Commentaria in Aristotelem Graeca et Byzantina

Vorstufe

Beschreibung Lond. Add. 23927

Nachweis: Vereinigtes Königreich, London, British Library, Additional Mss., Lond. Add. 23927
Datierung:

14. Jh. E.

Beschreibstoff: Bombyzin
Format: 258 × 166 mm
Folienzahl: ff. 102

Inhalt

  • (ff. 2101) Probl. I (Kap. 30 sqq. unter dem Titel: Ὅσα βοηθηματικὰ πρὸς ἴασιν, vgl. Bekker S. 863 a 5, app. cr.). II 1–38. 40–42. III 1–18. 21. 23–25. 28–29. 31–32. 34–35. IV vollständig. V 1–22. 24–36. 38–42. VI 1–7. Nach 886 a 21: Διὰ τί αἱ καθέδραι bis ἠρεμοῦντες (vgl. Bekker, app. cr.). VII 1–4. 6–8. 5. 9. VIII 1–6. 9. 7. 10–17. 8. 18–22. IX 1–6. 8–14. X 1–28. 31–63. 65. 64. 66–67. XI 1–3. 5–43. 45–47. 49. 52. 55–60. 62. XII 1–8. 10. 12–13. XIII 1–11 (12 fehlt). XIV 1–8. 9 bis 909 b 26 οἰκοῦντες. 10, 909 b 34 ἢ ὅτι – b 36 φθορά. 9, 909 b 26 ἢ διὰ τὸ – b 33 θερμόν. 11–15 (16 fehlt). XV (Kap. 5 sqq. laufen als Buch ιϛ unter dem Titel περὶ τὰ οὐράνια). XVI (in der Hs.: ιζ usw.) – XVIII vollständig. XIX 1–39. 41–44. 47–50. XX 1–27. 29–36. XXI 1–22. 24–26. XXII–XXIII vollständig. XXIV 1–14. 16–19. XXV vollständig. XXVI 1–3. 6–8. 4–5. 9–10. 11 ab 941 a 32 ὅτι καὶ τῆς. 12–28. 30–31. 35, 944 a 31 bis πνεῖ, dann 33, 944 a 10 πρωὶ δὲ οὔ. 35, 944 a 31 ἢ ἅπαντα bis a 35 ἀφικνεῖται. 33, 944 a 11 αἴτιος bis a 24 καλεῖται. 35, 944 a 36 καὶ ὁ βορέας bis b 3 ἀντικρύ. 36. 34. 37–40. 42–44. 46–54. 56–62. XXVII 1–6. 8–11. XXVIII 1–4. 5 bis 949 b 30 ζῶμεν. 7–8. XXIX 1–5. 7–14. 16. XXX 1–8. 10, 956 b 11–12 εἰσιν. 9, 956 b 7–10. 11–14. XXXI 1–12. 14. 16–25. 26 bis 960 a 10 διαστρέφεται. 27 ab 960 a 13 πότερον. 28–29. XXXII 1–11. 13. XXXIII 1–7. 9–18. XXXIV–XXXVII vollständig. XXXVIII 1–8. 9 teilweise (967 a 13 ἢ ὅτι bis a 16 γίνεται fehlt). 10 (11 fehlt).
  • Leer

    ff. 1V, 101V, 102V.

  • Textgeschichtliches

    Im Probl.-Text zweifellos der gleichen Textgruppe wie der Lamb. 1204 zugehörig. In Kapitelfolge, Textumstellungen und -auslassungen bestehen enge Berührungen, nur gelegentlich ist unsere Hs. vollständiger: in Probl. XIV ist Kap. 13 vorhanden, das im Lamb. fehlt; auch die großen Fenster in XV 3, wo der Lamb. auf ein schadhaftes Exemplar zurückgeht, weist Add. 23927 nicht auf.

Physische Beschaffenheit

Beschreibstoff

Bombyzin

Format

258 × 166 mm

Folienzahl

ff. 102

Lagen

4 × 8 (32), 1 × 6 (38), 8 × 8 (102).

Griechische Kustoden

Griechische Kustoden auf dem 1. Recto unten Mitte oder (ab f. 17) unten rechts von f. 1 〈α〉, f. 9 (β) bis f. 95 (ιγ) und auf dem letzten Verso unten links (nur f. 8V) oder unten rechts (ab f. 16V), nur noch teilweise vorhanden (ff. 38V, 46V, 54V ?, 86V ?, zuletzt f. 94V: ιβ). Mit dunklerer Tinte als der Text, nicht vom Kopisten.

Lagensignierung

Eine zweite, nur noch sporadisch erhaltene (f. 17: γ, f. 39: ϛ, f. 63: θ) Lagenzählung auf dem 1. Recto oben rechts, vom Kopisten.

Anzahl der Linien

Lin. 26–41, meist um 30–34

Liniierung

In dem weichen Bombyzin nicht mehr feststellbar. Wegen der stark variierenden Zeilenzahl war wohl nur begrenzender Schriftrahmen vorhanden.

Kopist

Der Haupttext von einer Hand. Einige Marginal- und Interlinearkorrekturen von 〈Demetrios Chalkondyles〉 (ff. 2V, 3V, 9 usw.) und einer weiteren späteren Hand (z. B. auf f. 41, lin. 21, 25, 31).

Nur auf ff. 27V rote Tinte für Titel, Schmuckleiste, Initialen und Paragraphenzählung; auch im Text sind zahlreiche Buchstaben mit Rot nachgezogen oder ausgefüllt, was auf einen süditalienischen Kopisten weist.

Ergänzungen zum Textbestand

Marginale Paragraphenzählung vom Kopisten.

Einige Varianten und gelegentliche Textergänzungen (X 31, 894 a 23 ἀλλ᾿ – a 25 περίττωσιν. XXX 9, 956 b 6 und 10, 956 b 12 ἢ ὅτι – 15) von Chalkondyles (vgl. unten Kopisten). Nachtrag der fehlenden Buchtitel zu Probl. II, III, IV von einer Hand des 17. Jh.

Einband

Alter restaurierter Einband: Holzdeckel mit Überzug von braunem Leder; der hohle, glatte, gerundete Rücken ist modern. Größe des Deckels entspricht der Größe des Buchblocks. Das Kapital überragt den Buchblock, ist aber nicht breiter als der Rücken. An den Längsseiten des Vorderdeckels Reste von zwei Schließen, am Hinterdeckel entsprechend Reste von Lederbändern. Kanten der Holzdeckel glatt. In Blindprägung auf dem Vorderdeckel vier konzentrische Rechtecke, durch jeweils vier Fileten getrennt. Das Zentralrechteck wird durch zwei Waagerechte in – von oben nach unten – drei Felder geteilt: das oberste und unterste Feld nehmen jeweils zwei Quadrate mit der Darstellung eines rückwärtsblickenden Lamms mit Fahne ein; das mittlere Feld enthält in karoförmiger Anordnung kleine Vierecke mit Tier- und Pflanzendarstellungen. In den zwei an das Zentralfeld anschließenden Rechteckstreifen Rankenmuster; der äußerste Streifen ist leer. In allen Ecken der Rechtecke und Quadrate Kreisstempel. Ähnlich die Prägung des Hinterdeckels: drei konzentrische Rechtecke, wieder durch je 4 Fileten getrennt. Das Zentralfeld wird hier durch die Diagonalen und dazu parallele Linien in 12 Dreiecke und Karos geteilt, die kleine Vierecke mit denselben Stempeln wie auf dem Vorderdeckel enthalten. Im Zentrum des Zentralfeldes ein Quadrat mit dem Lamm mit Fahne. Im Vorsatz je drei moderne fliegende Blätter.

Erhaltungszustand

Die Anfangs- und besonders die Schlußblätter waren an den Rändern zerfetzt und sind mit gelblichem Papier verklebt.

Geschichte

Datierung

14. Jh. E.

Provenienz

Vorbesitzervermerke. Auf f. 102 (altes Bl. auf neuerem Papier aufgeklebt): δημητρίου χαλκονδούλου πρᾶγμα/ἐλλογιμωτάτου ἀνδρός. Auf f. 1: Ottavio Papi. Darunter: Aristotelis Problemata.

Auf dem dritten fliegenden Blatt vorn Kaufvermerk des British Museum von Sir Frederic Madden (Keeper of Manuscripts 1837–1866): „Purchased of the Victe de Keridon (through M. Loysel) 25 July 1860‟.

Sonstige Vermerke: auf f. 101 nach Textschluß vom Kopisten zwei Angaben zur Blattzahl, die linke nach mehrfacher Korrektur mit der rechten gleichlautend ση φύλλα ρδ. Die Zahl von 104 ff. schließt offenbar alte, heute nicht mehr vorhandene Vorsatzblätter ein.

Bibliographie

Kat.

  • Catalogue of Additions to the Mss. in the British Museum in the years MDCCCLIV–MDCCCLX, London 1875, Nachdr. 1965, S. 918.
  • M. Richard, Inventaire Brit. Mus., S. 43.
  • Wartelle, Nr. 852.

Kod.

  • E. M. Thompson, Cat. Class. Mss., in: Class. Rev. 3, 1889, S. 440 Nr. 117 („Late XIV cent.‟) . J. Wiesner–U. Victor, Griech. Schreiber, S. 64.

Text.

  • G. Marenghi, Trad. Probl., S. 49 („nulla di nuovo dicono per la costituzione del testo, perché copie tarde, il London. gr. 23927, cartaceo, del sec. XVI …‟) .

Quelle

  • Aristoteles Graecus, S. 456-458 (Wiesner, Autopsie Dezember 1966).