Commentaria in Aristotelem Graeca et Byzantina

Vorstufe

Beschreibung Mut. gr. 038

Nachweis: Italien, Modena, Biblioteca Estense, Mut. gr. 038 (α.T.9.1)
Datierung:

7.–8. Jahrzehnt des 15. Jh.

Beschreibstoff: Papier
Format: 240 × 167 mm
Folienzahl: ff. III, 101

Inhalt

  • (f. 1V) Kurze Exzerpte aus ΜΜ: I 11, 1187b7–9: II 7, 1205b34–36: I 11, 1187b14–16; I 1, 1182a32–b2.
  • (f. 297V) EN.
    Am Rand von erster Hand durchgängige Gliederung in κεφάλαια, μέρη etc. mit kurzen Inhaltsangaben, Korrekturen und kürzere Scholien.
  • Leer

    ff. 1, 98, 99101V.

Physische Beschaffenheit

Beschreibstoff

Papier

Wasserzeichen

  • ff. IIII, 1, 1215, 1849: Krone, sehr ähnlich Br. 4879 (Ferrara 1458), Pi. ohne Beleg, = Wz. in Mut.α.Q.5.21 (91), ff. 6170, Kopisten: 〈Andronikos Kallistos〉, Michael Suliardos; Mut.α.T.9.2 (39), ff. 99177, Kopisten: 〈Andronikos Kallistos〉, Michael Lygizos; Mut.α.T.9.14 (51), ff. 17, Kopist: Andronikos Kallistos.
  • ff. 29, 1011 / 1617: Dreiberg I, entfernt ähnlich Br. 11704 (Verona 1443), = Wz. im Mut.α.T.9.2 (39), ff. 6897, Kopist: 〈Andronikos Kallistos〉.
  • ff. 50101, Spiegel': Dreiberg II, ähnlich Br. 11689 (Florenz 1411–1421, mit Varianten 1412–1416), = Wz. im Mut.α.T.9.2 (39), ff. 5265.

Format

240 × 167 mm

Folienzahl

ff. III, 101

Lagen

1 × 1 (1), 10 × 8 (81), 1 × 6 (87), 1 × 8 (95), 3 × 1 (98), 1 × 4 (Spiegel').

Griechische Kustoden

Griechische Kustoden vom Kopisten auf dem ersten Recto unten links und auf dem letzten Verso unten rechts jeweils ganz innen: α (f. 9V) – ιγ (f. 96). Die einzelnen Lagen sind im Falz außen und innen durch Pergamentstreifen verstärkt.

Anzahl der Linien

Lin. 29

Kopist

A. ff. 297V: 〈Andronikos Kallistos〉. Die Papiersorten dieser Hs. kehren in anderen Mutinenses des Kallistos wieder (vgl. Rubrik Wasserzeichen), von welchen der Mut.α.Q.5.21 (91) auf ff. 160 ein Wz. aufweist, welches fast identisch 1471 in Venedig belegt ist (Ha., chapeau 12). Alle 3 Wz. unseres Ms. begegnen im Mut.α.T.9.2 (39), der demnach zeitlich eng mit unserer Hs. zusammengehört. (vgl. die unmittelbare Aufeinanderfolge auch der alten Signaturen: II b 1 und B 2).

Illumination: Titel (minuskel) und Initialen in verblichenem Rot (f. 2) bzw. Rotbraun (ff. 12, 19V usw.).

B. f. 1V: Georgius Valla.

Einband

Der übliche Bibliothekseinband aus dem 18. Jh. Auf dem Rücken: ARIST. /OTELES / ETHIC. /ORUM; auf dem oberen Schnitt: Arist: moralia gre: man:, unten: ARIST. MORALIA AD NICOMACUM.

Zum alten Einband vgl. den unter ‚Provenienz' herausgeschriebenen Eintrag im Inventar des Rodolpho Pio.

Erhaltungszustand

ff. III und 1 sind lose.

Geschichte

Datierung

7.–8. Jahrzehnt des 15. Jh.

Provenienz

Andronikos Kallistos (vgl. oben ##).

Georgius Valla; ohne sein übliches griechisches Ex libris, aber von seiner Hand stammen die Exzerpte auf f. 1V. Alberto Pio; sein Ex libris und Indexzeile von der Hand des 〈Markos Musuros〉 auf f. 1V: Άλβέρτου πίου καρπαίων ἄρχoντος κτῆμα und tiefer Aristotelis moralia ad Nicomachum. Eine spätere Hand streicht die Indexzeile und schreibt stattdessen: Aristotelis Ethicorum Nicomachiorum Libri X cum / aliquot Postillis marginalibus. Im Inventar der Bibliothek des Rodolpho Pio wird die Hs. unter Nr. 32 folgendermaßen beschrieben: 32. Ethica d' Arist. in foglio piccolo 〈bomb.〉 con tav. in cor. (G. Mercati, Codici Pio, S. 225; J. L. Heiberg, Valla, S. 120).

Von einer westlichen Hand des 15. oder 16. Jh., die auch an den Rändern des Mut.α.T.8.13 (140) (Hauptkopist: 〈Andronikos Kallistos〉 wiederkehrt, stammen einige oft dunkelrote Marginalien, z.B. ff. 2V, 3V, 4, 6V, 7V, 13, 16, 17V, 82V, 94V, 95, 97V, ein lateinisches Zitat aus Plinius N.H. XXVII 5 (20) und 8 (23) und vielleicht die auf jeder Rectoseite am oberen Rand dunkelrot eingetragene Buchzählung in römischen Ziffern.

Ältere Bibliotheks-Signatur: II B 1.

Bibliographie

Kat.

  • Cenni storici, S. ##
  • T. W. Allen, S. 7.
  • V. Puntoni, S. 405 (= C. Samberger, I, S. 321)

Kod.

  • J. Heiberg, Valla, S. 120
  • G. Mercati, Codici Pio, S. 225
  • D. Harlfinger, Textgeschichte Lin., S. 413, 417.
  • J. Wiesner–U. Victor, Griech. Schreiber, S. 53.

Quelle

  • Harlfinger, Autopsie März 1970