Commentaria in Aristotelem Graeca et Byzantina

Vorstufe

Beschreibung Par. gr. 2039

Nachweis: Frankreich, Paris, Bibliothèque nationale de France, Ancien fonds grec, Par. gr. 2039
Datierung:

15. Jh. 1. H.

Beschreibstoff: Papier
Format: 220 × 148 mm
Folienzahl: ff. V, 50, III'

Inhalt

Physische Beschaffenheit

Beschreibstoff

Papier

Wasserzeichen

  • ff. VV/7: Dreiberg, ähnlich Br. 11662 (Florenz 1432).
  • ff. 16, 815: Waage, ähnlich Br. 2413 (Dijon 1417, mit Varianten Grammont 1417, Damme 1421, Utrecht 1434), sehr ähnlich Ha., balance 55 (belegt J. 1440).
  • ff. 1631, 34/37, 43/44: Einhorn, Typ Br. 99499971 (vorwiegend Oberitalien 1370–1450).
  • ff. 32/39, 41/46, 48I': Dreiberg mit Kreuz, ähnlich Br. 11689 (Florenz 1411–1421, mit Varianten Braunschweig 1412, Pisa 1416), sehr ähnlich Ha., monts 11 (belegt J. 1426 und 1427, letzteres Ms. in K/pel entstanden).

Format

220 × 148 mm

Folienzahl

ff. V, 50, III'

Foliierung

Außer der maßgebenden Foliierung oben rechts eine zweite unten rechts, von 2 (f. 1) bis 17 (f. 16), die dann als Lagensignierung weiterläuft: 18 (f. 24), 19 (f. 32), 20, (f. 40), 21 (f. 48).

Lagen

1 × 8 (VV, 1–7), 5 × 8 (47), 1 × 4 (4850, I').

Griechische Kustoden

Griechische Kustoden, vom Kopisten, auf dem ersten Recto oben rechts und auf dem letzten Verso unten links: α (f. 7V) – ζ (f. 48).

Lagensignierung

Lagensignierung vgl. unten Foliierung.

Anzahl der Linien

Lin. 23

Kopist

Von einer Hand in K/pel geschrieben (vgl. Provenienz). Auf jeder Seite oben ein kleines Kreuz. Titel und Initialen in bräunlichem Rot.

Einband

Louis-Philippe. Auf dem Rücken (in Gold): LYSIAE (sic) OPERA. ff. III, I V Pergament.

Geschichte

Datierung

15. Jh. 1. H.

Provenienz

In Konstantinopel durch Vermittlung eines Georgius Bissipatus (Georgios Dishypatos) als Teil einer umfangreicheren Bestellung für einen nicht genannten westlichen Auftraggeber geschrieben. Anschreiben an den Auftraggeber f. 50: Vir elegantissime presente(m) librum feci scribere secu(n)tum requisicionem vestra(m) et mito vobi, reliqua no(n)dum sunt co(m)bleta sed cum adinplebuntur credo, quot d(o)m(inu)s meus imp(er)ator mitet vobis secu(n)dum quot est voluntas vestra. datum in co(n)stantinopoli terco die mensis marcii. Vester frater georgius librari(us) bissipatus. Möglicherweise ist dieser Georgios Dishypatos mit dem Manne gleichen Namens identisch, der im Jahre 1436/7 als Abgesandter des Kaisers Ioannes VIII. Palaiologos zwischen dessen Brüdern auf der Peloponnes vermittelte (vgl. Georgios Sphrantzes, Chronicon II 11, S. 56, 4–16 Grecu). Um dessen Sohn handelt es sich vielleicht bei dem Georgios Palaiologos Dishypatos, der im Dienste des französischen Königs Louis XI stand und an den 1476 Andronikos Kallistos aus London eine Bitte um Unterstützung für Georgios Hermonymos richtete (vgl. DuCange, Familiae Byzantinae, S. 256–257; Legrand, Bibl. Hell., I, S. LV–LVI; M.E. Cosenza, Ital. Humanists, II, S. 1237; V, S. 164). In die Bibliothèque Royale kam das Ms. über die Sammlung Mazarins. f. III V: Aristotelis rhetorica in greco; f. IV RV griechische Schreibübungen, f. I V ein verwischter lateinischer Namenszug; f. VV am Rand Signatur 160, daneben unter der Signatur 3075 (Clément) lateinische Inhaltsangabe mit Ergänzung durch 〈Sevin〉.

Bibliographie

Kat.

  • Catal. Codd. Mss. Bibl. Regiae, II, S. 435.
  • H. Omont, II, S. 183.

Kod.

  • M. Fuhrmann, Textgeschichte Rhet. Al., S. 91 Anm. 1 (Abdruck des Briefes von f. 50; er "könnte an einen Würdenträger Karls VI. oder Karls VII. gerichtet sein") .

Text.

  • Sigel C.
  • L. Spengel, ed. Rhet. Al., 1844, S. V–VIII (Edition folgt im allgemeinen dem Text der Hss.-Familie C F [= Laur. 60,18] M [= Mon. gr. 75]) .
  • C. Hammer, ed. Rhet. Al., 1894, S. V (neu kollationiert) .
  • M. Fuhrmann, Textgeschichte Rhet. Al., S. 17, 81–82, 91–98, 173–174, Stemma nach Abb. 2 (geht mit F, geschrieben J. 1427 in K/pel, auf die gemeinsame Vorlage µ zurück; wahrscheinlich Vorlage für Laur. C. S. 47, geschrieben vor J. 1425) .
  • M. Fuhrmann, ed. Rhet. Al., 1966, S. IX, XXIX–XXX (wie im vorigen) .

Quelle

  • Reinsch, Autopsie April 1968