Commentaria in Aristotelem Graeca et Byzantina

Vorstufe

Beschreibung Ambr. M 89 sup.

Nachweis: Italien, Mailand, Biblioteca Ambrosiana, Ambr. M 089 sup. (535 Martini–Bassi)
Datierung:

14. Jh. 2. Viertel – M.

Beschreibstoff: Papier
Format: mm 285 × 195 (außer ff. 1724: mm 278 × 195)
Folienzahl: ff. I, 180, I'

Inhalt

Physische Beschaffenheit

Beschreibstoff

Papier

Wasserzeichen

  • Spiegel, f. I: altes Papier.
  • ff. 1/8, 2/7: zwei Kreise mit Kreuz, sehr ähnlich Br. 3188 (Siena 1334, mit Variante Paris 1342), fast identisch M.–T. 2025 (Frankfurt 1336, mit Variante Genua 1338).
  • ff. 36, 916, 19/22: Bogen, entfernt ähnlich Br. 783 (Pisa 1358/59, mit Varianten Paris 1348 und Escorial 1360), fast identisch M.–T. 385–386 (Dečani 1360/70).
  • ff. 17/24, 18/23, 20/21: Buchstabe M, Br. ohne Beleg, fast identisch M.–T. 5337 (München 14. Jh.).
  • ff. 25180, I': Kanne, entfernt ähnlich Br. 12465 (Bologna 1326), sehr ähnlich M.–T. 6847 (Genua und Lucca 1336).

Format

mm 285 × 195 (außer ff. 1724: mm 278 × 195)

Folienzahl

ff. I, 180, I'

Lagen

1 × 4 - 2 (Spiegel, f. I, Bl. 3–4 fehlen), 22 × 8 (176), 1 × 6 - 2 (180, Bl. 5–6 fehlen). 1 × 1 (I').

Griechische Kustoden

Griechische Kustoden 1. auf dem ersten Recto unten links: α (f. 1), γ (f. 17);

Lagensignierung

2. auf dem ersten Recto und dem letzten Verso unten Mitte, ab f. 57 auf dem ersten Recto unten rechts und auf dem letzten Verso unten links, vom Kopisten (fehlen bisweilen auch Beschnitt): α (f. 32V) – κα (f. I').

Anzahl der Linien

Lin. 27 (ff. 124), 35 (ff. 25180)

Liniierung

ff. 124: ähnlich Lake I, 1a = Leroy 00D1 (senkrechte Begrenzung endet mit dem Schriftspiegel), ff. 25180: wahrscheinlich Lake I, 2b = Leroy 20D1 (Querlinien nicht erkennbar).

Kopist

A. ff. 124.

B. ff. 25180V. Zierleiste und Titel in verblasstem Rotbraun.

Ergänzungen zum Textbestand

Zu Philoponos einige Lemmata, Diagramme und Korrekturen vom Kopisten, andere sowie einzelne lateinische Lemmata von späterer Hand.

Einband

Griechisch. Dunkelbraunes Leder auf rundgekehlten Holzdeckeln. Fester, glatter Rücken. Blindstempel auf beiden Deckeln (von außen nach innen): Rahmen aus 3 Fileten, Rahmen aus rechteckigen Einzelstempeln mit Rankenmotiv, Rahmen aus 3 Fileten, Rahmen aus schmalen Rechteckstempeln mit Flechtmotiv, Mittelfeld von 3 Fileten umrahmt und diagonal aufgeteilt. In den beiden Dreiecksfeldern oben und unten dreieckiger Stempel mit Greif, dazu kleine Blumen- und Kreisstempel, in den Dreiecksfeldern rechts und links große dreieckige Stempel ohne figürliches Motiv, daneben kleine rautenförmige Blumenstempel und Kreisstempel. Zwei dreiteilige Lederriemchen von hinten nach vorn (Reste), Abdrücke von runden Buckeln an den vier Ecken und in der Mitte. Schnittverzierung durch Brand: abwechselnd große Doppelkreise und Girlande. Vgl. Einband von B 3 inf. (unten S. ##).

Erhaltungszustand

Stark wasserfleckig, besonders am Innenrand z. T. zerrissen.

Geschichte

Datierung

14. Jh. 2. Viertel – M.

Provenienz

Auf dem Spiegel' Eintragung eines unbekannten Besitzers: 1488 d(ie) 24 nouembr(is). Später besaß Octavianus Ferrarius unser Ms., vgl. das lateinische Inhaltsverzeichnis f. I: Aristotelis Posteriorum Analytic. lib. primus./ Alexandri in eum comment. (am Rand dazu von anderer Hand: Ioannis Alexandrini)/ Codex perantiquus;/ fuit ex libris Octaviani Ferrarij. Nach dem Tode des Ferrarius (1586) kam es an seinen Schüler Caesar Rovidius, nach dessen Tode an den Bruder Alexander Rovidius (vgl. Eintragung auf dem Spiegel: a. Rovidio), und nach Alexanders Tod (vor 1607) durch Kauf in die Bibliothek des Federicus Borromaeus.

Bibliographie

Kat.

  • Ae. Martini–D. Bassi, I, S. 651–652 Nr. 535.

Text.

  • In allen Editionen Sigel p.
  • Th. Waitz, ed. Organon, I, 1844, S. 5 (gelegentlich angeführt) .
  • W. D. Ross, ed. Anal., 1949 (gelegentlich angeführt) .
  • H. Tredennick, ed. Anal. Post. 1960 (gelegentlich angeführt) .
  • W. D. Ross–L. Minio–Paluello, edd. Anal., 1964 (gelegentlich angeführt) .

Quelle

  • Reinsch, Autopsie November 1967