Commentaria in Aristotelem Graeca et Byzantina

Vorstufe

Beschreibung Par. gr. 1869

Nachweis: Frankreich, Paris, Bibliothèque nationale de France, Ancien fonds grec, Par. gr. 1869
Datierung:

14. Jh. M.–3. Viertel

Beschreibstoff: Papier
Format: 306 × 196 mm
Folienzahl: ff. II, 196, I'

Inhalt

Physische Beschaffenheit

Beschreibstoff

Papier

Wasserzeichen

  • ff. 155, 5788, 8991/9496, 97196: Zwei Kreise mit Kreuz, fast identisch Br. 3168 (Pisa 1361), sehr ähnlich M.–T. 2024 (Siena 1334), ähnlich Ha., cercle 21 (belegt J. 1363).
  • ff. 92/93: Gekreuzte Schwerter, Br. ohne Beleg, fast identisch M.–T. 3358 (Belgrad 1360/75).

Format

306 × 196 mm

Folienzahl

ff. II, 196, I'

Foliierung

Auf einigen ff. ganz oben rechts Reste einer Foliierung, die bis f. 57 mit der jetzt maßgebenden übereinstimmt, gegen Ende des Ms. (z. B. f. 174) um eine Ziffer niedriger liegt.

Lagen

6 × 8 (48), 1 × 8 - 1 1 (56, Bl. 8 fehlt, später ersetzt), 17 × 8 (192), 1 × 8 - 4 (196, Bl. 1 fehlt mit Textverlust, Bl. 6–8 fehlen ohne Textverlust).

Griechische Kustoden

Griechische Kustoden auf dem ersten Recto unten rechts, vom Kopisten: α (f. 1) – κδ (f. 185).

Anzahl der Linien

Lin. 36–37

Liniierung

Lake I, 1a = Leroy 00D1 (Abschluss oben und unten nicht genau erkennbar).

Kopist

Von einer Hand geschrieben. Zierleisten, Zierinitialen an den Buchanfängen, Kapitelinitialen, einige Lemmata und Diagramme am Rand, Telosformel (f. 55) in bräunlichem Rot. Die Korrekturen (häufig in rasura) und Glossen hat der Kopist offensichtlich in einem zweiten Arbeitsgang mit etwas hellerer Tinte geschrieben. f. 16 senkrecht am Rand θς .

Ergänzungen zum Textbestand

Einige Interlinearglossen, Korrekturen und variae lectiones, vereinzelt am Rand Lemmata, Diagramme und kurze Bemerkungen.

Einband

Griechisch. Dunkelbraunes Leder auf Holzdeckeln mit glatten Kanten. Fester, glatter Rücken. Reste von 2 dreiteiligen Lederriemen an der Längsschnittseite des Hinterdeckels, in der Kante des Vorderdeckels Haltestifte. Auf beiden Deckeln durch doppelte und einfache Fileten gebildete Rhombus- und Dreieckfelder. In den Feldern, oft auch die Linien überschneidend, viele kleinere Einzelstempel: Rechtecke mit drei Lilien nebeneinander, Rhomben mit Doppeladler, Rhomben mit Lilie, Quadrate mit Adler, der einen Hasen schlägt, weitere quadratische und achteckige Stempel mit nicht sicher gedeuteten Motiven; dazu auf den Fileten kleine Stempel mit drei konzentrischen Kreisen. Auf dem Vorderdeckel innen eingeschnitzt das Monogramm ΠΛ (= ΠΑΛΑΙΟΛΟΓΟΣ?). Wz. ff. 56, I': Ochsenkopf mit Stange und Blume, fast identisch Br. 14778 (Vicenza 1427, mit Variante Quedlinburg 1430), sehr ähnlich Pi. XIII 275 (Nürnberg 1469).

Geschichte

Datierung

14. Jh. M.–3. Viertel

Provenienz

Das Ms. war im 15. Jh. im Besitz des Klosters der Hl. Anastasi der Pharmakolytria auf der Chalkidike, das seit dem 14. Jh. bezeugt ist und nach seiner Neugründung 1520 zu neuer Blüte gelangte. Besitzernotiz f. 1 oben βιβλίον τῆς ἁγίας ἀναστασίας τῆς φαρμακολυτρίας τῆς ἐν τῷ μεγάλω/ βουνῶ κειμένης; Bücherfluch f. 57 oben: ἀνάθεμα νὰ ἔχοι ὅς τις ἔκοψεν τὰ φύλλ(α) τὴς ἀρχῆς τῆς ἐξηγήσεως τοῦ βιβλίου τούτου. Nach Paris gelangte es wahrscheinlich durch Sevin, der von seiner Reise nach Griechenland und in die Türkei (1728–1730) eine Reihe von Mss. dieses Klosters mitbrachte; es muss zusammen mit diesen anderen Mss. zwischen 1730 und 1740 in die Bibliothèque Royale gekommen sein. Von J. Darrouzès, Mss. Ste–Anastasie und O. Volk, Byz. Klosterbibliotheken wird es nicht erwähnt.

Reproduktionen und Digitalisate

Bibliographie

Kat.

Text.

  • (In allen Rhet.-Editionen Sigel B.)
  • Th. Gaisford, ed. Rhet., 1820, S. I–II (kollationiert) .
  • A. Roemer, ed. Rhet., ²1898, S. XVI, XXI.
  • M. Dufour, ed. Rhet., I–II, 1932, S. 21, 25.
  • W. D. Ross, ed. Rhet., 1959, S. VI, XIII.
  • R. Kassel, Textgeschichte Rhet., S. 11, 56–61 (Apographon von Y [= Vat. 1340] und Vorlage für Yal. 361, Scor. Σ.Ι. 12, Sinait. 1677 und Ambr. B 3 inf. ) .
  • M. Dufour–A. Wartelle, edd. Rhet. III, 1973, S. 27,31 (kollationiert) .
  • G. Aujac, Trad. Denys, S. 23 (nur erwähnt) .
  • Anonymos Neobarii, Fragmentum commentarii, Stephanos

    Fragmentum commentarii

    • ed. L. Spengel, ed. Rhet., I, 1867, S. 155–162, vgl. auch S. VIII.

    Stephanos

    • ed. J. A. Cramer, Anecd. Paris., I, 1839, S. 245–312, dort S. 245 (15. Jh.) .

Quelle

  • Reinsch, Autopsie Juni 1968