Commentaria in Aristotelem Graeca et Byzantina

Vorstufe

Beschreibung Patm. 378

Nachweis: Griechenland, Patmos, Μονὴ τοῦ Ἁγίου Ἰωάννου τοῦ Θεολόγου, Patm. 378
Datierung:

16. Jh. 2. H.

Beschreibstoff: Papier
Format: 211 × 153 mm
Folienzahl: ff. 144

Inhalt

  • (ff. 19) Anonymus, Psalmenprologe.
  • (f. 9 Rv) Eusebios, Auszüge aus dem Psalmenkommentar.
  • (ff. 9V25) Nikephoros Blemmydes, Περὶ ψυχῆς.
  • (ff. 2550V) derselbe, Περὶ σώματος.
  • (ff. 50V61) derselbe, Περὶ πίστεως (= PG 142, Sp. 585 ff.).
  • (ff. 61V64V) Photios, Contra veteris Romae asseclas (= PG 102, Sp. 392–400).
  • (ff. 64V69V) Petrus Chrysolanus, Oratio de Spiritu Sancto (= PG 127, Sp. 911–919).
  • (ff. 69V76V) Johannes Phournes, Ἀντιρρητικὴ Ἀπολογία (= A. Demetrakopoulos, Ἐκκλησιαστικὴ Βιβλιοθήκη Ι, Leipzig 1866, S. 36–47).
  • (ff. 76V82) Nikolaos von Methone, Ἐν τοῦ λόγου οὗ συνεγράψατο περὶ τοῦ ἐκπορεύεσθαι τὸ πανάγιου πνεῦμα ἐκ τοῦ πατρὸς μόνον.
  • (ff. 8296) derselbe, Κεφαλαιωδῶς ἔλεγχος τοῦ παρὰ Λατίνοις καινοφανοῦς δόγματος τοῦ ὃτι τὸ πνεῦμα τὸ ἃγιον ἐκ τοῦ Πατρὸς καὶ ἐκ τοῦ Υἱοῦ ἐκπορεύεται (= A. Demetrakopoulos, a.a.O. S. 359–380).
  • (ff. 96112V) Michael Psellos, Auszüge aus De omnifaria doctrina.
  • (ff. 112V132) Mu. Text fehlt zwischen 401a 16 αἰῶνα und 401b 24 καθὰπερ, dazu s.u.
  • (ff. 132136) Michael Psellos, Auszüge aus De omnifaria doctrina und aus Solutiones breves quaestionum naturalium.
  • (ff. 136139) Theophylaktos Simokattes, Ζήτημα προσωποποιία. ὃτι ὃροι ζωῆς τοῖς ἀνθρώποις ἀποκεκλήρωνται, inc. ἔδει μἐν τὸν θεόφραστον, des. ἐνδόξως γὰρ δεδόξασται.
  • (ff. 139144V) derselbe, Διὰ προσω〈πο〉ποιίας. ὃτι οὐχ ὃροι ζωῆς τοῖς ἀνθρώποις πεπήγασι: Θεοφράστον κατὰ Θεογνώστον, inc. ἐπει τὰφος ἀνεογμὲνος, des. ἀντίδοσιν οὐκ ἒαν μὴ (bricht kurz vor Ende der letzten Zeile ab) (ed. nach cod. Hieros. Patr. 108 Papadopoulos-Kerameus, in: Journal des Ministeriums für Volksaufklärung 1901, S. 509 ff.).

Physische Beschaffenheit

Beschreibstoff

Papier

Wasserzeichen

  • (ff. 18. 3372. 90+95. 97144) unregelmäßig verteilt vier verschiedene Zeichen, alle vom Typ Anker im Kreis mit Blume zusammen mit verschiedenen Buchstaben und Gegenzeichen, Typ der Gruppe Br. 548572, Oberitalien 1563–1597.
  • (ff. 930. 7388) Hand mit gestreckten Fingern und den Buchstaben IB, Br. nicht belegt.
  • (ff. 9193) Krone mit Halbmond auf Stange, Gegenzeichen Blume mit Buchstaben I (?), Br. und Piccard nicht belegt.

Format

211 × 153 mm

Folienzahl

ff. 144

Lagen

5 × 8 (40), 1 × 10 (50), 1 × 8 (58), 1 × 6 (64), 10 × 8 (144).

Lagensignierung

Signatur der Lagen jeweils auf dem letzten Verso unten rechts, beginnt f. 8V mit δʹ, endet f. 144V mit καʹ. Am Anfang sind also drei Lagen verlorengegangen. Reklame jeweils auf dem letzten Verso senkrecht, unregelmäßig.

Anzahl der Linien

Lin. 18

Liniierung

Lake I 2b.

Kopist

(ff. 18V) 1. Hand.

(ff. 9114V) 2. Hand. Titel und Initialen in hellem, kräftigem Rot. Auf der Innenseite des Vorderdeckels unbeholfene Christuszeichnung mit Christusmonogramm. Auf der Innenseite des Hinterdeckels neben bedeutungslosen Kritzeleien verschiedener Hände vom Kopisten:

+ ἡ τιμὴ τούτου τοῦ βιβλίον ὑπὰρχει ἀργύρια ἰ (danach ein Buchstabe ausradiert).

Der Text von εὐθείαν ἣν τινες 391b 25 bis ὀνομάζονται στηρί〈ζονται〉 392b 5 ist zweimal geschrieben worden; f. 112V des. τὴν γῆν ἐκ 391a 9, dann folgt f. 113 Rv die eben angeführte Stelle, und f. 114 R führt mit λιποῦσα 391a9 fort. Der Kopist hatte wohl in der Vorlage ein Blatt übersprungen; er bemerkte seinen Irrtum, holte das Versäumte nach und schrieb dann kontinuierlich weiter; er vergaß, f. 113 Rv zu löschen.

Die Handschrift hat mehrere große Fenster. Was den Text von Mu. angeht, weist sie mit Hieros. Patr. 108, von dem sie ein Abkömmling ist, und Par. gr. 1302 folgende gemeinsamen Eigentümlichkeiten auf: 1) Nach βορεοὶ εἰσὶ τῷ γένει 395a 5 folgt, eingefügt in den Text, ein längeres Scholion über die Winde [ed. Moraux 1981]. 2) An der Stelle 401a 16 stehen nach εἰς ἓτερον αἰῶνα die Worte καὶ μετὰ ὑπὲρ φύχον ἓν, dann läuft der Text mit καθὰπερ 401b 24 weiter.

Einband

Pappe mit Leinen und dunkelbraunem Leder überzogen. Deckel schließen mit dem Buchblock ab. Fester, glatter Rücken ohne Bünde. Umstochene Kapitale, dienen zur Befestigung der Deckel. Vorn und hinten je vier Lederschnürchen.

Erhaltungszustand

An den Rändern zerfressen, ohne Textbeeinträchtigung. Nach f. 144V nur noch ein kleiner Fetzen mit einigen Kritzeleien erhalten.

Geschichte

Datierung

16. Jh. 2. H.

Bibliographie

Kat.

  • J. Sakkelion, Πατμιακὴ Βιβλιοθὴκη, Athen 1890, Nr. 378.
  • A. Ralfs, Verzeichnis der Griechischen Handschriften des Alten Testaments, Berlin 1914 (= Nachr. Königl. Ges. Wiss. Göttingen, phil.-hist. Kl. 1914, Beiheft) , S. 219

Text.

  • W. L. Lorimer, Aristotelis q. f. libellus de mundo, Paris 1933, S. 3 (nur als vorhanden erwähnt) .
  • Scholion über die Winde

    • P. Moraux, Anecdota Minora II. Über die Winde, ZPE 41, 1981, S. 43–58.

Quelle

  • Reinsch, Autopsie August 1967.