Commentaria in Aristotelem Graeca et Byzantina

Vorstufe

Beschreibung Ambr. A 62 sup.

Nachweis: Italien, Mailand, Biblioteca Ambrosiana, Ambr. A 062 sup. (10 Martini–Bassi)
Datierung:

um J. 1500

Beschreibstoff: Papier
Format: 212 × 140 mm
Folienzahl: ff. III, 165, II'

Inhalt

  • (ff. 1129V) EN.
  • (ff. 132165) Albinos, Didaskalikos (Titel im Ms. Ἀλκινόου διδασκαλικὸς τῶν Πάτωνος (sic) δογμάτων).
  • Leer

    ff. 130131V, 165V.

Physische Beschaffenheit

Beschreibstoff

Papier

Wasserzeichen

  • ff. I, 17: Leiter im Kreis mit Stern, ähnlich Br. 5920 (Venedig 1491, mit Varianten Italien 1492–1494) und 5922 (Augsburg 1506–1510, mit Variante Siena 1495–1524).
  • ff. 831, 4055: Gekreuzte Pfeile, Typ Br. 6279 (Wien 1500, mit Variante Venedig 1495).
  • ff. 3239: kein Wz. festgestellt.
  • ff. 5679, 148II': Waage mit glatten Schalen in Kartusche (mit Stern?) I, Br. ohne Beleg.
  • ff. 80131: Buchstabe T in Kreis mit Kreuz, Typ Br. 91299134 (Italien 1441–1492).
  • ff. 132139: Waage mit glatten Schalen in Kartusche (mit Stern?) II, Br. ohne Beleg.
  • ff. 140147: kein Wz. festgestellt.

Format

212 × 140 mm

Folienzahl

ff. III, 165, II'

Foliierung

Neben einer sporadischen Bleistiftfoliierung oben rechts mit westlichen Ziffern eine griechische Foliierung, ebenfalls Bleistift: α (f. 1) – ρξγ (f. 165); zwischen δ (f. 4) und ε (f. 6) sowie zwischen ρβ (f. 103) und ργ (f. 105) wurde jeweils ein Blatt übersprungen.

Lagen

1 × 8 2 (I, 1–7, die neueren ff. IIIII hinter f. I eingeklebt), 15 × 8 (127), 1 × 4 (131), 4 × 8 (163), 1 × 4 (165, I'II').

Griechische Kustoden

Griechische Kustoden, vom Kopisten, auf dem ersten Recto unten rechts (1) α (f. 1) – ιζ (f. 128), (2) α (f. 132) – ε (f. 164).

Lagensignierung

Lagensignierung und Bifolienzählung mit lateinischen Buchstaben auf der ersten Rectoseite ganz unten rechts, meistens abgeschnitten: 〈a1〉 (f. 1) ... d1(f. 24) – y1[D (f. 164).

Anzahl der Linien

Lin. 24

Kopist

Demetrios Moschos (Harlfinger, Wiesner–Victor). Die Textergänzungen am Rand auf ff. 15V18V in einem etwas anderen Duktus. Breiter Zierbalken (f. 1), Zierranken (f. 132), Titel, Zierinitialen (bei Buchanfängen), Kapitelinitialen, Telosformeln und Buchzählung oben auf den Rectoseiten braunrot; bei der Buchzählung hat eine andere Hand (?) ι sowohl im Titel (f. 106) als auch auf den folgenden Rectoseiten in θ geändert, ια im Titel (f. 116V) stehengelassen, auf den folgenden Rectoseiten κ in ι geändert. Auf jedem ersten Recto einer Lage oben ein Kreuz; f. 1 oben ἰ (ησοῦ)ς χ(ριστὸ)ς, ebenso f. 15; f. 132 oben ἰ(ησοῦ)ς.

Ergänzungen zum Textbestand

Zu EN einige Lemmata (bis f. 8V) und Ergänzungen am Rand (ff. 15V18V), zu Albinos einige Lemmata (nur f. 132).

Einband

Braunes Leder auf Holzdeckeln (Kanten nach innen abgeschrägt). Drei erhabene Doppelbündel. Rücken und hinterer Teil der Deckel mit hellerem, weichem Leder überklebt, beschädigt. Reste von Schließen (2 an der Längsschnittseite, je eine an Kopf und Schwanz). Blindpressung: In doppeltem Filetenrahmen mit Gehrungslinien im Rankenband. Im Mittelfeld an den Ecken große Rundstempel mit 8blättriger Blume, in der Mitte großer Rhombus mit vielen kleinen Kreisen. Schnitt braunrot gefärbt.

Geschichte

Datierung

um J. 1500

Provenienz

Das Ms. kam über die Bibliothek Pinellis in die Ambrosiana; f. I V: olim ex Libris/ J. V. Pinelli/ Aristotelis ethica ad Nicomachum/ Alcinous de doctrina Platonis. Darunter Signatur V, f. 1 unten links Signatur 372. f. I Index und heutige Signatur von der Hand des Antonius Olgiatus. Auf dem Spiegel zur Verstärkung im Falz aufgeklebter Papierstreifen mit den Worten: atque tangebat illud iam remota.

Bibliographie

Kat.

  • Ae. Martini–D. Bassi, I, S.## Nr. 10.

Kod.

  • D. Harlfinger, Textgeschichte Lin., S. 415.
  • J. Wiesner–U. Victor, Griech. Schreiber, S. 60.

Text.

  • Albinos: P. Louis, Etudes sur les manuscrits d'Albinos, in: REG 55, 1942, S. 70–##, dort S. 74 (nur erwähnt) .

Quelle

  • Dreizehnter, Autopsie Oktober 1967
  • Nickel, Autopsie Oktober 1969
  • Reinsch, Autopsie September 1977