Commentaria in Aristotelem Graeca et Byzantina

Vorstufe

Beschreibung Par. gr. 1818

Nachweis: Frankreich, Paris, Bibliothèque nationale de France, Ancien fonds grec, Par. gr. 1818
Datierung:

15. Jh. M. (ff.181), 15. Jh. M. – vor J. 1485 (ff.83152)

Beschreibstoff: Papier
Format: 281 × 197 mm
Folienzahl: ff.I, 152, I'

Inhalt

  • (ff.181) 〈Proklos, De Platonis theologia〉, des. imperfecte III 4, S.15, 11 Saffrey–Westerink, II, καὶ τοῦ ὄντος ἀπο(δεικνύντι).
  • (ff.83152) Rhet.
  • Leer

    ff.9V, 81V82V, 152V.

Physische Beschaffenheit

Beschreibstoff

Papier

Wasserzeichen

  • ff.170: Schere, sehr ähnlich Br. 3668 (Rom 1454, mit Varianten überwiegend Italien 1451–1462), sehr ähnlich Ha., ciseaux 22 (belegt J. 1441 und 1443).
  • ff.7182: Dreiberg (mit Stange und Doppelkreis?), sehr ähnlich Br. 11663 (Genua 1434, mit Varianten Florenz 1434–1436), entfernt ähnlich Ha., monts 64 (belegt 〈ca. J. 1432〉).
  • ff.8392: Vogel, entfernt ähnlich Br. 12146 (Neapel 1475) und 12147 (Rom 1479–1481), entfernt ähnlich Ha., oiseau 6 (belegt J. 1479).
  • ff.93152: Schlange mit Krone, Br. ohne Beleg.

Format

281 × 197 mm

Folienzahl

ff.I, 152, I'

Lagen

1 × 12 (12), 1 × 10 (22), 5 × 12 (82), 7 × 10 (152).

Griechische Kustoden

Griechische Kustoden auf dem letzten Verso unten rechts, vom Kopisten: α (f. 12V) – ς (f. 70V).

Reklamanten

Reklamanten auf dem letzten Verso unten waagerecht, vom Kopisten: ff.92V142V.

Anzahl der Linien

Lin.29–30 (ff.181), 26 (ff.83152)

Kopist

A. ff.181: 〈Alphonsos Athenaios〉? (Harlfinger); aus chronologischen Gründen (er wurde 1473 von Filelfo als ἔφηβος bezeichnet, vgl. V.–G., S.14 Anm. 4) nicht sehr wahrscheinlich. Buchtitel und Initialen sowie Kapitelübersicht vor Buch I ausgespart. Titel f.1 oben von anderer Hand: θέωνος (gestrichen) εἰς τὴν πλάτωνος φιλοσοφίαν.

B. ff. 83152: 〈Ioannes Argyropulos〉 (Harlfinger). Titel und Initialen ausgespart, Buchtitel (Ἀριστ. ρήτο. πρὸς θεοδέκτην von späterer Hand. Laufende Buchzählung mit griechischen Buchstaben auf jedem Recto oben Mitte, Korrekturen, Lemmata und Randscholien vom Kopisten, die Auszüge aus dem Anonymus Neobarii nachträglich mit etwas hellerer Tinte.

Ergänzungen zum Textbestand

Am Rand einige Korrekturen, Lemmata und Auszüge aus den Scholien des Anonymos Neobarii (ed. H. Rabe, CAG XXI 2).

Einband

Braunes Leder auf Pappe, echte Bünde, umstochene Kapitale. Reste von Lederschnüren an beiden Deckeln (2 an der Längsschnittseite, je 1 an Kopf und Schwanz). Blindstempel auf beiden Deckeln: In Filetenrahmen breites Ornamentband, dann weiterer Rahmen, in dieses Rechteck einbeschrieben große Raute (erhabenes Ornament, von Fileten begrenzt), in der Mitte der Raute kreuzförmig angeordnete Flechtornamente. Dieselben Ornamente einzeln in den Randfeldern, dazu kleine Blumenstempel. Wz. f.I': Buchstabe B, Br. und Hea. ohne Beleg.

Geschichte

Datierung

15. Jh. M. (ff.181), 15. Jh. M. – vor J. 1485 (ff.83152)

Provenienz

Das Ms. kam aus der Bibliothek des Kardinals Mazarin auf dem bekannten Weg im Jahre 1668 in die Bibliothèque Royale. Ältere Signaturen (f. I aufgeklebt): 16, 3122, 2586 (Clément), außerdem (f. 1): 21. f. I unter den Signaturen: οἶμαι θέωνος εἶναι, darunter (ebenfalls aufgeklebt) Beschreibung von 〈Du Cange〉 mit Ergänzung durch 〈Sevin〉. f. I V: Theon Platonis interpres / Arist. Rhetorica ad Theod. Auf der Innenseite des Hinterdeckels aufgeklebter Zettel von 〈Boivin?〉, auf welchem der Verfasser der Schrift von ff. 1sqq. als Proklos festgestellt wird (Hinweis auf die Ausgabe von Aem. Portus, Frankfurt 1618).

Bibliographie

Kat.

  • Catal. Codd. Mss. Bibl. Regiae, II, S.407.
  • H. Omont, II, S. 148 (16.Jh.).

Kod.

  • D. Harlfinger, Textgeschichte Lin., S.408.

Text. In allen Rhet.-Editionen Sigel C.

  • Th. Gaisford, ed.Rhet., 1820, S.II ( 16.Jh., von einem Gelehrten geschrieben, eigene Konjekturen; kollationiert) .
  • A. Roemer, ed. Rhet., 21898, S.XIX–XX (huic libro tamquam ex antiquo et sincero fonte propagato vix unum verbum credendum. Enthält Konjekturen eines Gelehrten, die oft mit den Scholien übereinstimmen; kollationiert) .
  • M. Dufour, ed. Rhet. I–II, 1932, S.21,25.
  • W. D. Ross, ed. Rhet., 1959, S.VI, VIII, XIII.
  • R. Kassel, Textgeschichte Rhet., S.11,59–61 (kollationiert. Abschrift aus Y [= Vat. 1340]. Interpolationen und Korrekturversuche mit Hilfe der Scholien, aus denen auch zahlreiche Exzerpte am Rand stammen) .
  • M. Dufour–A. Wartelle, edd. Rhet. III, 1973, S.27, 31 (Sondierungskollationen) .
  • G. Aujac, Trad. du περὶ συνθέσεως ὀνομάτων de Denys d'Halic., S.23 (nur erwähnt) .
  • R. Kassel, ed. Rhet., 1976, S.XIX (unter den codices recentiores aufgeführt, quorum lectiones propriae pro coniecturis habentur) .
  • Proklos

    • Bei H. D. Saffrey–L.G. Westerink, edd. De Platonis theologia, I–III, Paris 1968–1978, nicht erwähnt.

Quelle

  • Reinsch, Autopsie Juni 1968