Commentaria in Aristotelem Graeca et Byzantina

Vorstufe

Beschreibung Urb. gr. 44

Nachweis: Vatikan, Vatikanstadt, Biblioteca Apostolica Vaticana, Codices Urbinati, Urb. gr. 044
Datierung:

15. Jh. 2. H.

Beschreibstoff: Papier (ff. III, I V, Perg.)
Format: 293 × 220 mm
Folienzahl: ff. IV 85 ( 24 ) II

Inhalt

  • (ff. 165) EN (Textverlust nach f. 1V von 1095a24 ὁ αὐτὸς [.....] 1096b16 ἢ ὅσα καὶ und nach f. 5V von 1102a25 ἐξακριβοῦν (sic) ἐργω [.....] 1103b9 κοὶ γίνονται)
  • (ff. 65V68V) Lin.
  • (ff. 6978) Mech.
  • (ff. 78V84) Exzerpte aus Jamblich, De vita Pythagorica, und anderen Philosophen
  • Leer

    ff. 84V, 85

  • Annotationen


    22
  • Textgeschichtliches

    28

Physische Beschaffenheit

Beschreibstoff

Papier (ff. III, I V, Perg.)

Anmerkungen zum Beschreibstoff

17

Wasserzeichen

  • Dreiberg mit Stange, ähnl. Briquet 11702 (dort aber mit Kreuz; auch andere Bodendrähte) (Pisa 1440). Die Datierung kann für das Filigran dieser Hs. nicht zutreffen. Denn dieses begegnet ebenfalls im Urb. 39, ff. 298, 109124 (bis f. 97V schrieb der Kopist deises Urb. 44, ab f. 101 Michael Apostolios) und im Par. 1865, ff. 3036, 65132 (von Mich. Apostolios subskribiert: … μετὰ τὴν ἅλωσιν τῆς σφετέρας π(ατ)ρίδος … d.h. nach 1453!), die aufgrund der anderen in ihnen enthaltenen Wasserzeichen etwa in die Zeit 1465-1475 datiert werden müssen.

Format

293 × 220 mm

Folienzahl

ff. IV 85 ( 24 ) II

Foliierung

19

Lagen

1x8-2 (6; das 2. Bifolium, also die ursprünglich zwischen ff. 1 u. 2 und 5 u. 6 befindlichen Blätter, mit Textverlust (vgl. u.) verlorengegangen), 10x8 (85 24 )

Lagensignierung

Von der Hand des Kopisten stets auf dem ersten Recto oben Mitte und auf dem letzten Verso unten Mitte in griech. Buchstaben: α- ια

Griechische Kustoden

Griechische Kustoden 13

Reklamanten

15

Anzahl der Linien

Lin. 35

Liniierung

18

Kopist

Georgios Tzangaropulos (nicht Johannes Rhosos, wie Stornajolo mit?) aufgrund des Duktus nach Vergleich mit Marc. 380, Vat. 677, ff. 100110, Vat. 1305, ff. 120, Vat. 1629, ff. 303313

Illumination

Zierwerk, Titel, Initialen in Rot. – Graphische Spielereien mit dem Schriftspiegel am Schluss der Traktate

Ergänzungen zum Textbestand

Zu EN I-III Lemmata (meist in blassem Rot) von der Hand des Kopisten und umfangreiche lateinische Scholien von derselben Hand wie die latein. Marginalien im Urb. 39.

Mech mit zahlreichen griechischen Scholien von einer dritten Hand.

Einband

Rotes Leder, auf dem Rücken Wappen in Gold von Pius VI (oben) und Kardinal Zelada (unten)

Erhaltungszustand

32

Geschichte

Datierung

15. Jh. 2. H.

Entstehung

25

27

Ursprünglicher Zustand

26

Provenienz

Wahrscheinlich im Scriptorium des Michael Apostolios (Kreta?) entstanden (vgl. seine Beteiligung ab f. 101 an dem sonst von Georgios Tzangaropulos geschriebenen (ff. 197V) Urb. 39; vgl. ferner das Vorhandensein des Wasserzeichens dieses Urb. 44 in ebendem Urb. 39 und im Par. 1865, der ganz von Apostolios‘ Hand stammt. – Bereits im Inventar (15. Jh. 2. H.) des Fredericus Veteranus, des Bibliothekars von Federigo I von Montefeltro, Herzog von Urbino, aufgeführt (C. Guasti, vgl. u., S. 149, Nr. 621: Aristotelis Ethica Nicomachia. – Idem de individuis lineis); desgleichen auch im „indice vecchio“ (15. Jh. E.) der Bibliothek des Herzogs (C. Stornajolo, vgl. o. zu Urb. 38, S. CLXI, Nr. 18: Aristotelis Ethica Nicomachia, Idem de Individuis Lineis. Eiusdem Mechanica. In Croceo). – Die Bibliothek von Urbino wurde 1657 von Alexander VII. in die Vaticana eingegliedert.

Bibliographie

Kat.

  • C. Stornajolo, vgl. o. Urb. 38, S. 48-49, auch S. CLXI
  • Chr. A. Brandis, vgl. o. Vat. 253, S. 73, Nr. 161
  • C. Guasti, Inventario della libreria Urbinate compilato nel secolo XV da Frederico Veterano bibliotecario di Federigo I da Montefeltro duce d’Urbino, in: Giornale storico degli Archivi Toscani 6 (Florenz 1862), 127-147 und 7 (1863), 46-55, 130-154, S. 149

Text.

  • O. Apelt, De plantis etc., Leipzig 1888, S. VI, IX („Medium inter N et LP locum tenent W et Z ...“)
  • L. Deubner, Jamblichi De vita Pythagorica liber, Leipzig 1937, S. VI

Weitere Sekundärliteratur

  • Die Handschrift wurde seit Bekker mit dem Sigel W bezeichnet. -

Quelle

  • Harlfinger, Autopsie April 1966.