Commentaria in Aristotelem Graeca et Byzantina

Vorstufe

Beschreibung Vat. Chis. gr. R VI 40

Nachweis: Vatikan, Vatikanstadt, Biblioteca Apostolica Vaticana, Codices Chisiani graeci, Chis. gr. R VI 40
Datierung:

15. Jh. M.

Beschreibstoff: Papier (außer ff. II, I': Pergament)
Format: 282 × 195 mm
Folienzahl: ff. II (I mm 244 × 141, 17 Jh.), 100, I'

Inhalt

  • (ff. 194V) EN (die Bücher VI–X irrtümlich ζ–κ gezählt). Der Text EN X 12, 1179b14–1180a35 befindet sich erst auf ff. 93 Z. 9–94 Z. 7; er gehört jedoch auf f. 92 Z. 11, wo sich ein entsprechender lateinischer Hinweis am Rand befindet (15. Jh.) (vgl. auch f. 93).
  • Leer

    ff. 95100V.

Physische Beschaffenheit

Beschreibstoff

Papier (außer ff. II, I': Pergament)

Wasserzeichen

  • ff. 110: Blume, ähnlich Br. 6658 (Florenz 1451, Lucca 1455–1457).
  • ff. 1130 Buchstabe R, ähnlich Ha., lettre 43 (1453, Kopist Georgios Trapezuntios).
  • ff. 3140, 45/46 Leiter, ähnlich Br. 5905 (Siena 1450–1452, Florenz 1453–1454).
  • ff. 42/ 49, 43/ 48 Dreiberg, Br. ohne Beleg.
  • ff. 51100 Buchstabe R, fast identisch Br. 8971 (Siena 1454–1457, Florenz 1461–1462).
  • ff. 41/ 50, 44/ 47 ohne Wz.

Format

282 × 195 mm

Folienzahl

ff. II (I mm 244 × 141, 17 Jh.), 100, I'

Lagen

10 × 10 (100).

Arabische und darunter römische Zahlen auf dem ersten Recto, meist unten Mitte, von 1 (f. 1) bis 10 (f. 91) und von I (f. 1) bis X (f. 91).

Anzahl der Linien

Lin. 30

Kopist

A. ff. 127, 29 Z. 1–8, 30V Z. 6–14, 3194V: eine westliche Hand: Anonymus 28 bei Harlfinger (Harlfinger).

B. ff. 27V28V, 29 Z. 8–30V Z. 1–6, 14–Ende: Der Duktus sieht dem des Leon Atrapes nicht unähnlich.

Bei beiden Kopisten Titel und Initialen in Rot.

Ergänzungen zum Textbestand

Am Rand einige Korrekturen und Ergänzungen, meist in Rot, vom Kopisten.

Einband

Stark lädiertes braunes Leder auf Holz (15. Jh.). Neuer Rücken in dunkelrotem Leder (17. Jh.). Drei erhabene Bünde. Aufdruck: ARISTOT./ ETHICA und Wappen der Familie Chigi. Zwei Verschlussschlaufen (von oben nach unten) noch vorhanden.

Geschichte

Datierung

15. Jh. M.

Provenienz

Der Kodex befand sich im Besitz des Aeneas Silvius Piccolomini, als er Bischof von Pienza war (zwischen 1449 und 1456); vgl. die Eintragung auf f. 1 oben: .A. .P. Ep(iscop)i Pientini (vgl. G. Cugnoni, Aeneae Silvii Piccolomini Senensis qui postea fuit Pius II opera inedita, in: Accademia die Lincei. Memorie della Classe di scienze morali, storiche e filologiche 8, 1893, S. 333–338, dort S. 334 Nr. 108: Aristotelis Ethica, Grece).

Zum weiteren Schicksal vgl. Bibliotheksgeschichte. Spiegel vorn: R VI. 40V; darunter Aufkleber mit der Signatur R. VI 40 (sic), daneben 1899. Lateinischer Pinax von 〈Leone Allacci〉. F. II: 337. Auf dem Spiegel hinten: Liber ar[istotelis ..., dann fI. 4 1/1.

Bibliographie

Kat.

  • G. Pierleoni, Index Chisiana, S. 331–332.
  • P. Franchi de' Cavalieri, Cat. Chisiani, S. 71.

Kod.

  • D. Harlfinger, Textgeschichte Lin., S. 419.

Quelle

  • Eleuteri, Autopsie Dezember 1985.