Commentaria in Aristotelem Graeca et Byzantina

Vorstufe

Beschreibung Vat. gr. 1580

Nachweis: Vatikan, Vatikanstadt, Biblioteca Apostolica Vaticana, Codices vaticani graeci, Vat. gr. 1580
Datierung:

15. Jh. A.

Beschreibstoff: Pergament
Format: 206 × 146 mm
Folienzahl: ff. II 168

Inhalt

  • (ff. 139) Xenophon, Oeconomicus.
  • (f. 39V) Xenophon, Institutio Cyri I, 1, 1; bricht nach wenigen Worten mit ἤδη ὑπὸ δήμων ab; am Rand: ἀργου τοῦτο.
  • (ff. 4181V) Rhet. Al. Bisweilen Korrekturen vom Kopisten, Ergänzungen und lateinische Lemmata von der Hand des Nikolaos Pelikanos.
  • (ff. 82167V) Rhet. Am Rand Korrekturen vom Kopisten, Korrekturen, Ergänzungen, griechische und lateinische Glossen von Nikolaos Pelikanos.
  • Leer

    ff. II R. 40rV. 168 RV.

Physische Beschaffenheit

Beschreibstoff

Pergament

Format

206 × 146 mm

Folienzahl

ff. II 168

Lagen

1 × 2 (II), 21 × 8 (168). Sign. d. Lagen (oft abgeschnitten)

1) jedes erste Recto und jedes letzte Verso unten Mitte, beginnt f. 8V mit αʹ, endet f. 40V mit 〈εʹ〉;

2) an denselben Stellen, beginnt f. 41 mit 〈αʹ〉, endet f. 168V mit 〈ιςʹ〉.

Anzahl der Linien

Lin. (ff. 140) 25, (ff. 41167) 26

Liniierung

Lake I 1a.

Kopist

(ff. 139V) 1. Hand, (ff. 41167V) 2. Hand. Titel und Initialen in Rot. Traktate beginnen mit Zierunzialen. Ebenfalls mit roter Tinte ab f. 40 eine Blattzählung für die einzelnen Bücher (z. B. f. 113 oben: βιβλίου γʹ φύ(λλα) νεʹ; das dritte Buch der Rhetorik reicht von f. 113 bis f. 167V, umfasst also 55 Folien).

Einband

Pergament auf Pappe mit rotem Rückenschild. Schnittkanten gestempelt (Bandornament) und vergoldet. Auf dem Rücken Wappen Pius IX (1846–1878) und Joh. B. Pitra (1869–1889).

Geschichte

Datierung

15. Jh. A.

Provenienz

Die Handschrift besteht aus zwei ursprünglich selbständigen Teilen. Im 15. Jh. war sie im Besitz eines B. Mosto (Notiz f. 167V unten), der vielleicht zur venezianischen Patrizierfamilie des Seefahrers Alvise da Mosto (1432–1488) gehörte (s. Enciclopedia Italiana XII, 1931, S. 278 s. v. Da Mosto). Im 16. Jh. war sie im Besitz eines sonst unbekannten Nikolaos Pelikanos, von dessen Hand die Besitzernotiz f. I V (κτήματι νικολάῳ πελικανῷ καὶ φίλων αὐτοῦ), Glossen zu einem ebendort stehenden lateinischen Rezept (nach Galen, s. Giannelli S. 187), eine Aufzählung von Redeteilen ebenfalls f. I V und Randnotizen zu den Rhetoriken stammen. Im 17. Jh. gehörte sie dem Laelius Ruinus, Bischof von Bagno Regio bei Viterbo. Im Jahre 1622 wurde sie von dessen Erben für die Vaticana gekauft (f. I R: Emptus ex libris Ill(ustrissi)mi Lelij Ruini ep(iscop)i Balneoregien(sis) an(no) 1622). L. Allatius versah sie mit einem lateinischen Inhaltsverzeichnis (f. II V), und sie erhielt die Signatur 1580.

Bibliographie

Kat.

  • C. Giannelli, Codices Vaticani Graeci 1485–1683, Vatican 1950, S. 186/7.
  • R. Sabbadini, Storia e critica di testi Latini, Catania 1914, S. 309 (zu Laelius Ruinus) .

Text.

  • Geht für Rhet. nach R. Kassel auf Vat. Palat. gr. 23 zurück.
  • C. Hammer, Rhet. Gr. I, Leipzig 1894 (Sigel P).
  • K. Wilke, Zur Überlieferung der ΡΗΤΟΡΙΚΗ ΠΡΟΣ ΑΛΕΞΑΝΔΡΟΝ, in: Hermes 46 (1911), S. 33–56 (Kollation).
  • M. Fuhrmann, Anaximenis ars rhetorica, Leipzig 1966, S. XXVII–XXX (Sigel P).
  • M. Fuhrmann, Untersuchungen zur Textgeschichte der pseudo-aristotelischen Alexander-Rhetorik, Mainz 1965, S. 18. 84–88 (gemeinsame Vorlage mit Matrit. gr. 4632; zusammen mit Paris. gr. 2038 Vorlage für die Aldina von 1508) . 173–174.

Quelle

  • Reinsch, Autopsie Mai 1967.