Commentaria in Aristotelem Graeca et Byzantina

Vorstufe

Beschreibung Matr. 4632

Nachweis: Spanien, Madrid, Biblioteca Nacional, Matr. 4632 (N 111)
Datierung:

J. 1462 (außer ff. 310V, 6673V: etwas später)

Beschreibstoff: Papier
Format: 198 × 145 mm
Folienzahl: ff. IV, 73, IV'

Inhalt

  • (ff. 3) Aufzählung von Gesetzgebern, von Romulus bis Leo dem Weisen: περὶ νόμων, inc. ἐν τῷ δψη ἒτει ἀπ’ ἀρχῆς κόσμου ῥωμύλος ἐβασίλευε ῥώμης, des. αὐτὸς ρκ νεαρὰς προσθείς.
  • (f. 3V) 〈Ps.-Kodinos, De officiis〉, Auszug, inc. περὶ τῆς τάξεως τῶν ἀξιωμάτων καὶ ὀφφικίων οἱ τοῦ βαλιλέως ὑιοί, des. λογαριαστῆς τῆς αὐλῆς· καὶ ἄλλ’ ἄττα (PG 157, Sp. 29A–33A; ed. J. Verpeaux, Paris 1966, S. 133,1-139, 9
  • (ff. 410V) Konstantinos Laskaris, Prolegomena zur Rhetorik : εἰς τὰ προλεγόμενα τῆς ῥητορικῆς ἐκ διαφόρων, inc. οἱ τῆς ῥητορικῆς τέχνης ἐξηγηταί, des. τῶν ἀνεγνωσμένων ἐπαϊόντων. ἔρρωσθε οἱ ἀναγινώσκοντες καὶ μέμνησθε (derselbe Text auch in dem vom Laskaris-Schüler 〈Andreas Donos〉 geschriebenen Ox. Bar. 51, ff. 1 sqq.)
  • (f. 1165V) Rhet. Al. ## [zu Marginalien und Korrekturen] ##
  • (ff. 6673V) Trophonios, Prolegomena zur Rhetorik (ed. aus unserer Hs. J. Iriarte, S. 442–445; ed. H. Rabe, Rhetores Gr., XIV, Leipzig 1931, S. 1-14)

Physische Beschaffenheit

Beschreibstoff

Papier

Wasserzeichen

  • ff. 2., 410, 7173, I'IV'V, Spiegel': Leopard, ähnlich Br. 7894 (Treviglio 1466, mit Varianten Cassano 1466), vgl. Monneret de Villard 328 (Mailand 1461).
  • f. 3 (etwas breiter im Format): Pfeilspitze, wohl Teilstück eines Bogens mit Pfeil (vor allem 14. Jh. E.–15. Jh. A. belegt).
  • ff. 1170: Siebenblättrige Blumen, Typ Br. ##; vgl. Monneret de Villard 257 (Mailand 1462).

Format

198 × 145 mm

Folienzahl

ff. IV, 73, IV'

Lagen

1 × 8 + 1 (210; f. 3 als Fremdkörper eingeklebt), 6 × 10 (70), 1 × 8 (7173, I'IV'V, Spiegel').

Reklamanten

Reklamanten vom Kopisten auf dem letzten Verso unten rechts.

Anzahl der Linien

Lin. 21–24

Kopist

Konstantinos Laskaris. Die Alexander-Rhetorik ist 1462 in Mailand geschrieben; die Texte am Anfang und am Ende des Ms. stammen aus etwas späterer Zeit, wobei freigebliebene Lagenpartien (ff. 65V70V) und neue Beschreibteile (ff. 71 sqq. und ff. 2 sqq., wovon f. 3 ein um Jahrzente älteres Restblatt ist) verwendet wurden. Subskription f. 65 (in Rot): τέλος τῆς πρὸς ἀλέξανδρον ἀριστοτέλους ῥητορικῆς: - / (Tintenwechsel:) ἣν κωνσταντῖνος ὁ λάσκαρις ἐν μεδιολάνῳ ἐξέγραψε χρῷμενος: / (Tintenwechsel:) ἔτει ͵αυξβ.

Titel, Initialien und ein Teil der Marginalien in Rot. ff. 11 und 14 mit besonderem Aufwand mehrfarbig illuminiert: Zierinitialen mit Blatt- und Blütenwerk in Grün, Rot, Blau, Weiß, Schwarz, Gelb und Gold; Titel in Auszeichnungsmajuskel.

Einband

Der übliche Einband der Bibliothek des Ducque de Uceda. Vorsatz: 2 × 1 (III), 1 × 2 (1). Wz.: ff. III/I V: Taube im Kreis mit Buchstaben A und N, Br. und H. ohne Beleg (= WZ. im Matr. 4574).

Geschichte

Datierung

J. 1462 (außer ff. 310V, 6673V: etwas später)

Provenienz

Gelangte aus dem Besitz des Konstantinos Laskaris auf dem bekannten Weg (vgl. oben S. ##) in die Biblioteca Nacional zu Madrid.

Spiegel: 9–2 (gestrichen); f. III: Frontispiz von Uceda; f. I V: lateinischer Index von Iriarte f. 1: Frontispiz von ##: Aristotelis / Rhetorica; f. 2 von der Hand des Juan Mendoza Pacheco: Rectorica Aristotelis, darunter seine Initialien JM.P.

Bibliographie

Kat.

  • J. Iriarte, S. 441–445.

Kod.

  • V.–G., S. 243.
  • J. M. Fernández Pomar, S. 227 mit Anm. 5
  • J. M. Fernández Pomar (1976), S. 500 Nr. 62.

Text.

  • M. Fuhrmann, Textgeschichte Rhet. Al. (S. 11: zum ersten Mal vollständig verglichen. 16: Sigel H. 79–81: 0 [= Ottob. 178] ist eine Abschrift unseres Ms., und zwar von dessen nach F2 [= korrigierte Fassung des Laur. 60, 18] korrigierter Fassung. Auch Angel. 2 ist ein Apographon der korrigierten Fassung unseres Ms. 84–89: gehört, wie auch F [Laur. 60, 18], C [= Par. 2039], U [= Utin. 3] und P [= Vat. 1580] zur Familie a. In seinem unkorrigierten Zustand ist unser Ms. eng verwandt mit P; beide gehen auf eine verschollene Vorlage ξ zurück, deren Konjekturen sie übernehmen. Laskaris beseitigt Schreibversehen und echte oder vermeintliche Fehler der Vorlage durch Vergleich mit F in seiner endgültigen, korrigierten Fassung. Nachdem o und Angel. 2 bereits abgeschrieben waren, wurde unser Ms. noch von einer fremden Hand korrigiert) .
  • ed. M. Fuhrmann, Leipzig 1966 (S. IX: Sigel H. XXI–XXVII: wie oben) .
  • De Andres, Catálogo de Uceda, S. 22 Nr. 62
  • Laskaris

    • H. Rabe, Rhetores Gr., XIV, Leipzig 1931, S. XXXVIII (für seine eigenen, in unserem Ms. erhaltenen Prolegomena benutzt Laskaris die S. 18–43 edierten anonymen Prolegomena) .

    Trophonios

    • Chr. Walz, Rhetores Gr., II, Stuttgart 1835, S. V (der von Iriarte, Catal., S. 442–445 herausgegebene Trophonios-Text begegnet auch in den Par. 2916, 2984, 2985 und in den Ambr. B 100 und B 101 ) , 83–118 (Edition mit Angabe von Lesarten unseres Ms., wohl nach Iriarte) .
    • H. Rabe, Aus Rhetoren-Hss., in: Rh. Mus 62, 1907, S. 581 Anm. 2 (verweist auf Walz, Rhet. Gr., II, der den Text nach unserem Ms. herausgegeben hat) .
    • H. Rabe, Rhetores Gr. XIV, S. XXIII (gehört zur zweiten Klasse) .

Quelle

  • Harlfinger, Autopsie März 1967
  • Moraux