Commentaria in Aristotelem Graeca et Byzantina

Vorstufe

Beschreibung Par. gr. 1858

Nachweis: Frankreich, Paris, Bibliothèque nationale de France, Ancien fonds grec, Par. gr. 1858
Datierung:

15. Jh. 2.–3. Viertel

Beschreibstoff: Pergament
Format: mm 266–177
Folienzahl: ff. 50, I'

Inhalt

  • (ff. 148V) Pol., inc. mutile V 6, 1306a6 ...] ἐπιχειροῦσι.
  • Leer

    ff. 4950V.

Physische Beschaffenheit

Beschreibstoff

Pergament

Format

mm 266–177

Folienzahl

ff. 50, I'

Lagen

FHHF.

5 × 10 (50).

Griechische Kustoden

Griechische Kustoden auf dem ersten Recto unten rechts, vom Kopisten: η (f. 1) – ια (f. 31).

Reklamanten

Reklamanten auf dem letzten Verso unten waagerecht, vom Kopisten. Aus der Zählung geht hervor, dass am Anfang des Ms. 7 Lagen (α–ζ) verloren gegangen sind.

Anzahl der Linien

Lin. 30

Kopist

〈Ioannes Argyropulos〉 (Harlfinger). Initialen rot. Auf jedem Recto oben Mitte Buchzählung mit griechischen Buchstaben.

Ergänzungen zum Textbestand

Am Rand einige Korrekturen, vom Kopisten.

Einband

Pergament auf Pappe. Das Pergament ist ein Blatt aus einer französischen Handschrift; Text stark abgegriffen und kaum noch zu entziffern. Erhabene Bünde. Spiegel, f. I und Spiegel' Papier ohne Wz.

Geschichte

Datierung

15. Jh. 2.–3. Viertel

Provenienz

Das Ms. gehörte in der 2. Hälfte des 16. Jh. Antoine du Verdier, dem Herrn von Vauprivas bei Lyon (1544–1600); damals fehlten die ersten 7 Lagen bereits. Besitzvermerk f. 1 unten: VAUPRIVAS. Nach dem Tode Antoines erbte sein Sohn Claude (1566–1649) unser Ms. zusammen mit der übrigen Sammlung des Vaters. Zu beiden Verdiers vgl. Chr. G. Jöcher, IV, Sp. 1522–1523. Schließlich kam es in die Bibliothek Colberts (f. 1: Cod. Colb. 2401) und dann auf dem bekannten Wege im Jahre 1732 in die Bibliothèque Royale (f. 1: Regius 2592/3). Auf dem Spiegel (aufgeklebt) Inhaltsangabe von 〈Du Cange〉 mit Ergänzung 〈Sevins〉.

Bibliographie

Kat.

  • Catal. Codd. Mss. Bibl. Regiae, II, S. 411
  • H. Omont, II, S. 153.

Kod.

  • D. Harlfinger, Textgeschichte Lin., S. 408.

Text.

  • C. Goettling, ed. Pol., 1824, S. XXVIIII (kollationiert von Hase) .
  • I. Bekker, ed. Pol., 1831 (Sigel 1858, selten angeführt) .
  • J. Barthélemy–St. Hilaire, edd. Pol., 1837, I, S. CLXXIII (kollationiert) .
  • A. Stahr, ed. Pol., 1839, S. VIII–IX (Sigel P5, 16. Jh., vielleicht aus Druck abgeschrieben, einige wertvolle Varianten) .
  • F. Susemihl, ed. Pol., 1872, S. XII (Sigel P5, so auch in den späteren Editionen)
  • A. Busse, De praesidiis Aristotelis Politica emendandi, Diss. Berlin 1881, S. 5 Anm. 5, 47–48 (gehört zur Familie Π2, benützte außerdem die vetusta translatio) .
  • F. Susemihl, ed. Pol., ³1882 und 1894, S. VI, VIII–X, XXVIII (16. Jh. 1. H. stimmt meistens mit Familie Π² überein, oft auch mit der translatio vetusta, aber keine Benutzung der lateinischen Übersetzung) .
  • F. Susemihl–R. D. Hicks, edd. Pol., 1894, s. 5–6 (16. Jh. Einerseits schlechtes Exemplar von Familie Π², stimmt aber oft mit Π1 und mit der alten Übersetzung des Wilhelm überein; einige gute Konjekturen. Außer den Korrekturen des Kopisten einige wenige von zwei späteren Händen) .
  • O. Immisch, ed. Pol., 1909, S. XXVII–XVIII (15. Jh. Benutzt die lateinische Übersetzung Wilhelms, aber gelegentlich wohl auch die des Aretinus. Zu eleminieren, vielleicht einige gute Konjekturen) .
  • O. Immisch, ed. Pol., ²1929, S. XXIX–XXX (wie vorher) .
  • W. D. Ross, ed. Pol., 1957, S. V, VII (nonnumquam ... solus veram habere lectionem videtur) .
  • J. Aubonnet, ed. Pol., 1960, S. CCI (man kann das Ms. zur Familie Π1 rechnen) .
  • A. Dreizehnter, Textgeschichte Pol., S. 67 (16. Jh., nur erwähnt) .
  • A. Dreizehnter, ed. Pol., 1970, S. XXVIII–XXIX, XLVII Anm. 77 (Beschreibung des Ms.; gehört zur Familie Π³, benutzt die translatio perfecta) .

Quelle

  • Dreizehnter, Autopsie März 1967 und 1968
  • Reinsch, Autopsie September 1970