Commentaria in Aristotelem Graeca et Byzantina

Vorstufe

Beschreibung Lips. Rep. I 68a

Nachweis: Deutschland, Leipzig, Universitätsbibliothek, Lips. Rep. I 68a (Naumann 7)
Datierung:

15. Jh. M. (ff. 130V), 15. Jh. 2. H. (ff. 3154V)

Beschreibstoff: Papier
Format: 280 × 210 mm
Folienzahl: ff. 54

Inhalt

  • (ff. 130V) 〈Anal. Pr.〉 ab I 27, 43 b 27 ἴδια ληπτέον bis II 16, 65 a 37 κατὰ δόξαν, mit Interlinearglossen, Schemata und Randkommentar, inc. Ὅσα τῷ εἴδει ἴδια παρὰ τὸ γένος οἷον τὸ γελαστικόν, des. παρὰ τοῦτο συμβαίνει ἀδυνάτου τινὸς ὄντος.
  • (ff. 3154V) 〈Ioannes Philoponos, In Anal. Pr. comm.〉 ab …] διάνοια καὶ τὰς ἀρχάς (CAG XIII 2, S. 2, 33) bis παντὶ εἶναι καὶ τῆς ενδέχεται [… (S. 52, 6–7). Der fortlaufende Text ergibt sich bei Lesung in der Blattfolge (vgl. oben unter Lagen): ff. 31, 33, 35, 37, 38, 36, 34, 32, 39, 41, 43, 45, 46, 44, 42, 40, 47, 49, 51, 53, 54, 52, 50, 48.

Physische Beschaffenheit

Beschreibstoff

Papier

Wasserzeichen

  • ff. 130: Schere, ähnlich Br. 3666 (Perpignan 1448, mit Varianten 1445–1448).
  • ff. 3154: Anker im Kreis, entfernt ähnlich Br. 461 (Damme 1476–1478, Venedig 1477) und Waage in Vierpaß, ähnlich Br. 2471 (Lucca 1482, mit Varianten Italien, Österreich 1486–1518).

Format

280 × 210 mm

Folienzahl

ff. 54

Lagen

3 × 10 (30), 3 × 8 (54). Für ff. 3154 sind die Originallagen nicht mehr vorhanden, die Einzelblätter an Falze gehängt.

Griechische Kustoden

Mehrere Lagensignierungen:

1) ff. 130: (a) Zwei griech. Zählungen auf dem 1. Recto unten Mitte mit roter Tinte von f. 1 〈ιϛ〉, f. 11 (ιζ) bis f. 21 (ιη) bzw. unten rechts mit schwarzer Tinte von f. 1 (κβ) bis f. 21 (κδ). Entsprechend auf dem letzten Verso unten Mitte auf f. 10V ιϛ (von den folgenden Zeichen ist ff. 20V, 30V nur noch das über den Zahlzeichen stehende –ον erhalten, der Rest abgeschnitten) bzw. unten links von f. 10V (κβ) bis f. 30V (κδ). (b) Eine Zählung mit westlichen Ziffern auf dem 1. Recto unten Mitte von f. 1 (16) bis f. 21 (18).

(2) ff. 3154: auf dem 1. Recto unten rechts von f. 31 〈α〉, f. 39 (β) bis f. 47 (γ), vom Kopisten.

Anzahl der Linien

Lin. 25 (ff. 130), 32–33 (ff. 3154)

Kopist

A. ff. 130V: 〈Theodoros Agallianos〉 (Harlfinger). Interlinearglossen und Marginalien (Schemata etc., jedoch nicht der Randkommentar) in verblaßtem Rot.

B. ff. 3154V: Demetrios Moschos.

Die beiden Teile der heutigen Hs. sind Fragmente aus größerem Zusammenhang und in Papier, Liniierungssystem, Schriftspiegel etc. verschieden.

Ergänzungen zum Textbestand

Zu Philoponos wenige Marginalien und Schemata vom Kopisten.

Einband

Pappband mit Pergamentüberzug.

Geschichte

Datierung

15. Jh. M. (ff. 130V), 15. Jh. 2. H. (ff. 3154V)

Provenienz

Ein großer Teil der Hs., zu der ursprünglich der erste Teil des Lipsiensis (ff. 130) gehörte, befindet sich heute in Paris, Bibl. Nat., gr. 1919. Die ff. 124163V des Parisinus stammen vom selben Kopisten: dabei enthält der Quinio ff. 124133V (Lage κα) Anal. Pr. 37 b 29 ὁμοίως – 43 b 27 ἕκαστον, also den dem Lips. ff. 130 (Lagen κβ–κδ, Anal. Pr. 43 b 27–65 a 37) voraufgehenden Text; die Lagen κε bis κζ sind offenbar verloren, mit κη setzt wieder Par. 1919 auf f. 134 ein (ab καὶ ἐπιστήμη Anal. Pr. 76 a 18). Wie der Lipsiensis weist auch der Parisinus z. T. die doppelte griech. Lagenzählung auf: Die Lagenzeichen unten rechts (recto) bzw. links (verso) κα, κβ etc. stammen von der Hand, die im Par. 1919 die ff. 51123V geschrieben hat (zum einzelnen vgl. die Pariser Beschreibung), die roten Kustoden unten Mitte (dem Lips. ff. 10V ιϛ, 11 ιζ, 21 ιη geht im Par. 1919, f. 124 ιε vorauf) stammen von Agallianos.

Da die Teile, die den Parisinus 1919 ausmachen, aus der Bibliothek von Kardinal Ridolfi stammen (vgl. die Inventarnummern von Devaris bei H. Omont, Mss. Ridolfi, S. 314 unter Nr. 15 und S. 318 unter Nr. 85), dürfte an dieselbe Provenienz für ff. 130 des Lipsiensis zu denken sein. Der Weg des Fragments in die Leipziger Stadtbibliothek ist im einzelnen unbekannt.

Bibliographie

Kat.

  • Aem. G. R. Naumann, Catalogus librorum mss. qui in Bibl. Senatoria civitatis Lipsiensis asservantur, Grimma 1838, S. 4–5.

Kod.

  • D. Harlfinger, Textgeschichte Lin., S. 408.
  • J. Wiesner–U. Victor, Griech. Schreiber, S. 60.

Text.

  • W. D. Ross, ed. Anal., 1949, S. 93 (nur erwähnt) ).

Quelle

  • Aristoteles Graecus, S. 412–413 (Wiesner, Autopsie August 1966).