Commentaria in Aristotelem Graeca et Byzantina

Vorstufe

Beschreibung Mut. gr. 004

Nachweis: Italien, Modena, Biblioteca Estense, Mut. gr. 004 (α.M.9.13)
Datierung:

13. Jh. (13. Jh., 2. H.–Ende (De Gregorio)).

Beschreibstoff: Bombyzin
Format: mm 170 × 120 (einzelne Blätter oder Bifolien etwas kleiner im Format)
Folienzahl: ff. II, 212, II'

Inhalt

  • (ff. 2108) Phys. Am Ende von Buch V folgen nach V 6, 231a 17 nochmals 230b 29 ὅταν bis 231a 3/4 εἴρηται (mit Zusatz hinter 231a 2 ἠρέμησις wie in Ambr. M. 46 sup. und Vat. 250; vgl. Bekker im Apparat) und dann wie in Leid. Voss. Q. 23 (vgl. oben Bd. I, S. 398) die ersten Worte von VI 1, 231a 21–22 πρότερον. Entsprechend beginnt Buch VI mit 231a 32 συνεχῆ.
    Am Rand und auf f. 1V einige Scholien und Wortdiagramme; diejenigen auf f. 1V teilweise herausgeschrieben und identifiziert bei V. Puntoni: 〈Simplikios〉, CAG IX, S. 11, 29/30 sqq., S. 14, 21–23. 〈Ioannes Philoponos〉, CAG XVI, S. 7, 26–31.
  • (ff. 108V212) Themistios, In Phys. comm. (CAG V 2).
  • Leer

    ff. 1 (alt), 212V (alt).

Physische Beschaffenheit

Beschreibstoff

Bombyzin

Format

mm 170 × 120 (einzelne Blätter oder Bifolien etwas kleiner im Format)

Folienzahl

ff. II, 212, II'

Lagen

1 × 1 (1 [alt]), 26 × 8 (209), 3 × 1 (212; restauriert).

Griechische Kustoden

Griechische Kustoden (1), auf dem ersten Recto unten rechts, vom Kopisten: γ (f. 10) – κζ (f. 202), 〈κη〉 (f. 210: Rest); (2) auf dem letzten Verso unten links, vielleicht vom Kopisten – auf alle Fälle alt: ζ (f. 57V) – ιζ (f. 137V) (nicht überall erhalten). Während die Kustodenreihe (2) offensichtlich bei dem heutigen ersten Quaternio (ff. 29) mit α begann, setzt die Reihe (1) eine zusätzliche Lage vor dieser Quaternio voraus, von welcher f. 1 (alt) einen Rest darstellen würde (vgl. auch unten ‚Erhaltungszustand').

Anzahl der Linien

Lin. 24–35

Liniierung

Nur äußerer Rahmen

Kopist

Eine einzige Hand in sehr kleiner Schrift. Zierwerk, Titel in Auszeichnungsmajuskel, Initialien, einige Marginalien und Diagrammteile in verschiedenen Rotabstufungen.

Wenige Fremdmarginalien:

a. (14. Jh.): f. 3 unten.

b. (14. Jh.): z.B. ff. 68V, 102, 103, 105V unten.

c. (wohl 15. Jh.): Innenrand ff. 3, 7 (oben).

d. (15. Jh.): f. 120 (Ergänzung von beschädigtem Text).

e. (15.–16. Jh.): f. 42V oben.

Einband

Der übliche Bibliothekseinband aus dem 18. Jh.

Auf dem Rücken ARISTOTELES / DE PHISICO / AUDITU; auf dem Schnitt oben: Arist...(das weitere – wie auch die Eintragungen auf dem Schnitt unten – nicht sicher zu entziffern).

Zum alten Einband vgl. die unter ‚Provenienz' herausgeschriebene Eintragung im Inventar des Rodolfo Pio.

Wasserzeichen auf Spiegel / f. I, f. II' / Spiegel': Großer Stern mit Buchstaben AMP R (wie Mut.α.T.9.21 [gr. 76]; in unserer Hs. nur kleiner Rest), Hea. ohne Beleg. ff. II/1 (neu), 212 (neu)/I': Kronenwappen mit Horn und Buchstaben SC AMP, Hea. Ohne Beleg.

Erhaltungszustand

Die Hs. hat an Anfang und Ende gelitten (vielleicht mit Blattverlust vor f. 1; vgl. ‚Lagen'). Der jetzige restaurierte Zustand geht wohl auf die Neubindung im 18. Jh. zurück: Die verbliebenen Reste des ersten und letzten Blattes wurden beschnitten (f. 1 jetzt mm 113 × 100, f. 212 jetzt 125 × 102) und mit der Außenseite (ff. 1 R, 212V) gegen neue Blätter geklebt; teilweise Falz- und Randrestaurierung. Auf f. 120 Textverlust, vgl. oben Kopist und H. Schenkl. S. VII.

Geschichte

Datierung

13. Jh. (13. Jh., 2. H.–Ende (De Gregorio)).

Provenienz

Auf f. 212 (löchrig), wohl von Fremdhand b: οὐδ᾿ ὁμαλοῦ ουτω γενομεν / κέ βωητι τὸν δου σου [ ] Rodolfo Pio; im Inventar seiner Bibliothek wird die Hs. unter Nr. 22 folgendermaßen beschrieben: Arist. phisica con la paraphrasi de Themistio in ott.o bomb. con tav. in cor. n.o 22 (G. Mercati, Codici Pio, S. 225; J. L. Heidberg, Valia, S. 119).

Älterer Bibliothessignatur: II A 4.

Die Hs. scheint vorübergehend in der Biblioteca Capitolare von Verona unter der Signatur Cod. CXXXI aufbewahrt worden zu sein (vgl. C. Samberger I, S. 456).

Bibliographie

Kat.

  • V. Puntoni, S. 384 (= C. S. Samberger, I, 2. 300; Datierung ins 14. Jh.) .
  • De Gregorio, Eleuteri 1993, 122–123.

Kod.

  • J. L. Heiberg, Valla, S. 119.
  • G. Mercati, Codici Pio, S. 225.

Text.

    Themistios

    • ed. H. Schenkl, CAG V 2, 1900, S. VI–VII, XV–XVI, XVIII–XXXVIII (passim) (Sigel M, Datierung: 14. Jh. A ‚liber pretiosissimus'. "formae minimae est litterisque minutissimis et compendiis satis frequentibus memorabilis atqua hactenus codicis Vratislaviensis [B] [= Magd. 1442] non dissimilis." Gehört zusammen mit dem Laur. 85, 14 zur ersten und besten von 4 Klassen. "Atque in prima classe res plana et aperta. etenim Laurentianum 85, 14 [T] [aus dem 15. Jh.] cum libro Mutinensi[ M] coniunctissimum esse, ita ut ex eo pendere aut certe iuxta eum nullius momenti ess videatur, ... evincitur ..." "his exemplis ... satis demonstra tum esse puto T descriptum esse e libro codicis M alioquin simillimo, sed scripturis discrepantibus et coniecturis asperso." "codicis M varietatem in adnotatione [sc. huius editionis adscripsi integram vilissimis quidbusdam [...] omissis") . [H. Diels (CAG V 2, XXX Anm. 1) verwahrt sich gegen die einseitige Bevorzugung des Mut. durch Schenkl.]

Quelle

  • Harlfinger, Autopsie Juli 1970 (m. Ergänzungen)