Commentaria in Aristotelem Graeca et Byzantina

Vorstufe

Beschreibung Bon. 2302

Nachweis: Italien, Bologna, Biblioteca Universitaria, Bon. 2302
Datierung:

um J. 1500

Beschreibstoff: Papier
Format: 325 × 227 mm
Folienzahl: ff. IV, 174, II'

Inhalt

  • (ff. 150V) Part. An., bis IV 12, 693b 21 τῶν πτερύγων [… (Lagenverlust).
  • (ff. 5197V) Mete., ab I 3, 340a 14 …] ταῦτα ἐξ ἀλλήλων (Lagenverlust).
  • (ff. 98139V) Cael.
  • (ff. 140162V) Gener. Corr.
  • (ff. 163174) Sens.
  • Leer

    f. 174V.

Physische Beschaffenheit

Beschreibstoff

Papier

Wasserzeichen

  • ff. 14/710, 1114/1720, 51174, I': Armbrust im Kreis, ähnlich Br. 743 (Venedig 1501), = Wz. im Mut. α. T. 9. 21.
  • ff. 5/6, 15/16, 21/30, 22/29, 31/40: gekreuzte Pfeile, entfernt ähnlich Br. 6274 (Treviso 1477) und Br. 6279 (Wien 1500), fast identisch Zo. (Fabriano 1500).
  • ff. 2328, 3239, 4150: Dreiberg im Kreis, Br. ohne Beleg, fast identisch Wz. im Leid. Vulc. 23, z. B. ff. 1960 (〈± 1504〉).

Format

325 × 227 mm

Folienzahl

ff. IV, 174, II'

Lagen

5 × 10 (50), 10 × 10 (150), 1 × 12 (162), 1 × 10 (172), 2 × 1 (174).

Griechische Kustoden

Griechische Kustoden vom Kopisten auf dem ersten Recto in verblaßtem Rot, und zwar 1) α (f. 1)–ε (f. 41) unten Mitte, ιϛ (f. 51)–κϛ (f. 151) unten rechts; 2) unten rechts α (f. 163), β (f. 173); hier und im vorangehenden Teil (ab f. 61) auch eine zusätzliche Zählung mit – den griechischen genau entsprechenden – westlichen Ziffern unten rechts. Zwischen f. 50 und f. 51 sind, nach den Kustoden zu urteilen, 10 Lagen = ϛ–ιε (sicherlich Quinionen) verlorengegangen.

Anzahl der Linien

Lin. 30

Kopist

Zacharias Kallierges in Padua, vgl. Subskription f. 174 (in Rot): ζαχαρίας ὁ καλλιέργης καὶ κρὴς τὸ ἔθνος, εἰς πατάβιον ἐξέγραψεν : ~

Nach Lobel, Mss. Poet., S. 50, lebte Zacharias Kallierges in Padua in den Jahren zwischen 1501 und 1509 (oder spätestens 1515). Den Bon. wird er demnach (vgl. Wasserzeichen) zu Beginn seines Aufenthalts in Padua geschrieben haben.

Titel, Initialen und Zierwerk rot (anfangs auch gelbliche Abtönungen).

Ergänzungen zum Textbestand

Hin und wieder Marginalien, meist Varianten (oft mit γρ), vom Kopisten.

Einband

Modern; Hartpappe, Rücken mit Pergament überklebt. Vielleicht nach der Publikation des Katalogs von Olivieri und Festa (1895) angefertigt, da dieser erstens vorn und hinten ein fliegendes Blatt mehr nennt (jetzt gegen die Spiegel geklebt) und zweitens seine Angabe „folium 174 inverso ordine legimus‟ nicht mehr zutrifft. – Der Rückenstreifen (Pergament) des alten Einbandes ist heute von oben nach unten gegen den Spiegel geklebt; darauf folgende Angaben: 216/Aris–/totel:/de/Anim/(a)libus/Cod. Gre/M–S/Saec. XV.

Geschichte

Datierung

um J. 1500

Ursprünglicher Zustand

Die nach f. 50 verlorengegangenen 10 Quinionen (= 100 Folien) enthielten außer dem Schluß von Part. An. und dem Anfang von Mete. dazwischen am ehesten Inc. An., Gener. An., Long., Juv., Respir., wenn man von Schriftdichte und Textumfang (durchschnittlich 75 Bekker-Zeilen pro Blatt) ausgeht und die anderenorts bei Part. An. übliche Schriftengemeinschaft – die obengenannten Traktate finden sich in dieser Reihenfolge hinter Part. An. in Seragl. 39, Oxon. C. C. C. 108, Vat. 258 – berücksichtigt; Phys., überlieferungsgemeinschaftlich zu den naturwissenschaftlichen Schriften des Kodex passend, kommt – auch in Verbindung mit An. – textumfangmäßig nicht in Frage. Sollten Kollationen aus Part. An. die stemmatische Zusammengehörigkeit unserer Handschrift mit den drei erwähnten Textzeugen erweisen, wäre obige Vermutung gesichert.

Provenienz

San Salvatore-Kloster Bologna, vgl. Eintragung f. 1 unten: Monasterij .s. salvatoris bono̅n̅ numero. 62 – die Nummer 62 ist auch f. 1 oben zweimal wiederholt – und Etiketten mit dem Ex libris des Klosters auf dem Spiegel oben links sowie unten auf dem eingeklebten Reststreifen des alten Einbands. Zu weiteren Einzelheiten vgl. oben S. 61–62.

Reproduktionen und Digitalisate

  • Bon. 2302 (vollständiges Digitalisat der Universitá di Bologna).

Bibliographie

Kat.

  • T. W. Allen, Mss. Italian Libraries, S. 254 (= S. 29) .
  • A. Olivieri–N. Festa, S. 402.

Kod.

  • V.–G., S. 125.
  • E. Lobel, Mss. Poet., S. 50.
  • M.-H. Laurent, Fabio Vigili (wie oben S. 63) , S. 278.

Text.

  • P. Moraux, ed. Cael., 1965, S. CLXXXIII (nur erwähnt) .
  • Rashed 2001, 61–63, 271–273 (Bon. ist ab dem 1. Kap. über eine Zwischenstufe aus Vat. 253 geflossen; das 1. Kapitel stammt aus dem um 1495 von Demetrios Moschos angefertigten Vind. phil. 27, der ebenfalls um 1500 im Veneto verfügbar war).

Quelle

  • Aristoteles Graecus, S. 63–64 (Harlfinger, Autopsie Dezember 1965).