Commentaria in Aristotelem Graeca et Byzantina

Vorstufe

Beschreibung Lond. Burn. 100

Nachweis: Vereinigtes Königreich, London, British Library, Burney Mss., Lond. Burn. 100
Datierung:

15. Jh. 1. H.

Beschreibstoff: Papier (außer f. 1: Pergament)
Format: 282 × 204 mm
Folienzahl: ff. 307 ( 307 a–c)

Inhalt

  • Organon:
  • (ff. 213 = pp. 1–24) Porphyrios, Isagoge.
  • (ff. 13V32V = pp. 24–62) Cat.
  • (ff. 32V43 = pp. 62–83) Int.
  • (ff. 43V117 = pp. 84–229) Anal. Pr.
  • (ff. 117168 = pp. 229–331) Anal. Post.
  • (ff. 168275 = pp. 331–543) Top.
  • (ff. 275307 = pp. 543–607) Soph. El., bricht ab mit 33, 183 a 31–32 τοιοῦτοι λόγοι.
  • Randschemata und -lemmata vom Kopisten; mehrfach Textergänzungen von anderer Hand (z. B. ff. 14V, 34, 40).
  • Leer

    ff. 307V, 307 a–cv.

Physische Beschaffenheit

Beschreibstoff

Papier (außer f. 1: Pergament)

Wasserzeichen

  • ff. 1307 c: Dreiberg mit Kreuz, ähnlich Br. 11689 (Florenz 1411–1421, mit Varianten Braunschweig 1412, Pisa 1416).

Format

282 × 204 mm

Folienzahl

ff. 307 ( 307 a–c)

Foliierung

Ältere, jetzt gestrichene Paginierung, jüngere Foliierung.

Da die Angaben im Katalog von Forshall (vgl. Bibliographie) nach der fehlerhaften Paginierung erfolgen, wobei überdies die Seiten als ff. ausgegeben sind, werden unten beide Zählungen aufgeführt. Diskrepanzen: Das Pergamentfolium am Beginn des Kodex, in der Paginierung nicht berücksichtigt, wird als f. 1 in die Foliierung einbezogen, so daß f. 2 = p. 1 entspricht. Eine Differenz zwischen Foliierung und Paginierung entsteht dadurch, daß nach f. 110V (= p. 218) f. 111 ohne Seitenzählung folgt; f. 112 also = p. 219. Ferner sind pp. 473–474 doppelt gezählt: sowohl auf f. 239 wie auf f. 240 erscheint oben rechts: „473‟. Am Schluß der Hs. erfaßt die Paginierung noch die drei Leerblätter nach f. 307 (= pp. 607–608) und endet daher mit „614‟.

Lagen

30 × 10 (2301), 1 × 10 -1 (307, 307 a–c; Bindung nach f. 306).

Griechische Kustoden

Griechische Kustoden auf dem letzten Verso unten rechts von f. 11V (α) bis f. 301V (λ), vom Kopisten.

Anzahl der Linien

Lin. 26

Kopist

Demetrios Kykandyles. Die Art der Lagensignierung auf dem letzten Verso unten rechts wie in anderen Hss. desselben Kopisten (Tub. Mb 15 (Rhet.), Vind. Phil. 75 (Phys., An., Cael., Gener. Corr., Mete., Mem., Long.)).

Die Traktat- und Kapiteltitel sowie Initialen in Rot.

Einband

Museumseinband aus braunem Ganzleder. Hohler runder Rücken mit fünf erhabenen echten Bünden. Farbschnitt. Auf den Deckeln in Goldprägung die Aufschrift „Codex Burneianus‟ mit rahmender Ranke, die über dem Titel in einer Halbrosette endet. Vor f. 1 und nach p. 614 jeweils vier moderne fliegende Blätter.

Geschichte

Datierung

15. Jh. 1. H.

Provenienz

Die Identifizierung des Kopisten erhärtet die Annahme von Thompson (vgl. Bibliographie: Kod.), daß die Hs. wahrscheinlich in Italien geschrieben sei. Auf f. 1 oben mit schwarzer Tinte „Poggj Florentini opera‟ (in Rasur), dahinter von anderer Hand mit brauner Tinte „Praefatio in Phylosophia‟. Darunter 5 Zeilen (von derselben Hand?) in rotbrauner Tinte mit Angaben zur Vita von Aristoteles und Poggio: „Aristoteles Staghita Philosophus Peripateticorum | Princeps ortus ante Christum an. 384: vixit an. 63. | Jo. Franciscus Poggius natus in Pago Terrae novae Territorii | Aretini, Graecae et Latinae linguae peritus, Philosophus, | et Rhetor. obiit an. 1459‟ (die Angaben zu den beiden letzten Zeilen mit Vorbehalt, da die Schrift teilweise stark verblichen ist). Der erstgenannte Opera-Eintrag läßt offen, ob das Pergamentblatt ursprünglich zu einem anderen Poggio-Kodex gehörte oder unser Ms. neben Aristoteles auch Werke dieses Humanisten enthielt; auf die letzte Annahme könnte der Umstand weisen, daß Vitenangaben zu beiden Autoren erfolgen.

Auf dem unteren Teil von f. 1 lat. Pinax („Isagoge Porphyrj‟, darunter von jüngerer Hand die Traktattitel des Aristoteles). Auf f. 1V oben nur: „22‟.

Vorbesitzer: Reverend Charles Burney (1757–1817), mit dessen Sammlung die Hs. 1818 in das British Museum gelangte (vgl. oben die bibliotheksgeschichtliche Notiz, S. 422).

Reproduktionen und Digitalisate

Bibliographie

Kat.

  • J. Forshall, Catalogue of Manuscripts in the British Museum, New Series, Vol. I, Part II, London 1840, S. 43.

Kod.

  • E. M. Thompson, Cat. Class. Mss., in: Class. Rev. 3, 1889, S. 441 Nr. 120.
  • D. Harlfinger, Textgeschichte Lin., S. 413.
  • J. Wiesner–U. Victor, Griech. Schreiber, S. 58.

Quelle

  • Aristoteles Graecus, S. 423-424 (Wiesner, Autopsie Dezember 1966).