) bis 58 (η), 92 (ιβ) bis 150 (ιη), 168 (κ) bis 178(κα). Neueinsatz ab f. 185 〈α〉, 195 (β), jedoch folgende Kustoden offenbar abgeschnitten, erst wieder ab f. 240 (ϛ, Rest) durchgehend bis f. 328 (ιε).

Anzahl der Linien

Lin. 20–21 (Grundtext)

Kopist

Andronikos Alethinos, der auch die Mosquenses Mosq. 6, Mosq. 8, Mosq. 239 geschrieben hat, die mit dem Alexandrinus zu einer „Ausgabe‟ des Aristoteles gehörten (Harlfinger).

Der Schreiber der Ausgabe ist Manuel Korinthios (D. Harlfinger bei A. Escobar, Die Textgeschichte der Aristotelischen Schrift Peri enypnion, Diss. Freie Universität Berlin 1990, S. 45). Auf f. 243V244 hat ein Kopist aus dem Umfeld Manuels den Hauptext geschrieben.

Titel und einige Initialen in Rot. f. 184 am Schluß der Meteorologie: εἴληφε τέλος τῇ κη τοῦ αὐγ(ού)στ(ου) τῆς β ἰνδ. τρεχούσης. γέγραπται ἐν ἡμέραις ιβ. f. 184 am Schluß des Metochiteskommentars: εἴληφε τέλος τῇ ιδʹ τοῦ νοεμβρίου ἐν ἑσπέρᾳ: + ἰνδ.γ. Für die 2. Hälfte des 15. Jh., auf die ebenso die Wasserzeichen der handgleichen Mosquenses (cf. dort) und der Vermerk f. 333V (cf. unten) weisen, kommen als 2. und 3. Jahr der Indiktion 1454/55, 1469/70 oder 1484/85 in Frage. (1484/1485; vgl. Förstel 1999)

Einband

Abgenutzter Ledereinband.

Geschichte

Datierung

15. Jh. 2. H. (1484/1485)

Entstehung

Kodex Mosq. 239 gehört ursprünglich mit dem Alexandrinus zusammen; er enthält den Text von Phys., ab Buch III mit Paraphrase des Th. Metochites.

Provenienz

Konstantinopel. Auf f. 333V in der rechten unteren Ecke der Vermerk: + αἰωνία σου ἡ μνήμη σοφώτατε κὺρ Μανουὴλ μέγα ῥήτορ τῆς καθολικῆς τοῦ θεοῦ ᾳγιωτάτης ἐκκλησίας καὶ ἐμὸς ἅγιε διδάσκαλε, μνησθείη κ(ύριο)ς ὁ θεὸς τῶν πολλῶν σου τῆς ἀρετῆς ἱδρώτων. Manuel aus Korinth war Lehrer an der patriarchischen Akademie in Konstantinopel um die Mitte des 15. Jh., Sekretär im Patriarchat 1484–1487 und ἀρχιδιδάσκαλος um die Wende vom 15. zum 16. Jh. (Μεγάλη Ἑλληνικὴ Ἐγκυκλοποαδεία 10, 1931, S. 625). Ältere Signaturen: 26. 606. 76.

Reproduktionen und Digitalisate

  • Digitalisat im Aristoteles-Archiv der Freien Universität Berlin vorhanden.

Bibliographie

Kat.

  • Th. D. Moschonas, S. 65–66.
  • Wartelle, Nr. 2.

Kod.

  • D. Harlfinger, Textgeschichte Lin., S. 56, 418.

Text.

  • Das Ms. ist in den meisten Editionen und Textgeschichten nicht aufgeführt; kurz erwähnt bei:
  • P. Moraux, ed. Cael., 1965, S. CLXXXIII.
  • P. Louis, ed. Inc. An., Mot. An., 1973, S. 7, 48.
  • Boureau 2018, 115 (Teil-Stemma von Cael.: gemeinsame Vorlage λ von Alex. 87 und Cant. Add. 1732 geht aus dem kontaminierten Stamm ι hervor).

Weitere Sekundärliteratur

  • Chr. Förstel, Manuel le Rhéteur et Origène: Note sur deux manuscrits Parisiens, Revue des études Byzantines 57, 1999, 245–254 (unabhängige Identifikation des Kopisten, Datierung der Handschriftengruppe).

Quelle

  • Aristoteles Graecus, S. 1–2, 463 (Wiesner, nach Katalog und lückenhaftem Mikrofilm; Wiesner, Ergänzungen).
  • CAGB (Ergänzungen)