Commentaria in Aristotelem Graeca et Byzantina

Vorstufe

Beschreibung Rom. Ang. 42

Nachweis: Italien, Rom, Biblioteca Angelica, Rom. Ang. 42
Datierung:

14. Jh. A. (?)

Beschreibstoff: Papier.
Format: 259 × 165 mm
Folienzahl: ff. 420

Inhalt

  • (f. 1) Schreibübungen
  • (f. 1V) Kolorierte Zeichnung: Aristoteles bei der Unterweisung Alexanders des Großen; ontologisches Schema mit Erläuterungen.
  • (ff. 28) Ammonios, In Porphyrii Isagogen prooemium (S. 1–23 Busse).
  • (f. 8V) Vita Aristotelis (II Westerm.).
  • (ff. 910) Ammonios, In Cat. prooemium.
  • Organon:
  • (ff. 1024V) Porphyrius, Isagoge.
  • (ff. 24V25) Diagramme und Scholien, inc. θεωρητικὸν μὲν οὖν ἐστι τὸ κατανοεῖν τά τε ἀσώματα καὶ ἄυλα.
  • (ff. 25V55V) Cat. Zu Beginn häufige Interlinearscholien, einige Diagramme und häufige Marginalscholien, größtenteils vom Kopisten, einige von späterer Hand; f. 55 nach μεταβολῆς γινομένης 14, p. 15b16 in den Text eingeschoben 2 Scholien; das erste inc. τὸ αγ γνώμων περιτιθέντος, des. μετασχηματίζεται τὸ αὐτὸ εἰς οἱονδήτι σχῆμα; das zweite inc. κατὰ τὴν ἑξαχῆ κίνησιν ἀκίνητον τὸ θεῖον, des. ὄπισθεν οὐδενὸς ὄντος κενοῦ τῆς αὐτοῦ πληρώσεως.
  • (ff. 5692V) Int. Am Rand Paraphrase des Michael Psellos (des. f. 93V). Am äußersten Rand weitere Scholien, meistens von späterer Hand; einige Interlinearglosse, Diagramme und Schemata; ff. 88V und 93V unbeholfene Zeichnungen menschlicher Gestalten.
  • (ff. 94196) Anal. Pr. Häufige Marginalscholien und Diagramme, zum größten Teil vom Kopisten; häufige Korrekturen von späterer Hand.
  • (ff. 196259) Anal. Post. Einige Marginalscholien und Diagramme vom Kopisten; häufige Korrekturen von späterer Hand.
  • f. 237, vor Beginn des 2. Buches, Scholion im Text: inc. τὰ δ ζητούμενα, des. καὶ διὰ τί ἐστιν ἀναλυτική.
  • (ff. 259380) Top. Einige Marginalscholien und Diagramme; Korrekturen von späterer Hand. Zu den Büchern H und Θ am Rand Kommentar des Alexander von Aphrodisias (ff. 355379), nicht ganz vollständig.
  • (ff. 380416) Soph. El. Häufige Marginalscholien und Diagramme.
  • (ff. 416417V) Σύνοψις τῶν σοφιστικῶν ἐλέγχων, inc. ἰστέον ὅτι κατ᾿ ἓξ τρόπους γίνονται παρὰ τὴν λέξιν σοφίσματα, des. οὐ ταὐτὸν γάρ ἐστιν εἰπεῖν ὅτι οὐκ ἔστι φαγεῖν.
  • (f. 418) Schema.
  • (f. 418V) Τᾶ ιβ ζῶδια. Darunter großer Zodiacus gezeichnet; unter dem Titel: ὤμοσε κρῆς μηδέποτε τ᾿ ἀληθὲς ἐρεῖν·ἠλίθευσε δὲ ἅπαξ ἵνα κἂν ταύτη ψεύσεται τὸν ὅρκον παραβάς.
  • (f. 419) Top. IV, 5 p. 126b28 λέγειν – 127a9 συγχωρῆσαι ὅτι, bricht mitten in der Zeile ab. Wahrscheinlich sollte das Blatt ursprünglich einmal f. 313 R ersetzen, welches dasselbe Textstück trägt; am Ende von f. 313 R hatte der Kopist die Worte ὅτι ἀήρ ἐστιν ausgelassen; sie sind am Rand von anderer Hand nachgetragen.
  • (ff. 419V420) Kritzeleien verschiedener Hände, f. 419V u. a. eine Aufzählung der Ausleger des Aristoteles, inc. εἰς τὰς μὲν ε φωνὰς ἀμμώνιος, φιλόπονος, μαγεντηνὸς καὶ ὁ δαυίδ, des. εἰς τὰ μετὰ τὰ φυσικὰ ἀλέξανδρος.
  • Leer

    ff. 379V, 420V.

Physische Beschaffenheit

Beschreibstoff

Papier.

Wasserzeichen

  • Keine. Pontuseaux schräg in Dreier–Formation.

Format

259 × 165 mm

Folienzahl

ff. 420

Foliierung

Reste einer älteren Foliierung, die um einen Einer niedriger liegt als die jetzt gültige.

Lagen

1 × 8 1 (Blatt 1 hinzugeklebt) (9), 5 × 8 (49), 1 × 8 - 3 (Blätter 6–8 fehlen, ohne Textverlust) (54), 1 × 4 (58), 3 × 8 (82), 1 × 12–1 (Blatt 12 fehlt) (93), 8 × 8 (157), 1 × 6 (163), 8 × 8 (227), 1 × 6 (233), 1 × 8 (241), 1 × 8 - 1 (Blatt 7 fehlt, ohne Textverlust) (248), 16 × 8 (376), 1 × 12–2 (Blätter 11–12 fehlen, ohne Textverlust) (386), 1 × 8 (394), 2 × 12 (418), 1 × 2 (420).

Lagensignierung

Sign. d. Lagen ## ? ## jedes letzte Verso unten rechts rot oder braun, beginnt f. 17V mit α, endet f. 406 mit μθ, f. 418 〈ν〉; die Lage ff. 5054 ist bei der Zählung nicht berücksichtigt worden.

Anzahl der Linien

Lin. meistens 23–25 (außer ff. 5692: 4–21 Text, ca. 38 Kommentar)

Liniierung

Lake I 26e.

Kopist

Manuel Chrysokephalos. Subskription f. 418: Der Name ist in Form zweier Monogramme geschrieben M(α)v(oυ)ὴλ Χ(ρυ)σ(ο)κ(έ)φ(α)λ(ος), dazwischen: ὁ γράψας τὴν βίβλον ταύτην:–

Die Handschrift ist sehr farbig: Scholien, Diagramme und Zeichnungen überwiegend rot und blau.

Einband

Braunes Leder auf Pappe. Erhabene Bünde. Auf dem Rücken: ARISTOTELIS.

Erhaltungszustand

ff. 149, 158, 169, 171, 183, 189, 190, 193, 224, 259, 281, 397, 412 äußerer Rand abgeschnitten; f. 379 untere Hälfte ausgebessert.

Geschichte

Datierung

14. Jh. A. (?)

Provenienz

Seit dem 16. Jh. befand sich die Handschrift bis etwa 1698 in der Bibliotheca Sfortiana in Rom; im Katalog des Leo Allatius trug sie die Signatur 19 CVII. Mit vielen anderen Handschriften dieser Sammlung kam sie in den Besitz des Kardinals Domenico Passionei (1682–1761): Siegel der Bibliotheca Passionea unten; oben auf diesem Blatt von der Hand des Philippus Vitalis: Aristoteles. Nach dem Tode Passioneis gelangte das Manuskript in die Bibliotheca Angelica, wo es nach 1763 die Signatur C.3.13 erhielt, im Jahre 1895 die heutige Signatur 42.

Auf f. 1v oberhalb der Illustration in schwarzer Tinte von der Hand des Nikophoros Gregoras (?) folgender Eintrag: κυρίου θεοδώορου ἐντελέχεια σώματος ὀργανικοῦ. Der Eintrag bezieht sich vielleicht auf Theodoros Metochites; als dessen „Seele“ (nach Aristotelischer Definition) wird möglicherweise das vorliegende Buch bezeichnet (Hinweis von P. Golitsis).

Reproduktionen und Digitalisate

  • Rom. Ang. 42 (vollständiges Digitalisat des Internet culturale)

Bibliographie

Kat.

  • T. W. Allen, Notes on Greek Mss, in Italian Libraries, in: Claa. Rev, 3, 1889, S. 348.
  • Cavalieri–Muccio, Index codicum Graecorum Bibliothecae Angelicae, S. 84.

Text.

  • Th. Waitz, ed. Organon 1844/6 (Sigel a).
  • H. Tredennick, ed. Anal. Pr. 1938 (Sigel a).
  • W. D. Ross, ed. Anal. Pr. Und Anal. Post. 1949 (Sigel a).

Quelle

  • Reinsch, Autopsie Juni 1967.