Commentaria in Aristotelem Graeca et Byzantina

Vorstufe

Beschreibung Ambr. A 160 sup.

Nachweis: Italien, Mailand, Biblioteca Ambrosiana, Ambr. A 160 sup. (56 Martini–Bassi)
Datierung:

um J. 1500

Beschreibstoff: Papier
Format: 290 × 203 mm
Folienzahl: ff. III, 171, II'

Inhalt

  • (ff. 1641) 〈Porphyrios, Isagoge〉.
  • (ff. 141, ab f. 16 mit dem Porphyriostext alternierend und am Rand) Ammonios, In Porphyrii Isagogen comm. (CAG IV 3), in der Redaktion, zu welcher Neap. III D 37 und Vat. gr. 2189 gehören (vgl. A. Busse, CAG IV 3, S. XIV). Prooimion und der Kommentar selbst sind wie dort teils gekürzt, teils insbesondere durch Auszüge aus Elias (CAG XVIII 1) und Auszüge aus David (CAG XVIII 2) erweitert; vgl. Busse, loc. cit.: ... liber a scholiasta quodam ita retractatus est, ut genuinum Ammonii commentarium partim additamentis auctum, partim decurtatum, partim alienis expositionibus omnino foras extrusum hic appareat. Auch der Titel stimmt mit dem Titel in Neap. und Vat. überein: Προλεγόμενα τῆς τῶν πέντε φωνῶν διδασκαλίας ἀπὸ τῆς ἀμμωνίου ἐξηγήσεως.
  • (ff. 41V42V) Vita Aristotelis (Vita Vulgata, ed. I. Düring, Biogr. Trad., S. 131–136).
  • (ff. 44116V) Cat.
  • (ff. 42V116, ab f. 44 mit dem Text von Cat. alternierend und am Rand) Umfangreiche Exzerpte aus Ioannes Philoponos, In Cat. comm., inc. σκοπὸς τῷ ἀριστοτέλει εἰπεῖν (CAG XIII 1, S. 12, 9).
  • (ff. 124V171) Int.
  • (ff. 116V171, ab f. 124V mit dem Text von Int. alternierend und am Rand) Umfangreiche Exzerpte aus Ammonios, In Int. comm., inc. mit CAG IV 5, S. 1.
  • Leer

    ff. IIII, 163 RV (kein Textsprung), 171V, I'II' V.

Physische Beschaffenheit

Beschreibstoff

Papier

Wasserzeichen

  • ff. III, 195, 114121: Lampe (?), fast identisch Br. 7878 (Lucca 1452), fast identisch Ha., indéterminé 1 (belegt 1453).
  • ff. 96103, 122171, I'II': Schere, ähnlich Br. 3670 (Italien 1458, mit Varianten 1451–1472), ähnlich Ha., ciseaux 30 (belegt 1446).
  • ff. 104113: Fisch, entfernt ähnlich Br. 12413 (Italien 1440).

Format

290 × 203 mm

Folienzahl

ff. III, 171, II'

Lagen

1 × 8 (III, 1–7), 12 × 8 (103), 1 × 10 (113), 6 × 8 (161), 1 × 10 (171).

Griechische Kustoden

Griechische Kustoden auf dem letzten Verso unten links, vom Kopisten, von 〈α〉 (f. 7V), β (f. 15V) – ιγ (f. 103V), dann nicht mehr vorhanden.

Anzahl der Linien

Lin. fast immer 30, bei Text mit Randkommentar Textzeilen 3–25

Kopist

〈Theodoros Agallianos〉 (Harlfinger).

Titel, Initialen, Diagramme und Interlinearglossen blassrot. Einige Lemmata von einer jüngeren Hand.

Ergänzungen zum Textbestand

Zu Porphyrios, Cat. und Int. häufige Interlinearglossen.

Einband

Griechisch. Braunes Leder auf rund gekehlten Holzdeckeln; glatter, fester Rücken; umstochene, überstehende Kapitale. Dreifaches Lederband von hinten nach vorn.

Stempel: Innerhalb eines Rahmens von drei Fileten vier durch je drei Fileten abgegrenzte rechteckige Flächen, auf dem Hinterdeckel jeweils mit beiden, auf dem Vorderdeckel mit je nur einer Diagonalen. Auf den freien Flächen beider Deckel Blindstempel: doppelköpfiger Adler (rautenförmiger Stempel), Vogel (Rundstempel), Lilie (rautenförmiger Stempel), kleine Kreisstempel. Nur auf dem Vorderdeckel umlaufend am Rand breite rechteckige Stempel mit Rankenmotiv.

Geschichte

Datierung

um J. 1500

Provenienz

Konstantinopel. Hier lebte Theodoros Agallianos = Theophanes, Metropolit von Medeia (ca. 1400 – ca. 1474), der zum Kreis des Markos Eugenikos und Georgios Scholarios gehörte. Auf der Innenseite des Vordeckels und f. I unten je eine Eintragung in hebräischer Sprache (wahrscheinlich eine Besitzer- oder Buchbindernotiz); auf dem Vorderdeckel daneben die Signatur N 12. Das Ms. kam über die Bibliothek Pinellis in die Ambrosiana; f. III V : Ex libris J. V. Pinelli, darunter lateinisches Inhaltsverzeichnis, von der Hand Pinellis.

Bibliographie

Kat.

  • Ae. Martini–D. Bassi, I, S. 66 Nr. 56.

Kod.

  • D. Harlfinger, Textgeschichte Lin., S. 408.

Text.

  • I. Düring, Biogr. Trad., S. 121, 127 und Stemma S. 130 (für die Vita Aristotelis zur Hss.-Familie e gehörig; Apographon aus Ambr. D 78 inf. = 922 Martini–Bassi) .

Quelle

  • Reinsch, Autopsie November 1967