Commentaria in Aristotelem Graeca et Byzantina

Vorstufe

Beschreibung Perus. F 54

Nachweis: Italien, Perugia, Biblioteca Comunale Augusta, Perus. F 54
Datierung:

15. Jh. M.

Beschreibstoff: Papier
Format: 235 × 164 mm
Folienzahl: ff. XIII, 326, I'

Inhalt

Physische Beschaffenheit

Beschreibstoff

Papier

Wasserzeichen

  • ff. IIXIII, 46/79, 1338, 87254, 256/265, 267326: Basilisk I, fast identisch Br. 2669 (Mantua 1459), sehr ähnlich Br. 2667 (Ferrara 1447, mit Varianten Oberitalien 1450 und Wien 1445 [Vind. Phil. 75, Kopist Demetrios Kykandyles]), sehr ähnlich Ha., basilic 21 (belegt 1445, Kopist Demetrios 〈Kykandyles〉).
  • ff. 2/11, 4041/4849: Dreiberg mit Stange, Br. ohne Beleg, ähnlich Ha., monts 24 (belegt 1441).
  • ff. 44/45, 5186: Basilisk II, = Br. 2666 (Ferrara 1442, mit Variante Vic 1410).
  • ff. 258259/262263: Krone, ähnlich Br. 47304732 (Oberitalien 1437–1450, mit Varianten 1439–1485), Pi. ohne Beleg. Ganz ähnliche Wasserzeichen weist der ebenfalls von Kykandyles geschriebene Vind. Phil. 75 auf, vgl. J. Bick, Schreiber Wiener Hss., S. 46.

Format

235 × 164 mm

Folienzahl

ff. XIII, 326, I'

Foliierung

Eine fehlerhafte Bleistiftfoliierung beginnt f. I mit 1; von anderer Hand an einigen Stellen radiert und verbessert (beginnt f. 1 mit 1). Beide Zählungen sind fehlerhaft, so dass große Verwirrung herrscht. In dieser Beschreibung wird eine Zählung verwendet, die sich an den griechischen Kustoden orientiert, also f. 1 = Bl. 1 der Lage α, f. 326 = Bl. 12 der Lage κζ.

Lagen

3 × 12 (II–XIII, 1–24), 1 × 14 (38), 24 × 12 (326).

Griechische Kustoden

Griechische Kustoden auf dem ersten Recto und auf dem letzten Verso unten Mitte, vom Kopisten: α (f. 12V) – κζ (f. 315).

Lagensignierung

Lagensignierung mit westlichen Ziffern auf dem ersten Recto unten rechts, manchmal abgeschnitten, oft ganz verblasst: 1 (f. II), 2 (f. 1) usw.

Anzahl der Linien

Lin. 23

Kopist

〈Demetrios Kykandyles〉 (Harlfinger). Der Duktus schwankt z. T. erheblich; deutliche Neuansätze vor allem ff. 39, 234V. Mioni (vgl. Bibliographie) nimmt zu Unrecht drei verschiedene Kopisten an.

Zierleisten, Titel, Initialen, Kapitelüberschriften und Teloszeilen der einzelnen Traktate (Zwölfsilber) rot. Ab Anal. Pr. ist Platz für Titel und Initialen ausgespart, diese erscheinen wieder ff. 111120, ab f. 123 sporadisch; in Top. und Soph. El. keinerlei Illumination.

Ergänzungen zum Textbestand

Zu allen Traktaten außer Top. und Soph. El. am Rand Korrekturen, vom Kopisten.

Einband

Braunes Leder auf Holz, beschädigt; Rücken mit weichem Leder restauriert. Auf beiden Deckeln Spuren von runden Buckeln; je eine Schließe an Längsschnittseite, Kopf und Schwanz (Lederriemen von vorn und hinten). Blindpressung: Filetenrahmen, gerolltes Band, Filetenrahmen, ringsum Band mit 8strahligen Sternen, in den Ecken runde Blumenstempel. In den Ecken des Mittelfeldes Rhombusstempel mit Blattmotiv. ff. I, II' sowie die Spiegel Pergament.

Geschichte

Datierung

15. Jh. M.

Provenienz

Das Ms. stammt aus dem Besitz des Franciscus Maturantius (1443–1518) und kam über das Kloster S. Petrus 1810 in die Biblioteca Augusta. f. 1 oben: Ex testamento Francisci / Maturantij, unten; Est mon(aste)rij S. Petri Perusini Sig. #n°.# 189. Darunter (von anderer Hand): venerandum tuum verbum (?). f. 321V: Est Monasterij S. Petri / de Perusio./ Laus Deo.

Bibliographie

Kat.

  • T. W. Allen, Mss. Perugia, S. 474 Nr. 15.
  • A. Bellucci, Mss. Perugina, S. 123.
  • E. Mioni, Catalogo Biblioteche Italiane, II, S. 308 Nr. 196.

Kod.

  • D. Harlfinger, Textgeschichte Lin., S. 413.

Quelle

  • Nickel, Autopsie Oktober 1969
  • Reinsch, Autopsie September 1977