Commentaria in Aristotelem Graeca et Byzantina

Vorstufe

Beschreibung Ambr. E 93 sup.

Nachweis: Italien, Mailand, Biblioteca Ambrosiana, Ambr. E 093 sup. (302 Martini–Bassi)
Datierung:

12. Jh.

Beschreibstoff: Pergament
Format: 262 × 176 mm
Folienzahl: ff. IV, 334 (-10, +42a, 187a), II'

Inhalt

  • (ff. 1V, 38V, 2RV, 9333) Mete. I–II, inc. mutile ...] τὸ δὲ δὴ μεταξὺ I 3, 339b13. Lücke: II 9, 369b11 κωπηλασίας[...] τὰ τῆς αὐτῆς 370a32 (= Blattausfall nach f. 332).
  • (ff. 1RV, 38V, 2RV, 9334V, mit dem Text von Mete. alternierend) Alexander von Aphrodisias, In Mete. comm. (CAG III 2), inc. mutile ...] τὸ τοῦ ὕδατος S. 8, 10, des. mutile S. 132, 17 φερομένη ὡς [... Lücke: S. 128, 36 τὴν ἐκ τῶν [...] εἶναι δέ τινας S. 131, 22 (= Blattausfall nach f. 332). Auslassung (f. 1): S. 8, 12–15.

Physische Beschaffenheit

Beschreibstoff

Pergament

Format

262 × 176 mm

Folienzahl

ff. IV, 334 (-10, +42a, 187a), II'

Lagen

FHHF (in der ersten Lage Reihenfolge wegen Blattvertauschung gestört).

2 × 1 (beide Bl. mit Onglets an den Vorsatz gebunden) + 1 × 6 (8, urprünglich 1 × 8), 3 × 8 (33), 1 × 6 (39), 4 × 8 (70), 1 × 8 - 1 (77, Bl. 2 fehlt ohne Textverlust), 6 × 8 (125), 1 × 6 (131), 2 × 8 (147), 1 × 8 - 1 (154, Bl. 6 fehlt ohne Textverlust), 3 × 8 (178), 1 × 6 (184), 10 × 8 (263), 4 × 8 (263), 1 × 6 (269), 1 × 8 (277), 1 × 8 - 1 (284, Bl. 2 fehlt ohne Textverlust), 6 × 8 (332), 2 × 1 (334, beide Bl. mit dem Vorsatz zusammengebunden). Einige Bifolien sind aus Einzelblättern zusammengesetzt.

Griechische Kustoden

Griechische Kustoden auf dem ersten Recto unten links, vom Kopisten (meist abgeschnitten und nur geringe Spuren erhalten), von δ (f. 9), ε (f. 18) bis 〈μ〉̣̣δ̣ (f. 317). Daraus geht hervor, daß am Anfang des Ms. 2 Lagen (α–β) verlorengegangen sind. Weitere Verluste weist das Ms. am Ende auf: ff. 333 und 334 bildeten, nach dem Umfang der Textlücke nach f. 332V zu urteilen, ursprünglich die Bl. 7 und 8 der Lage μς; nach f. 334 ein weiteres Blatt verlorengegangen.

Lagensignierung

Lagensignierung und Bifolienzählung mit westlichen Ziffern auf dem ersten Recto unten rechts, von späterer Hand, von 1 (f. 1) bis 43 (f. 325); bisweilen falsch (so 9 auf f. 62 statt f. 63, 16 auf f. 117 und f. 118, 42 auf f. 316 statt auf f. 317). Diese Signierung ist, wie aus der Bifolienzählung hervorgeht, nach der Blattvertauschung in der ersten Lage angebracht worden.

Anzahl der Linien

Lin. 22

Liniierung

ff. 133, 285300: Leroy 22 C1; ff. 3439, 301334: Leroy 02C1; ff. 40284: Lake I, 1c = Leroy 00C1

Kopist

Text und Kommentar von einer Hand, Schrift hängt unter der Zeile, Schriftspiegel mm 200 × 120. Duktus ähnlich M. Wittek, Album, Taf. 22. Initialen der Kapitel ausgerückt, aber nicht farbig. Von der Hand des Kopisten einige Diagramme und Zeichnungen (ff. 1, 2V, 31, 39, 44V, 48 usw.), teilweise violettrot. Titel (f. 155 zu Buch II) in epigraphischer Majuskel. Der Titel auf f. 1 (ἐξήγησις ἀλεξ[άνδρου] ἀφροδισιέως εἰς τὰ μετέω[ρα] ἀριστοτέλους) stammt von späterer Hand, wohl 14. Jh.

Verschiedene Interventionen späterer Hände (wohl 15. Jh.): a. Interlinearglossen am Anfang (zuletzt f. 13V), karmesinrot. b. Lateinische (ff. 24, 25V26, 36, 45V, 46, 60, 62V usw.) und einige griechische (ff. 69, 95, 96, 103, 104 usw.) Lemmata. c. Kurze Interlinearbemerkungen (ff. 7V, 27V, 40, 94). Weitere Einzeleintragungen ff. 39V oben, 40 oben, 331V, 332V; f. 238 Eintragung in arabischer Schrift.

Ergänzungen zum Textbestand

Zu Mete. und Alexander Diagramme und Zeichnungen sowie verschiedene Marginalien, zu Mete. einige Interlinearglossen.

Einband

Griechisch. Braunes Leder auf gekehlten Holzdeckeln. Rücken und hinterer Teil der Deckel mit hellerem, weichem Leder überklebt, beschädigt,. Reste zweier Schließen an der Längsschnittseite (Löcher für Stifte in der Kante des Vorderdeckels, dreiteilige Lederbänder am Hinterdeckel). Blindpressung: Doppelter Filetenrahmen mit Gehrungslinienbreites Bänderornament, Band mit nicht identifiziertem Motiv. Im Mittel-Rechteck in der Mitte Rundstempel (Motiv nicht mehr erkennbar), oben und unten Rhombusstempel (Doppeladler mit Krone) mit Lilien an den Ecken, um den Mittelstempel ringum Rundstempel (6blättrige Blumen). ff. I, III, IV, I', II', Papier des 17. Jh. A., f. II Pergament.

Erhaltungszustand

f. 1 stark abgeschabt ; von ff. 333 und 334 fehlt die rechte untere Ecke (Text leicht beeinträchtigt). Als J. Tschiedel das Ms. für Hayduck kollationierte (vor 1899), muß das letzte Blatt der Lage β noch vorhanden gewesen sein, denn Hayduck, S. VI, gibt an, daß der Text bis S. 7, 31 fehlt; es lag sicherlich seit langem lose, denn sonst wäre der Titeleintrag nicht auf f. 1, sondern auf diesem Blatt erfolgt. Martini–Bassi fanden das Blatt offensichtlich nicht mehr vor; das gleiche gilt für die nach f. 332 verlorengegangenen Blätter, Tschiedel hatte sie noch kollationiert.

Geschichte

Datierung

12. Jh.

Ursprünglicher Zustand

Unser Ms. enthielt auch ursprünglich nur Mete. I–II mit Kommentar. Mete. III und IV mit Kommentar, von derselben Hand wie unser Ms. geschrieben, sind als Par. 1880 erhalten. Die beiden Mss. (insgesamt 79 Lagen) waren, wie der Neueinsatz der Kustodenreihe (α–λγ) in Par. 1880 zeigt, von vornherein als Band I und Band II angelegt.

Provenienz

Bevor das Ms. in die Ambrosiana gelangte, gehörte es Octavianus Ferrarius (1518–1586), vgl. f. II: Alexandri Aphrodisiensis in Aristot./ Meteora Comment./ Codex optimus, ante annos quadringentos/ scriptus/ Fuit ex libris Octaviani Ferrarij ; oben auf dieser Seite Signatur : F 16 (gestrichen). Nach Ferrarius' Tod kam unser Ms. wahrscheinlich zusammen mit seiner übrigen Bibliothek über seinen Schüler Caesar Rovidius und dessen Bruder Alexander († vor 1607) durch Kauf in die Bibliothek des Federicus Borromaeus. f. I Index von der Hand des Antonius Olgiatus: Alexandri Aphrodisiensis/ in Aristot. Metheora Comment./ codex optimus seculo XII scrpitus. Ältere Signatur: N (vgl. ff. IIIV, IVV) 335 (f. 1 unten).

Bibliographie

Kat.

  • Ae. Martini–D. Bassi, I, S. ## Nr. 302.

Kod.

  • F. H. Fobes, Textual Problems Mete., S. 196 Anm. 2 (ausführliche Beschreibung) .

Text.

  • F. H. Fobes, Textual Problems Mete., S. 189, 194–195 (zumindest für Buch I Vorlage für S [= Laur. 81, 1]) , 196–201, 205–207, 210, 212 (bildet zusammen mit Par. 1880, der – wahrscheinlich vom selben Kopisten geschrieben – Bücher III und IV enthält, eine Gruppe mit Matr. [= jetzt Salm. ] 41 ) , 307 (Stemma).
  • F. H. Fobes, ed. Mete., S. VIII (Stemma), XXVII (procul dubio von derselben geschrieben wie B ##Fraktur## [= Par. 1880]) , XXXVII, XLVII (Sigel A ##Fraktur##).
  • Alexander: ed. M. Hayduck, CAG III 2, 1899, S. VI–VII (Sigel A).
  • A. J. Smet, ed. Latein. Übersetzung des Wilhelm von Moerbeke, Louvain-Paris 1968 (Corpus Latinum Commentariorum in Aristotelem Graecorum. 4) (Sigel A, im griechischem Apparat erwähnt) .

Quelle

  • Dreizehnter, Autopsie Oktober 1967
  • Nickel, Autopsie Oktober 1969
  • Reinsch, Autopsie September 1977