Commentaria in Aristotelem Graeca et Byzantina

Vorstufe

Beschreibung Vat. gr. 1326

Nachweis: Vatikan, Vatikanstadt, Biblioteca Apostolica Vaticana, Codices Vaticani graeci, Vat. gr. 1326
Datierung:

um 1500

Beschreibstoff: Papier
Format: 333 × 219 mm
Folienzahl: ff. VII 415 IV

Inhalt

  • (ff. 1158) Sopatros, Διαίρεσις ζητημάτων (=Walz,Rhet. Gr. VIII, 1–385).
  • (ff. 158162) Kyros, Περὶ διαφορᾶς στάσεως (Walz, Rhet. Gr. VIII, 386–399).
  • (ff. 163229V) Rhet. Zu Beginn am Rand einige Lemmata.
  • (ff. 231386) Anonymus, In Rhet. comm. (ed. H. Rabe, CAG 21, 2, S. 1–262).
  • (ff. 386V415V) Stephanos, In Rhet. comm. (ed. H. Rabe, CAG 21, 2, S. 263–322).
  • Leer

    ff. I V. II VVIIV. 162V. 230 RV. IIV V hinten.

Physische Beschaffenheit

Beschreibstoff

Papier

Wasserzeichen

  • (ff. IIVIV) gekreuzte Pfeile, entfernt ähnlich Br. 6274, Treviso 1477.
  • (ff. 220.32121.127381) Leiter im Kreis mit Stern, entfernt ähnlich Br. 5920, Venedig 1491 mit Varianten Venedig 1492 und Florenz 1494.
  • (ff. 2122.126) Armbrust im Kreis, ähnlich Briquet 748, Rom 1505.
  • (ff. 384I) Anker im Kreis mit Stern, entfernt ähnlich Br. 477, Innsbruck 1499 mit Varianten Viktoring 1500, Gurek 1500, Passau 1504.

Format

333 × 219 mm

Folienzahl

ff. VII 415 IV

Foliierung

f. 57 trägt fälschlich die Nummer 56, f. 214 die Nummer 114. ff. 163237 eine zweite Foliierung mit roter Tinte von 1 bis 74.

Lagen

1 × 8 - 1 (1. Blatt fehlt) (VIIV), 15 × 10 (150), 1 × 12 (162), 25 × 10 (412), 1 × 8 - 1 (8. Blatt fehlt) (415 IVV). Keine Lagensignatur; (ff. 392V412V) Reklamanten jeweils auf dem letzten Verso unten senkrecht.

Anzahl der Linien

Lin. 30

Liniierung

Ähnlich Lake I 2b (senkrechte Begrenzung nicht bis zum Rand durchgezogen, unten oft einfacher Abschluss unter der letzten Zeile).

Kopist

(ff. 1382V) 1. Hand, (ff. 383415V) 2. Hand;

f. 163 Christusmonogram und große Zierleiste. Titel in Rot. Einzelne Korrekturen am Rand.

Einband

Schwarzes Leder mit roten Flecken auf gekehlten Holzdeckeln. Rücken glatt. Bünde à la Greca. Reste von vier Schließen, von hinten nach vorn laufend. Vorder- und Hinterdeckel tragen die gleichen Stempel: ringsum Bandornament, im Mittelfeld in den Ecken Pflanzenornamente, in der Mitte großes, rundes Pflanzenornament, darunter in Kreuzform angeordnet 6 Rhomben mit Kreuzmotiv. Oben auf dem Rücken in Gold: 1326. Auf dem Längsschnitt eingebrannt: Rhetor. Graeci. Der Einband selbst stammt noch aus der Bibliothek Forteguerris oder Orsinis, denn in Orsinis Inventar (s. Nolhac, S. 335) heißt es zu unserer Handschrift: "... dal Carteromacho, ligato alla greca in corame versicolare..."

Geschichte

Datierung

um 1500

Provenienz

Die Handschrift ist nach Glöckner, S. 13 für Sopatros und Kyros über eine Zwischenstufe von Laur. gr. 58, 21 abhängig, einem Manuskript, das J. Laskaris nach Italien gebracht hat. Die unmittelbare Vorlage ist nach Glöckner (S. 171) gegen Ende des 15. Jhs. nach Venedig gekommen, wo andere Handschriften nach ihr kopiert wurden. Es ist wahrscheinlich, dass auch unser Kodex damals in Venedig entstanden ist. Das Papier der ff. 384I hinten ist sicher venezianischen Ursprungs, und der erste uns bekannte Besitzer der Handschrift, Scipio Forteguerri (Carteromachus), wurde im Jahre 1500 als Lehrer des Griechischen nach Venedig berufen. Er starb 1511, was einen terminus ante für die Entstehung des Manuskriptes abgibt, das möglicherweise sogar in seinem Auftrag geschrieben wurde. Die Signatur f. VII V oben (###arie### 4 13) stammt vielleicht aus seiner Bibliothek. Später kam die Handschrift in die Bibliothek des Fulvio Orsini (sein Ex libris ebenfalls f. VII V, aus seiner Bibliothek die Signatur 16 f. I R oben rechts) und nach dessen Tode im Jahre 1600 in die Vaticana. Bevor die Handschrift gebunden wurde, fand eine Lagenvertauschung statt; dabei geriet die 22. hinter die 23. Lage. Die richtige Reihenfolge der Folien ist also: ff. 202.213222.203212.223.

Bibliographie

Kat.

  • Inventarium Vaticanum.
  • P. de Nolhac, La bibliothèque de Fulvio Orsini, Paris 1886, S. 181. 335.

Text.

  • Nach Auskunft R. Kassel für Rhet. Abschrift aus Paris. gr. 1869.
  • H. Rabe, CAG XXI, 2, Berlin 1896, S. VII (16. Jh., geht für Anonymus und Stephanos auf Vat. gr. 1340 ) .
  • St. Glöckner, Die handschriftliche Überlieferung der ΔΙΑΙΡΕΣΙΣ ΖΗΤΗΜΑΤΩΝ des Sopratos, Kirchhain N.–L. 1913 (= Wiss. Beilage Jahresber. Königl. Gymn. Bunzlau. Ostern 1913) , S. 8.17 (Sigel V, Ende 15. Jh.) .

Quelle

  • Reinsch, Autopsie Mai 1967.