Commentaria in Aristotelem Graeca et Byzantina

Vorstufe

Beschreibung Vat. gr. 257

Nachweis: Vatikan, Vatikanstadt, Biblioteca Apostolica Vaticana, Codices Vaticani graeci, Vat. gr. 0257
Datierung:

15. Jh. (zwischen 1460 und 1480)

Beschreibstoff: Pergament (außer ff. I', II': Papier)
Format: 292 × 215 mm
Folienzahl: ff. II, 127 (+3a), II'

Inhalt

Physische Beschaffenheit

Beschreibstoff

Pergament (außer ff. I', II': Papier)

Format

292 × 215 mm

Folienzahl

ff. II, 127 (+3a), II'

Lagen

12 × 10 (119), 1 × 10–2 (127, Bl. 9 und 10 fehlen ohne Textverlust).

Griechische Kustoden

Griechische Kustoden auf dem ersten Recto unten links und auf dem letzten Verso unten rechts vom Kopisten: α (f. 1) – ιγ (f. 120).

Anzahl der Linien

Lin. 29

Kopist

Andronikos Kallistos〉 (Harlfinger), der auch den Vat. gr. 249 für denselben Auftraggeber geschrieben hat. F. 1: auf dem ganzen Rand mehrfarbiges Rankengeflecht mit Tiermotiven auf goldenem Grund; Zierinitiale.

Ergänzungen zum Textbestand

Ergänzungen und Varianten am Rand vom Kopisten.

Einband

Weinrotes Leder auf starken Holzdeckeln. Auf Innenseite der Deckel Holz fast völlig sichtbar, da kein Spiegel vorhanden. Das stark zerfressene erste Vorsatzblatt diente als Spiegel im ursprünglichen Einband (Leimreste vorhanden). Drei erhabene Bünde. Auf vorderem und hinterem Deckel Wappen des Paulus V. (1605–1621) und Scipione Borghese (1609–1618). Wappen der Familie Borghese auf den vier Ecken des vorderen Deckels und auf dem Einband. Spuren von zwei Verschlüssen (Löcher von Nägeln).

Geschichte

Datierung

15. Jh. (zwischen 1460 und 1480)

Provenienz

Der Kodex ist ebenso wie Vat. gr. 249 zwischen 1460 und 1480 für den Bischof Nicolaus von Modruš in Kroatien geschrieben worden (sein Wappen auf f. 1 unten Mitte), wahrscheinlich in Rom, da Kallistos ihn von dem in Rom 1457 von Ioannes Rhosus und 〈Manuel Atrapes〉 für Bessarion geschriebenen Vind. Phil. 64 kopiert hat; es ist nicht auszuschließen, daß die Handschrift zwischen 1466 und 1471 entstanden ist, da Kallistos sich zu dieser Zeit bei Bessarion aufhielt. 1480 gelangte der Kodex mit der gesamten Bibliothek von Nicolaus in die Vaticana (vgl. G. Mercati, unten Bibliographie), wo sie schon im Inventar von 1481 zu finden ist (vgl. Devreesse, Fonds grec, S. 92).

Ältere Signaturen aus dem 16. Jh.: N° 342 (Aufkleber), 16. Jh. M. (f. I V); N° 38 6 Plu., 16 Jh. M. (f. I V).

f. II Titel: Metaphysica. Aristotelis (15. Jh. E.). Darunter Aufkleber: Arist. Metaphysica./ 18. Dann die heutige Signatur (17. Jh.). f. II V fehlerhafter Pinax Allatianus des 17./ 18. Jh.

Bibliographie

Kat.

  • Brandis, Arist. Hss., Nr. 221.
  • Mercati/ Franchi de' Cavalieri, Codd. Vat., S. 338.

Kod.

  • G. Mercati, Notizie varie sopra Niccolò Modrussiense, in: La Bibliofilia 26, 1924–25,S. 175–179, 253–265, 289–299, 359–372, dort S. 168 (nachgedruckt in: G. Mercati, Opere Minori, IV [Studi e Testi 79], Città del Vaticano 1937, S. 205–258, dort S. 208.
  • R. Devreesse, Pour l' histoire des manuscrits du fonds Vatican grec, in Collectanea Vaticana in honorem Anselmi M. Card. Albareda [Studi e Testi 219], Città del Vaticano 1962, S. 315–336, dort S. 325 Anm. 2.
  • R. Devreesse, Fonds grec, S. 92, 130, 198, 245, 281, 326, 406.

Text.

  • S. Bernardinello, Eliminatio Metaph., S. 65–71.
  • D. Harlfinger, Textgeschichte Lin., S. 413.
  • D. Harlfinger, Überlieferungsgeschichte Metaph., S. 26 (Sigel Vc: Abschrift des Vind. Phil. 64 [= Ja]; vgl. auch oben Provenienz) .

Quelle

  • Prato, Autopsie Dezember 1985.