Commentaria in Aristotelem Graeca et Byzantina

Vorstufe

Beschreibung Ambr. L 76 sup.

Nachweis: Italien, Mailand, Biblioteca Ambrosiana, Ambr. L 076 sup. (488 Martini–Bassi)
Datierung:

J. 1424

Beschreibstoff: Pergament
Format: 260 × 180 mm
Folienzahl: ff. I, 71 ( 59a), I'

Inhalt

  • (ff. 167) Rhet.
  • (ff. 67V71V) EE bis I 8, 1218 b 10 καὶ αἴτιον [...
  • Leer

    f. I' RV.

Physische Beschaffenheit

Beschreibstoff

Pergament

Format

260 × 180 mm

Folienzahl

ff. I, 71 ( 59a), I'

Lagen

FHHF.

9 × 8 (71).

Griechische Kustoden

Griechische Kustoden auf dem ersten Recto oben rechts und auf dem letzten Verso unten links, vom Kopisten: 〈ε〉 (f. 1), ε (f. 8V) – ιγ (f. 71V).

Lagensignierung

Lagenzählung mit westlichen Ziffern auf dem ersten Recto unten Mitte: 5 (f. 1)–13 (f. 64).

Demnach sind am Anfang des Ms. 4 Lagen (α–δ) verlorengegangen.

Anzahl der Linien

Lin. 26

Kopist

Arbeitete im Auftrag von Giovanni Aurispa in Bologna oder Venedig, vgl. Rubrik Provenienz.

Titel, Initialen, Teloszeile (f. 67) rot. Einzelne Korrekturen vom Kopisten selbst (ff. 5V, 24V etc.), eine andere (f. 4) von späterer Hand.

Einband

Braunes Leder auf Pappe. Fester Rücken, 3 echte Bünde. Reste von 2 Lederschnüren an beiden Deckeln auf der Längsschnittseite. Auf den Deckeln ein Rahmen von dreimal drei Fileten mit kleinen runden Blumenstempeln (fünfblättrig) in den Ecken und in der Mitte; dieselben Stempel auch auf dem Rücken. Die Pergamentblätter ff. I und I' mit Falzen an Papier-Spiegel gehängt.

Geschichte

Datierung

J. 1424

Provenienz

Wie D. Harlfinger, Überlieferungsgeschichte EE, festgestellt hat, läßt sich aus der Korrespondenz des Giovanni Aurispa mit Ambrogio Traversari (die einschlägigen Briefstellen bei Harlfinger, S. 5 Anm. 14 exzerpiert) schließen, daß unser Ms. mit demjenigen identisch ist, das im Auftrag des Aurispa vor dem 27. August 1424 in Bologna oder Venedig geschrieben wurde und als Geschenk für Niccolò Niccoli bestimmt war; es enthielt nach den Angaben Aurispas in schöner Schrift auf schneeweißem Pergament die beiden "Aristotelischen" Rhetoriken (also neben Rhet. auch Rhet. Al.) und EE. Aufgrund der Lagenzählungen wissen wir, daß die ersten 4 Lagen unseres Ms. verlorengegangen sind; der Textumfang (pro Folium ca. 70 Bekkerzeilen) entspricht dem von Rhet. Al. (vgl. auch Harlfinger, S. 5 Anm. 15). Am Ende des Ms. sind ca. 8 Quaternionen verlorengegangen, da wir vorraussetzen dürfen, daß das für Niccoli bestimmte Geschenk die EE vollständig einschließlich der kontroversen Bücher enthalten hat (wie das Antigraphon Laur. 81, 15; vgl. oben, Bd. I, S. 269).

In die Ambrosiana gelangte das Ms. über die Bibliothek Pinellis; f. IV: J. V. Pinelli/ Aristotelis Ars rhetorica/ eiusdem initium librorum de moribus ad Eudemum. Darunter ein Kreis mit einbeschriebenem spitzen Winkel. f. I trägt die heutige Signatur.

Bibliographie

Kat.

  • Ae. Martini–D. Bassi, I, S. 590 Nr. 488

Kod.

  • D. Harlfinger, Überlieferungsgeschichte EE, S. 4–6 (vgl. oben Rubrik Provenienz) .
  • D. Harlfinger, Textgeschichte, Lin., S. 27.

Text.

  • R. Kassel, Textgeschichte Rhet., S. 7, 27–31 (für Rhet. Apographon aus Vat. gr. 1580 ) , 38 (ab III 14, 1415b20 Vorlage für Vat. gr. 265 ) .
  • D. Harlfinger, Überlieferungsgeschichte EE, S. 14–15 (für EE Apographon aus Laur. 81, 15; die verlorenen Teile vielleicht Vorlage für Urb. 45 und Neap. III. E. 5 ) 22, 30 (Stemma) .

Quelle

  • Reinsch, Autopsie November 1967