Commentaria in Aristotelem Graeca et Byzantina

Vorstufe

Andronikos Kallistos

Namensvarianten

Kallistos, Andronikos

Vita

15. Jh. 2. V. – 4. V., Humanist und Schriftssteller aus Konstantinopel (nach seiner Herkunftsbezeichnung als „Βυζάντιος“). Cousin des Theodoros Gazes.

A. befand sich ab 1441 in Italien (Padua), wo er Griechisch unterrichtete (Bologna: 1458–1459 und 1462–1466; Florenz: 1473-1474). A. starb in London (1476/1487). Seine Bibliothek wurde 1476 vor seiner Abreise nach Frankreich und England von Gian Francesco della Torre in Mailand gekauft.

A. war Lehrer des Angelo Poliziano und des Giorgio Valla. Er gehörte zum Kreis von Bessarion und unterhielt Beziehungen zu anderen namhaften Gelehrten der Zeit (u. a. Demetrios Chalkondyles, Nikolaos Sekundinos, Francesco Filelfo, Michael Apostoles, Palla Strozzi).

Als Kopist arbeitete A. mit Alphonsos Dursos, Demetrios Xanthopoulos, Emmanuel Zacharides, Georgios Tribizias, und Michael Lygizos zusammen; er war möglicherweise Leiter eines eigenen Schreibateliers. Seine Annotationen sind auch in Handschriften aus der Feder des Georgios Hermonymos und Gerardos enthalten.

Sekundärliteratur

RGK I 18 mit Literatur (vgl. II 25; III 31).

PLP (fasc. 5, Wien 1981), Nr. 10484 (s. v. Κάλλιστος Ἀνδρόνικος).

E. Bigi, „Andronico Callisto“, Dizionario Biografico degli Italiani 3, 1961 (Online-Version).

E. Russel, „Andronikos Kallistos: An Intellectual Biography of an Émigré from Thessalonica“, ead., Literature and Culture in Late Byzantine Thessalonica, London [u.a.] 2013, S. 99–138.

R. B. Todd, „Baltasar Meliavacca, Andronicus Callistus, and the Greek Aristotelian commentators in fifteenth-century Italy“, Italia medioevale e umanistica 37, 1993, S. 67–75.

In folgenden Handschriftenbeschreibungen erwähnt: